Rita Egger, Wohnen zu dürfen im Hause des Herrn
Auch in akademisch hohen Kreisen geht es oft recht alltäglich zu. Rita Egger stellt in ihrem Roman die Protagonisten wie bei einer Vorabendserie dramaturgisch ausgewogen auf, nur dass anstatt plätschernder Unterhaltung religiöser Small talk einfließt.
Anneliese ist medizinisch-technische Assistentin in einem Labor einer Wiener Klinik, bei Überstunden für ein Forschungsprojekt lernt sie den Chemiker Manfred kennen, und schon hat das Leben einen anderen Sinn.

Fabian Lenk schreibt Krimis für Erwachsene, hat aber auch eine Flut von Kinder- und Jugendbüchern veröffentlicht. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Kinderkrimis, die mit historischen Sachinformationen verknüpft werden. Lenks Erzählung für Kinder "Betrug beim Ritterturnier' spielt im Mittelalter.
Am Cover radelt Thomas Bernhard in kurzer Hose mit seinem Waffenrad durch den Keller seines Bauernhauses in Ohlsdorf, im Vorspann ist Österreich als Puzzle von Bundesländern aufgezeichnet und nach einem Vorwort zur Vorgansweise dieser Literaturbetrachtung liegt Österreich dem Leser zu Füßen.
In der Literatur kommt das Katholische meist sehr schlecht weg und wird oft eher als Vorhölle umrissen denn als paradiesische Angelegenheit.
Ordensleute in der Kunst sind eine seltsame Sache. In Unterhaltungsfilmen und Vorabendserien treten sie meist als fröhlich swingende Glückskäfer in Kutte auf, in der Literatur hingegen sind sie zernagt und geplagt von Selbstzweifeln.
Letztlich sind alle Namen Schall und Rauch, der Sinn des Lebens besteht oft darin, seinen Namen skurril artikuliert auszusprechen.
Wörter sind Steine, die man immer wieder umdrehen muss um vielleicht zu sehen, wer sich darunter versteckt hat.
Vielleicht kann man die Gattung Bauernkrimi ausrufen, um Sepp Kahns wundersame Agrar-Bio-Orgie irgendwie zu beschreiben.
Ein kontinentales Gemetzel, wie es Napoleon seinerzeit quer durch Europa vor und wieder zurück durchführen ließ, beflügelt auch nach zweihundert Jahren noch die Phantasie der Schriftsteller.