Patrick Roth, Starlite Terrace

Es gibt so Lokalitäten, da möchte man als Leser auf jeden Fall hin, auch wenn es nur um ein Stück Vorstellung geht, aber gute Imagination ist das Beste, was ein Leser in einem Buch erwischen kann. "Starlite Terrace" ist ein wunderbarer Ort für Imagination.
Patrick Roth lässt um das alte Appartementgebäude in Los Angeles herum ziemlich alte Menschen ihr Ausgedinge erleben. Die Figuren sind angenehm alt, haben viel erlebt und erzählen trotz aller makaberen Erlebnisse letztlich witzig und weise, was da alles an ihnen als Film abgelaufen ist. Film, wie könnte es in Los Angeles anders sein, spielt die Hauptrolle.

Von einem gut getarnten Atelier im Landecker "Karrnerwaldele" aus schreibt der Maler, Bildhauer und Verleger entlegener Kulturen, Gerald Kurdoglu Nitsche, was ihm an Lyrik eigentlich nicht gefällt, um dann begeistert zu erklären, dass er das Buch "Schmerzmittel" unbedingt machen musste.



Am besten hört man Augenlieder, indem man die Augen schließt: Lyrik, Lieder, Wolken, Töne sind auf Anhieb da. Das angenehme Hörgefühl besteht zuerst einmal aus sich selbst und aus dem Hörer, der dieses Gefühl in sich aufdreht. 
