Ruud Koopmans, Die Asyl-Lotterie
„Niemand, der ein Mindestmaß an menschlichem Mitgefühl besitzt, würde bestreiten, dass wir ein Asylrecht brauchen, das eine Wiederholung des schrecklichen, für viele tödlichen Unrechts ausschließt, das jüdischen Flüchtlingen in den 1930 er-Jahren angetan wurde. Leider erfüllt das geltende europäische Asylrecht diesen moralischen Anspruch nicht einmal annähernd.“ (S. 9)
Ruud Koopmans setzt sich mit der Asylpolitik der letzten zehn Jahre auseinander und zeigt Ursachen, Folgen und mögliche Lösungen auf. Dabei kritisiert er die gegenwärtige Asylpolitik als eine Art „Lotterie auf Leben und Tod“, weil sie eine hohe Anzahl an Toten zur Folge habe und vor allem jene vernachlässige, die Hilfe am dringendsten benötigen würden.
„Die Schatten werden länger. »Es riecht nach Herbst!«, seufzt der Fuchs. »Der Sommer geht, er reicht dem Land zum Abschied noch ein letztes Mal die Hand.« Der Fuchs räuspert sich. »Ja ich weiß«, sagt er. »An Tagen wie diesen werde ich immer ein bisschen wehmütig.«“
Wie erzählt man ungeschoren in einem totalitären System? – Indem man Zeit, Ort und Handlung aus dem Text herausnimmt.
„Einst Druiden wie Cedric, hatten sich die Maighstir Sgaìl, trunken von ihrer eigenen Macht und Stärke, der falschen Seite verschrieben. Sie wollten keinen Frieden. Die Schattendruiden wollten die Welt in Dunkelheit und Furcht stürzen. Deswegen hatten sie sich damals mit den Dornenhexen verbündet und Mistel End angegriffen.“ (S. 18)
„Digitale Medien sind ein einzigartiges Phänomen, weil sie alle Aspekte unseres Lebens berühren: unsere Arbeit, unser Privatleben und wahrscheinlich sogar unsere Art zu denken und zu fühlen. Aber was machen sie mit unseren Gehirnen, vor allem mit denen Heranwachsender? Und vor allem: Welche Effekte haben digitale Medien – insbesondere Smartphones – auf unser Gehirn?“
„Als Lea die Augen aufschlug, war es fast noch dunkel. Nur ein einziger hauchdünner Sonnenstrahl kroch durch die Lamellen ihres Rollos ins Zimmer hinein und malte einen schiefen Balken an die Decke. Lea gähnte herzhaft. Bestimmt war es noch viel zu früh zum Aufstehen und in die Schule fahren.“ (S. 5)
Gedichte sind letztlich Vorschläge für Rituale, mit denen das Nicht-Messbare gemessen und das Nicht-Fixierbare eingefangen werden kann. Dabei wird „der Lauf der Dinge“ für Augenblicke als Andeutung einer Bewegung sichtbar, während diese Dinge schon wieder verschwunden sind.
„Die Geschichte von Merlin soll am Anfang dieses Buches stehen, in welchem ich meine Geschichte von König Arthur erzähle und jene Episoden wiedergebe, die Meister Malory aus verschiedenen Gründen nicht in sein großes Werk aufnehmen konnte, das die ganze Welt als Le Morte D’Arthur kennt. Damit entsteht ein neues Buch über König Arthur und seine Ritter, das im Gedächtnis von Männern und Frauen von edlem und freundlichem Geist weiterleben möge, bis die Weltzeitkarte wieder eingerollt wird.“
„Wichtig scheint uns gleichwohl zu sein, dass sich […] in den letzten Jahren verstärkte Bemühungen ausmachen lassen, politische Bildung vielfältiger und breiter aufzustellen und in diesem Kontext auch wieder Bildungsbereiche in den Blick zu nehmen, die lange Zeit fast gänzlich aus dem Fokus verschwunden waren. Einer dieser vernachlässigten Bildungsbereiche ist die politische Bildung in den beruflichen Schulen.“ (S. 11)
„Die Anfänge der Wissenschaft, wie etwa die Bestimmung der Zeit anhand der Bewegung der Sterne, entstanden in vielen Teilen der Welt, darunter auch im Nahen Osten, in China und Amerika. Als sich die ersten Hochkulturen entwickelten, nahm der wissenschaftliche Fortschritt zu. Die Menschen im alten Ägypten und Mesopotamien erdachten die ersten Kalender und einfache Maschinen.“ (S. 8)