malorie blackman, peacemaker„»Mika Corbin, was habe ich gerade gesagt?« Die ganze Klasse fing an zu kichern. Oje! Ich hob den Kopf. Genau vor meinem Tisch stand Lehrerin Faber. Ich starrte sie an und blinzelte verwirrt. Ich hatte sie gar nicht kommen sehen.“ (S. 7)

Die elfjährige Mika ist die Tochter von Kapitänin Corbin vom Allianz-Raumschiff Kitabu, das sich auf einer Mission durch einen fremden Sektor im Weltraum befindet, um einen Weg für den Handel mit anderen Völkern zu eröffnen. Friedliches Vorgehen und Verhalten gilt als oberste Prämisse der heiklen Aufgabe.

judith le Huray, monsterboy“Erschrocken starrte Robert zur Tür. Eine schwarze Gestalt schob sich ins Zimmer und ließ einen grimmigen Blick durch die Klasse schweifen. Bedrohlich leuchtete der Totenkopf. Als Robert die langen, spitzen Zähne entdeckte, bekam er eine Gänsehaut. Der Körper des Eindringlings war bedeckt mit blitzenden Stacheln.“ (Monsterboy light, S. 7)

Robert ist entsetzt als Johannes, der neue Schüler, der sich selbst „Monsterboy nennt“ die 4b Klasse betritt. Er will gar nicht glauben, dass sein Klassenlehrerin Frau Blum Monsterboy ausgerechnet den Sitzplatz neben ihm zuweist.

lorenz pauli, ei ei ei die maus hilft aus„»Au!« Das fängt ja gut an. Die Maus liegt faul im Gras und plötzlich wird sie in den Schwanz gezwickt. Es ist die Amsel. »Oh! Ich dachte, das sein ein Wurm. Entschuldige. Ich bin etwas durcheinander.«“

Die Amsel ist ein wenig im Stress, weil sie hungrig ist, aber ihre Eier nicht zu lange unbeaufsichtigt allein im Nest lassen darf. Da hat die hilfsbereite Maus eine gute Idee. Der Maus ist es egal, ob sie ihr Schläfchen allein in der Wiese macht oder auf den Eiern der Amsel.

j.r.r. tolkien, beren und luthien„Das war ein großer Kummer für Beren, der diesen Ort nicht verlassen mochte, weil er hoffte, dieses schöne Elbenmädchen noch einmal tanzen zu sehen, und auf der Suche nach Tinúviel durchstreifte er die wilden und einsamen Wälder Tag für Tag.“ (S. 48)

Die Geschichte von „Beren und Lúthien“ ist die große tragische Liebesgeschichte zwischen einem Menschen und einer Elbenprinzessin und spielt im Sagenkreises rund um Mittelerde, in Tolkiens bildgewaltiger Phantasiewelt von „Der Hobbit“ und „Herr der Ringe“.

guy bass, noah unendlich„Wenn es nach ihm ginge, würde Noah jeden Tag Spaghetti mit Tomaten-Soße essen. Mittags und abends. Er würde jeden Morgen um genau 6:45 Uhr aufstehen und jeden Abend um genau 22:10 Uhr ins Bett gehen. Er würde nur kalte Milch trinken und auch nur aus einem großen Glas, mit Strohhalm. Und er würde nur Bücher über Dinosaurier lesen.“ (S. 12)

Im ruhigen Dorf Dudelwick gehen merkwürdige Dinge vor sich: die „Duddelwick-Doppelung“. Innerhalb eines Monats steigt die Zahl der Doppelgänger bereits auf über eine Milliarde.

lissa lehmenkühler, ubru kudubru„»Ein großer Zauberer will ich sein!«, ruft Ubru Kudubru. »Das wär fein.« Zum Frühstück möchte Ubru ein Ei, doch zaubert er … Kai Frühstückshai! »Verflixt! Das wird ja immer schlimmer! Warum verzaubre ich mich immer«?“

Der Zauberer Ubru Kudubru zaubert zwar gerne, doch unterlaufen ihm dabei immer wieder merkwürdige Fehler, die sich auf eine etwas undeutliche Aussprache zurückführen lässt. Dies bringt den armen Zauberer von einer unangenehmen und lustigen Situation zur Nächsten, führt aber so ganz nebenbei zu einem fröhlichen Ende.

sabina sagmeister, der verschollene wikingerschatz„Wieder einmal hatte Gunnar, der Grimmige, versucht, das Dorf Midstöd einzunehmen. Er war auf der Jagd nach dem verschollenen Schatz, der angeblich hier versteckt sein sollte. Doch Gunnar hatte die Rechnung ohne Wikingerhäuptling Einar und seine Männer gemacht.“ (S. 4)

Ausgiebig feiern die Wikinger ihren Sieg über Gunnar den Grimmigen mit einem Fest am Lagerfeuer. Am nächsten Tag sind die Vorräte leer und müssen wieder aufgefüllt werden.Fynn, der Sohn des Häuptlings, erhält den Auftrag Wikingerknoten üben und löst dazu jedes Schiffseil, um es erneut zu vertäuen. Danach hilft er seiner Schwester Hilvi beim Strandfischen für das Abendessen, wo Fynn im Wasser eine Goldmünze entdeckt.

ursula poznanski, erebos 2„Manchmal erweisen sich Spielereien, die man als Fingerübung begonnen hat, später als lebenswichtig. Natürlich tut es mir leid, dass ich Unbeteiligte in unsere Angelegenheiten hineinziehen muss, denn ich werde die Folgen nicht mehr in der Hand haben. Ich lasse eine wilde Bestie von der Leine und muss hoffen, dass sie ihre Opfer nur erschreckt, nicht zerfleischt.“ (S. 7)

Zehn Jahre nachdem Erebos sein Unwesen getrieben hat, kehrt das Computerspiel zurück und sorgt erneut für Schrecken und Angst unter den Spielern. Aber das Spiel hat dazugelernt und sich zu einer künstlichen Intelligenz entwickelt, die sich in alle mit dem Internet verbundenen Technologien einzuschleusen vermag.

myriam ouyessad, der wolf kommt nicht„Schlaf jetzt, Häschen. Bist du dir sicher, dass der Wolf nicht kommt? Ganz sicher. Warum? Es gibt keine Wölfe mehr. Die Jäger haben sie verjagt. Gibt es gar keine Wölfe mehr? Doch, ein paar sind noch übrig aber nicht sehr viele.“

Das kleine Häschen liegt im Bett und soll endlich schlafen gehen. Aber da nistet sich plötzlich die Angst vor dem Wölf im Kopf des kleinen Häschens ein.

akram el-bahay, anouks spiel„Sie stand auf, ging zu ihrem Schreibtisch und nahm das neue Notizbuch. Dann schrieb sie mit einem Bleistift den Wunsch, den sie in sich so deutlich hören konnte wie den Donner, auf die erste Seite. Ich wünsche mir, dass meine Eltern nur noch mich und nicht mehr Maya gehören.“ (S. 15)

Seit ihre kleine Schwester Maya auf die Welt gekommen ist, dreht sich für Anouks Eltern scheinbar alles nur mehr um das Baby. Anouk wünscht sich nichts mehr, als nur einen Tag lang ihre Eltern wieder ganz für sich allein haben zu können. Als sie an ihrem dreizehnten Geburtstag von ihrem Vater ein Notizbuch erhält, wird ihr verhängnisvoller Wunsch plötzlich Realität.