beate troyer, mein popo ist meine sacheIm Sagenschatz der Habenichtse gilt der Popo als das wichtigste Organ, mit ihm kann man auch dann noch einen Haufen machen, wenn man sonst nichts mehr besitzt. Der Popo ist nicht nur das witzigste Organ des Menschen, er ist auch der größte Geschichtenerzähler, weil er vor allem mit Tabus handelt und diese elegant umschreibt.

Bei jeglicher Vorbereitung eines Kindes auf die Rituale in der Erwachsenenwelt gibt es einen Punkt, wo man ein Tabu installieren muss, ohne es dabei allzu sehr in den Vordergrund zu stellen. Beate Troyer gibt mit drei Szenen den Erwachsenen Geschichten in die Hand, mit denen sie beim Kind unverfänglich über die Scham, das sexuelle Lodern und die Grundhygiene des Hinterteils reden können, ohne selbst in Gesichtsverfärbung oder Gelächter zu verfallen.

pierr pollendinger, hygienhelden„Virulento ist ein Bösewicht, man hört und sieht und riecht ihn nicht. Er ist hinterhältig, verschlagen und gemein, und macht sich deshalb winzig klein. Virulentos Vorhaben ist einfach zu erklären, er will sich in unseren Körpern vermehren.“

Die Covid-19-Pandemie belastet nicht nur Erwachsene und Jugendliche in einem erheblichen Ausmaß, sondern auch Kinder, für die es schwer verständlich ist, dass etwas so Kleines und nicht Sichtbares gefährlich sein kann. Ein guter Grund das Virus und die wichtigsten Maßnahmen kindergerecht zu erklären.

asa lind, zackarina und der sandwolf„Zackarina wohnte zusammen mit ihrer Mama und ihrem Papa in einem Haus am Meer. Das Haus war klein, aber das Meer war groß, und im Meer kann man baden – auf jeden Fall im Sommer. Nun war es Sommer, sonnig und warm, und Zackarina wollte baden. Aber es gab ein Problem.“ (S. 7)

Die junge Zackarina lebt mit ihren Eltern in einem Haus am Strand. Sie ist voller Tatendrang und Neugier nur ihre Eltern haben wenig Zeit für sie. Entweder sind sie bei der Arbeit oder mit dem Lesen von Zeitungen beschäftigt. Das Leben scheint ihr langweilig und trist, bis sie eines Tages am Strand eine erstaunliche Entdeckung macht.

laura bednarski, paulchen und pieks„Paulchen und Pieks sind allerbeste Freunde! Im Waldkindergarten haben sie immer viel Spaß zusammen. Paulchen hilft Pieks beim Klettern … und zeigt ihm die besten Verstecke hinter dem Holunderbusch.“

Paulchen, der kleine Fuchs, und Pieks, der kleine Igel, machen alles gemeinsam und verbringen viel Zeit miteinander. Aber auch in der besten Freundschaft kommt es mitunter zu Spannungen und Streit. Eine Geschichte vom Entschuldigen aber auch Verzeihen, weil alle einmal etwas machen, was nicht in Ordnung ist.

judith le Huray, monsterboy“Erschrocken starrte Robert zur Tür. Eine schwarze Gestalt schob sich ins Zimmer und ließ einen grimmigen Blick durch die Klasse schweifen. Bedrohlich leuchtete der Totenkopf. Als Robert die langen, spitzen Zähne entdeckte, bekam er eine Gänsehaut. Der Körper des Eindringlings war bedeckt mit blitzenden Stacheln.“ (Monsterboy light, S. 7)

Robert ist entsetzt als Johannes, der neue Schüler, der sich selbst „Monsterboy nennt“ die 4b Klasse betritt. Er will gar nicht glauben, dass sein Klassenlehrerin Frau Blum Monsterboy ausgerechnet den Sitzplatz neben ihm zuweist.

myriam ouyessad, der wolf kommt nicht„Schlaf jetzt, Häschen. Bist du dir sicher, dass der Wolf nicht kommt? Ganz sicher. Warum? Es gibt keine Wölfe mehr. Die Jäger haben sie verjagt. Gibt es gar keine Wölfe mehr? Doch, ein paar sind noch übrig aber nicht sehr viele.“

Das kleine Häschen liegt im Bett und soll endlich schlafen gehen. Aber da nistet sich plötzlich die Angst vor dem Wölf im Kopf des kleinen Häschens ein.

enne koens, ich bin vincent„Auf meiner Flucht hierher bin ich über Äste gestolpert und in Kuhlen gefallen. Meine Sachen sind durchnässt von dem Laub und den Farnblättern, die gegen mich schlugen, meine Hände sind völlig zerschrammt. Ich bin allein, und wenn ich ehrlich bin: Ich habe Angst.“ (S. 6)

Der elfjährige Vincent fühlt sich als Außenseiter, der schon seit längerer Zeit intensiv von Mitschülern seiner Klasse gemobbt wird. Auf einer viertägigen Klassenfahrt in den Wald in den belgischen Ardennen kommt es schließlich zum Eklat.

ellen duthie, grausame welt„Du kannst die Karten in deiner Schachtel wie ein Buch lesen. Es ist ein besonderes Buch, mit losen Seiten, die sich nach Belieben sortieren oder wie ein Kartenspiel mischen lassen. Ändert sich etwas an deinen Überlegungen, je nachdem, in welcher Reihenfolge du liest?“

Für Kinder stellt sich recht früh die Frage nach Gerechtigkeit, nach Gut und Böse und in Gesprächen stellt sich immer wieder heraus, dass die Welt mitunter grausam sein kann. Zwanzig Bildkarten mit Fragen und Anregungen laden dazu ein, sowohl über „Gut und Böse“ nachzudenken als auch über Unterscheidungen und Differenzierungen so mancher Urteile.

johnny ball, das ist alles mathe„Alles was wir tun, hängt mit Mathematik zusammen. Wir müssen Dinge zählen und messen, sie berechnen und vorhersagen, beschreiben und planen und alle möglichen Probleme lösen. Bei all diesen Aufgaben hilft uns die Mathematik.“ (S. 3)

Was wäre unser Leben ohne Zahlen und welche Rolle spielen Zahlen wo in der Welt. Johnny Ball lädt junge Leserinnen und Leser auf eine außergewöhnliche Reise in die aufregende Welt der Zahlen ein und eröffnet einen neuen Blick auf die Mathematik.

stefan moster, die glückliche amsel„Eine Amsel sucht mit ihrem orange leuchtenden Schnabel so emsig nach Körnern, dass sie den großen Schatten nicht kommen sieht. Plötzlich deckt er sie zu, und sie kann vor Schreck nicht fliehen. Der große Schatten hält sie fest. »Flieg davon!«, rufe ich.“

Die glückliche Amsel ist ein poetisches Kinderbuch zum Thema „Kindesmissbrauch“ durch Erwachsene. Mit viel Einfühlungsvermögen wird Missbrauch aus der Innenperspektive eines betroffenen Kindes erzählt, aber auch die Schwierigkeit gezeigt, das Erlebte zu verstehen und mitzuteilen.