Miguel Tanco, Ich mag Physik
„Meine Mutter ist eine Träumerin. Und mein Vater … nun, der ist handwerklich sehr geschickt. Meine großen Brüder bauen gern alles Mögliche. Und ich? Ich weiß nicht … Ich habe so viele Fragen.“
Am Beginn einer jeden Wissenschaft steht das Fragen. Und genau das Fragen stellt das Kinderbuch „Ich mag Physik“ in den Mittelpunkt der Darstellung. Dabei teilt sich das Buch in zwei Teile: Am Anfang stehen die spannenden Fragen eines kleinen Mädchens, das z.B. wissen möchte, warum die Galaxie so dunkel ist, obwohl sie doch voller Sterne ist.
„Für die alten Griechen hatten die Naturgewalten sowie Erde und Himmel die Gestalt von Göttern. Die ersten Götter, die sogenannten Urgötter, entsprangen dem Chaos und erschufen später die Riesen und Titanen. Laut dem griechischen Dichter Hesiod gab es zu Beginn der Zeit nichts als eine formlose und unendliche Leere, die Chaos genannte wurde. Aus dieser instabilen Kraft entstanden die Göttin Nyx und ihr Bruder Erebos als dunkle Wesen.“ (S. 10)
„Hallo zusammen, ich begrüße euch zu diesem WAHNSINNIG SPANNENDEN Buch zum Thema GRÖSSE. AUFGEREGT? ALSO ICH SCHON! Als erstes brauchen wir ein paar Helfer … MARCEL! STEVE! Ihr werdet das ganz toll machen. Wir sagen den beiden schon mal DANKE. DANKE, Marcel. DANKE, Steve. Und los geht’s!“
„Das ist Robin. Er geht heute in den Kindergarten! Na, Robin, freust du dich schon? »Ich will nicht in den Kindergarten!«, brüllt Robin. Aber Mama zieht ihn einfach weiter, bis sie vor dem Eingang stehen. »Na gut«, seufzt Robin. »Aber ich geh nur mal kurz gucken, hörst du?«“
„Boris schwimmt in einem Fässchen auf dem Fluss. Wo kommt er her? Niemand weiß das. Ein Gewitter zieht auf. In einer Flussbiegung geht Boris an Land. Eine Eule beobachtet den Kater. Schon beginnt es zu regnen. Die neugierige Eule fliegt Boris nach. Boris findet unter einem Baum Schutz vor dem Regen. »Ich weiß ein leer stehendes Haus für dich«, sagt die Eule.“ (S. 10)
„Es war ein schöner Morgen und wie jeden Morgen arbeitete der Bär in seinem Garten. Er goss die frisch gesäten Möhren und zeigte dem Regenwurm, wo die Erde aufgelockert werden musste. Der Bär ermahnte die Schnecken, nicht alle Erdbeeren anzufressen, und ließ sich vom Käfer die neuesten Nachrichten aus dem Wald erzählen. Kurzum – es war ein ganz normaler ruhiger Morgen. Und der Bär liebte normale ruhige Morgen.“
„Karten sind spezifische Werkzeuge, die Geschichten über die Erde erzählen. Manche zeigen physische Merkmale wie Berge oder Vegetation, andere illustrieren verschiedene Eigenschaften, die der Mensch der Erde zugewiesen hat: politische Grenzen, urbane Zentren und Wirtschaftssysteme. Keine Karte ist perfekt. Bei einem Globus handelt es sich um ein maßstabgetreues Modell der Erde mit genauen relativen Größen und Orten.“ (S. 8)
„Liebe Beatrice, verzeih mir, wenn ich heute Morgen etwas abgelenkt war. Dank dir ist mir eingefallen, dass ich eine äußerst wichtige Pflicht vernachlässigt habe. Das Siegel des Rastlosen Schläfers muss überprüft werden! Unglücklicherweise obliegt diese Aufgabe einem alten schusseligen Borstenvieh wie mir. Denn ich habe vollkommen vergessen, wo sich das Siegel befindet.“ (S. 55)
Im Eichenwald grünt und blüht es. Der Frühling ist da und alle Tiere genießen die ersten warmen Sonnentage. Die kleinen Hasen, Mäuschen, Enten und Schafe spielen in der Wiese und beobachten die Schmetterlinge und Vögel.
„Es war einmal, lange, lange bevor die Großmutter deiner Großmutter geboren wurde, ein alter Besenbinder, der mit seiner Frau und seinen zwei Kindern, Hänsel und Gretel, am Rande eines großen düsteren Waldes lebte. Der Besenbinder war ein unbeschwerter Mann, seine Frau dagegen, die Stiefmutter der Kinder, ein Drachen.“