Christine Trüb, Ach der
Manchmal muss man die Helden in die Versenkung stecken, um ihrer habhaft werden zu können.
In Christine Trübs Roman liest eine Erzählerin dem Mann neben ihr etwas vor, aber dieser schläft regelmäßig an der gleichen Stelle ein. Offensichtlich sperrt sich etwas in ihm, die vorgelesene Geschichte zu sich zu lassen.
Im Zeitalter der Koch-Shows scheint es für manche Menschen nur noch ein Thema zu geben: Essen in allen Varianten und Kapazitäten.
So unüberschaubar lustvoll kann die Welt gar nicht sein, als dass nicht die bibliothekarische Ordnung durch das Alphabet eine gewisse Ruhe schaffte.
Was gibt es letztlich Traurigeres und Skurrileres, als einen Schriftsteller, der an seiner Altersgeilheit verzagt?
Wer fürchtet sich vorm Gendarmen Polt? Niemand. Und wenn er aber kommt, dann trinken wir uns davon.
Immer wieder glaubt man bei Lyric-Productions, dass ein verfilmbares Leben der wahre Grund für Gedichte sei. Manchmal wirkt dieser, wie jeder, Glaube skurril, etwa wenn eine Autorin ihr biographisches Credo den Gedichten voranstellt mit dem grandiosen Grundriss Schenna, Meran und Mals.
Meist sind Verletzungen durch die Liebe spitz, hart und tief gehend. Ab einem gewissen Alter jedoch werden auch die amourösen Verwundungen sanft, dass Messer, das schneidet, wird gar als süß empfunden.
"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" heißt es in einem Sprichwort, in dem die Faszination und Aussagekraft von Bildern und Fotografien auf den menschlichen Betrachter auf den Punkt gebracht wird.
Das ganze Land marschiert durch das Andreas-Hofer-Jubiläums-Jahr, man feiert allerorten die berühmt berüchtigten Geschehnisse vor zweihundert Jahren und vergisst dabei eines:
Was kann man sich unter beiläufig unrasiert vorstellen? Vermutlich ein meist männliches Gesicht, in dem der Gesichtsträger mit irgendeinem scharfen Gegenstand elektrisch oder mit geschäumter Klinge herumgefahren ist.