Erwin Moser, Ein Käfer wie ich
„Ich bin ein Mehlkäfer und für Käferverhältnisse schon ziemlich alt. Seit einigen Jahren wohne ich auf einem Dachboden, wo es sehr ruhig ist und mich selten jemand stört. Genau der richtige Ort für einen alten, ruhebedürftigen Mehlkäfer wie mich.“ (S. 9)
Aber das war nicht immer so. Mehli erinnert sich an seine aufregenden Abenteuer in seiner Jugend, wo er in einem morschen Baumstrunk am Rande eines Tümpels gelebt hat, von dem er sich gleichzeitig ernährt hat. Sein bester Freund Fritz der Tausendfüßler, bringt täglich Aufregung in sein ruhiges Leben.
„Hundert Jahre alt ist das Staubmaushaus. Vielleicht auch zweihundert. Sauber ist es nicht, aber gerade darum fühlen sich die Staubmäuse hier wohl. Federleicht und flink fegen sie durch die Zimmer und Gänge.“
„»Wenn sie Mansfield von einer Kommunikationsstation der Erde aus kontaktieren, erhalten Sie Beweise dafür, dass sie am Leben ist und gefangen gehalten wird. Sie haben von jetzt an achtundvierzig Stunden, um sich in seinem Haus in London einzufinden …«“ (S. 81)
„Gleich neben dem Ankerhafen liegt ein großer, dunkler Wald. Alle nennen ihn den Buchtenwald, weil er die Meeresbucht beschattet. Er könnte aber ebenso gut Eichhörnchen-Wald heißen, denn von denen gibt es dort jede Menge und noch viel mehr.“ (S. 5)
„Warum gibt es Leben auf der Erde? Woher kommen wir? Seit Jahrtausenden suchen Menschen eine Antwort auf diese Fragen. 1858 stellte Charles Darwin seine Theorie der natürlichen Selektion vor und erklärte damit, wie sich das Leben auf der Erde entwickelt hatte.“ (S. 6)
„»Die Feder?« Tante Zoés schien ehrlich verblüfft. »Meint ihr damit etwa dieses goldene Ding, das einmal beinahe die Welt vernichtet hätte? Und sie ist hier in Paris? Im Louvre? Mon Dieu! Wollt ihr sie tatsächlich stehlen?«“ (S. 156)
„Igel Ignaz ist aufgeregt. Morgen ist der Heilige Abend, Weihnachten, wunderbar! Und alle seine Freunde kommen, um mit ihm zu feiern. Selbst der kleine Pinguin Ping, den immer noch alle Möp nennen, wird aus dem Zoo anreisen.“
„Die Unbestimmtheit Europas scheint den Kontinent dazu zu prädestinieren, sich geschichtlich zu bestimmen. Wann fängt Europa an? Was ist Europa geschichtlich betrachtet? Diese Fragen versucht »Das Europäische Geschichtsbuch« wenn nicht zu beantworten, so doch unter so vielen Perspektiven zu beleuchten, dass Vorstellungen, vielleicht Visionen aufscheinen, was Europa war und was es heute ist.“ (S. 493)
„Lass uns 2000 Jahre zurückgehen – in die Zeit des Römischen Reichs. Wir schreiben das Jahr 117 n. Chr. Das Reich hat seine größte Ausdehnung erreicht und wir von Kaiser Trajan regiert. Wir treffen zwei römische Bürger, den Dichter Terentius und seine Frau Tullia, und fragen sie nach ihrer Welt.“ (S. 4)
„Es lebte einmal ein alter Grundbesitzer in einem kleinen Dorf in Japan. Er wohnte ganz allein in einem großen Haus und besaß alles Land und jedes Haus im ganzen Tal. Er war so bösartig, dass Säuglinge bei seinem Anblick zu schreien begannen. Er war so geizig, dass er niemals badete, um Wasser zu sparen.“ (S. 7)