Katja Gehrmann, Stadtbär
„Der Bär hatte lange geschlafen. Sein Magen knurrte. »Mal sehen, was die anderen treiben«, dachte er. Er streifte durch die Wälder. »Komisch«, überlegte er, »dem Fuchs bin ich aber schon lange nicht mehr begegnet. Und die Biberburg sieht auch so ungepflegt aus.« (S. 7 ff)
Ein Bär erwacht aus seinem Winterschlaf und muss zu seiner Überraschung feststellen, dass alle Tiere in die Stadt gezogen sind, weil es dort beheizte Höhlen, gutes Essen und vor allem keine Jäger gibt. Das gefällt dem Bären und er beschließt, ebenfalls in die Stadt zu ziehen.
„Es war ein dunkler, böiger Nachmittag im Frühling, und im ausgetrockneten Bett der Nordsee eröffnete London die Jagd auf eine kleine Schürferstadt. In besseren Zeiten hätte sich London mit so kläglicher Beute gar nicht abgegeben.“ (S. 9)
„»Passt gut auf! Die Werbehexen verstecken sich überall und hinterlassen ihre Spuren. Sie tun alles, was in ihrer Macht steht, um uns hereinzulegen! Ihr müsst sehr aufmerksam sein, um nicht auf ihre Tricks hereinzufallen« …“ (S. 10)
„Naturwissenschaft ist der Schlüssel zum Verständnis der Welt. Forscher entwickeln Theorien und überprüfen sie mithilfe von Experimenten, um die unterschiedlichsten Fragen zu beantworten – etwa wie Organismen überleben oder warum Flugzeuge nicht vom Himmel fallen.“ (S. 9)
„Eikibufi … Viele sind schon dort gewesen, aber kaum jemand kennt den Namen dieses wunderlichen Waldes. Die Bäume wispern ihn einander manchmal zu, immer dann, wenn sie sich darüber unterhalten, dass es auf der ganzen Welt keinen schöneren Wald geben kann.“ (S. 3)
„Ich heiße Peter und ich erzähle euch eine Geschichte, die mir genauso passiert ist. Ihr werdet erfahren, warum die Dinge in dieser kleinen Blechdose etwas ganz Besonderes sind. Ich war ein ganz normaler Junge und lebte mit meiner Mama, meinem Papa und Rosa, die bei uns wohnte und Mama half, in einer Stadt, die Budapest heißt.“ (S. 7)
„Jemand hatte mich vergiftet. Das wusste ich schon nach dem ersten Schluck. Und das bedeutete: Es würde Tote geben. Ich sah mich im überfüllten Audienzsaal nach dem bedauernswerten Idioten um. Wer war hier so blöd, eine Diabolic vergiften zu wollen?“ (S. 14)
„Als die Sonne hinter dem Horizont verschwunden war und der Mond hoch oben am Himmel den Schlaf der Menschen bewachte, strömten die Nachtschwärmer aus und nahmen ihre Arbeit auf. Sie eilten mit ihren Koffern von einem Haus zum anderen.“
„Dan der Dachs erlebte einen sehr schlimmen Abend, wenn nicht den schlimmsten seines ganzen Lebens. Er steckte in einem Sack. Es war ein furchtbar kratziger und widerlicher Sack, und der roch, als hätte jemand anderes, nämlich auch ein Dachs, vor ein paar Tagen darin geweint und sich danach vielleicht auch übergeben.“ (S. 7)
„Neds Hände waren braungebrannt. Sei Gesicht auch. Er hatte große Augen, und seinen Wimpern waren ganz dunkel, als würde er Mascara verwenden. Aber wer Ned Buckley kannte, wusste, dass das unmöglich war. Ich weiß noch genau, dass Laura mich immer wieder schubste und zischte, ich solle ihn nicht dauernd anglotzen.“ (S. 5)