Kirsten Boie, Skogland
„Jetzt, wo sie in diesem Zimmer geschlafen hatte und in diesem Bett aufgewacht war, konnte sie sich auf einmal liecht vorstellen eine Prinzessin zu sein. »Ich und nicht Tine!«, rief Jarven und hüpfte zurück auf ihr Bett. »Ich und nicht Britt! Ich bin Prinzessin von Skogland!« (83)
Der König von Skogland ist gestorben und seine dreizehnjährige Tochter Malena gilt als seine Nachfolgerin. Bis zu ihrer Volljährigkeit in vier Jahren wird ihr Onkel, Vizekönig Norland die Regierungsgeschäfte für sie leiten. Als Prinzessin Malena kurz nach der Beerdigung plötzlich verschwindet, stehen Norlin und sein wichtigster Berater Bolström vor einem Problem: sie brauchen die Prinzessin, um die Regierungsgeschäfte ohne öffentliches Aufsehen übernehmen zu können. Wie gut, dass es in Norddeutschland ein Mädchen gibt, das der Prinzessin zum Verwechseln ähnlich sieht.
„It was a mystery. Where was all the toilet paper? But this time Gordon found a clue. Things could not go on like this. The floor was sticky with fruit. The birds were far to noisy. The living room was like a jungle. And Tapir had not washed his dishes.“
„»Zeit für ein Abenteuer, Mo!«, sagte Mick. »Na gut!«, brummte Mo. Sie holten die Raumfahrer-Helme und luden die Wasserpistolen. Vorsichtshalber. Dann krochen sie unters Bett. Denn dort wohnte das Abenteuer.“ (8 f)
Schon griechische und römische Soziologen haben in ihren antiken Essays darüber geklagt, dass die Jugend noch nie so schlimm gewesen sei wie die jeweils gegenwärtige. Und auch in der Gegenwart täuschen die besten pädagogischen Modellversuche nicht darüber hinweg, dass die Gesellschaft in vielen Angelegenheiten von den Jugendlichen gefordert und überfordert ist.
„Pilze beeindrucken durch ihre Vielfalt an Farben und Formen. Manche sehen aus wie Glocken oder Trichter, andere sind buckelig, in der Mitte eingedrückt oder gewölbt.“ (13)
„Egal. Wenigsten konnte ich etwas, was Marisol nicht konnte. Ich glaube, niemand außer mir konnte es. Ich konnte mit magischen Geschöpfen reden. Und sie verstanden mich. Leider glaubte mir das keiner.“ (8)
„»Jedenfalls muss ich euch leider mitteilen, dass euer Vater wegen Mordes rechtskräftig verurteilt und inhaftiert wurde.« Ich schnappe nach Luft. Mord? »Er wurde für schuldig befunden, Helen Katharina Viktoria Zweig an seinem Arbeitsplatz erstochen zu haben. Seine Frau. Und eure Mutter. Ihr seid demnach jetzt Vollwaisen. Es tut mir leid.«“ (16 f)
„»Achtung, hier komme ich!«, ruft Wilbur McCloud, das kleine Propellerflugzeug. Er rast auf eine Gruppe weißer Möwen zu, die sich weit über dem Meer mit ausgebreiteten Flügeln vom Wind tragen lassen. Es ist ein wunderschöner Sommertag.“ (10)
„Mia liebt Delfine. Jeden Tag steht sie auf ihrem Boot und schaut ihnen zu. Sie sieht, wie springen und wie sie lächeln. Sie will immer bei ihnen sein. Einen kennt sie genau. Er heißt Timo. Will du seine Geschichte lesen?“ (4)
„Sie lassen mich im Stich. Sie wissen genau, dass ich nicht schwimmen kann, doch es kümmert sie nicht. Ich sollte Todesangst haben, aber ich habe keine. Mir ist, als könnte ich unter Wasser atmen.“ (10)