Markus Gloe / Anja Ballis u.a., Holocaust Education Revisited - Orte der Vermittlung
„Die skizzierten Veränderungen beeinflussen pädagogische Konzepte der Holocaust Education und fordern sie zum Teil auch heraus. Zunehmend bedeutsam werden dabei die Orte, die das Vermittlungsgeschehen prägen, verbunden mit der grundsätzlichen Frage: Wie kann die Ausbildung demokratischer Werte an KZ-Gedenkstätten befördert werden? […] Die Fragen nach dem Warum, Wie und Wo müssen aufgrund der Veränderungen aus Sicht der Holocaust Education neu beantwortet werden.“ (S. 3)
Im zweiten Band der Schriftreihe „Holocaust Education – Historisches Lernen – Menschenrechtsbildung“ werden 25 Tagungsbeiträge von 28 Autorinnen und Autoren zu den beiden Themenkomplexen „Orte der Vermittlung“ und „Didaktik und Nachhaltigkeit“ veröffentlicht. Dabei werden die großen Herausforderungen der Gegenwart wie ein wachsender Antisemitismus und Zuspruch für Populismus, eine zunehmende „Demokratiemüdigkeit“ sowie ein erodierendes „Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in unser politisches System“ besonders berücksichtigt.
„Die Geschichten aus dem alten Ägypten gehören zu den ältesten erhaltenen Mythen. Die zahlreichen Fassungen dieser Legenden offenbaren eine Welt von kriegerischen Gottheiten und wundersamer Magie, in der stets das Gute über das Böse siegt. Dieses Buch enthält einige dieser Erzählungen, von denen es noch viel mehr zu entdecken gibt.“ (S. 5)
Seit allenthalben sogenannte Trauerratgeber in Schrift und Therapie den Markt überschwemmen, muss man sich in der Literatur einen Ruck geben, um sich auf einen Roman einzulassen, in dem es um die Veränderung des Hinterbliebenen-Lebens durch den Tod des Vorausgängers geht.
„Das ist Otto Oktopus. Er kann seine Farbe ändern. »Spielen wir Verstecken!«, ruft er seinen Freunden zu. »Du suchst«, sagt Kira Krabbe … und alle stürmen davon.“ (S. 4 – 9)
Das wahre Schreiben beginnt für jene Schriftsteller, die es ernst meinen, erst im Alter. Dort entsteht nämlich ein unverwechselbarer Ton und es müssen keine Geschichten mehr zugekauft oder erfunden werden, weil diese der Schreibvorgang selbst spendet.
„1. Dezember Alva wohnt mit Mama, Papa und ihren Brüdern Julian, Marius, der Katze Klementine und dem Hund Klaus in einem alten Haus. Für Alva gibt es nichts Schöneres als den Advent. Und heute fängt er endlich an! Klementine hat sich versteckt! Kannst du sie finden?“
„Der Leitfaden wendet sich an Lehrerinnen und Lehrer, Kollegien und Schulleitungen, die sich auf dem Weg machen, um neue Maßnahmen und Programme evidenzbasierter Leseförderung an ihren Schulen zu implementieren. In allen Schulformen und […] in allen Fächern wird gelesen und bedarf es deshalb besonderer Förderangebote für Kinder und Jugendliche mit Leseschwierigkeiten!“ (S. 6f)
„Keine alte Hochkultur ist faszinierender als das Ägypten der Pharaonen. Seine Kunst, seine Bauwerke und Götter sind noch heute weithin bekannt – als Teil einer langen und faszinierenden Geschichte. Zahlreiche erhaltene Überreste und Belege machen deutlich, dass die Alten Ägypter, vom König bis zum Tischler, einer dynamischen Kultur angehörten, die uns heute, Tausende Jahre später, immer noch fesselt.“ (S. 9)
Patriotisches Selbstbewusstsein kann manchmal in einen Cäsarenkult übergehen, wenn das Land mitspielt und den darin geäußerten Wahnvorstellungen ein Revier gibt. Das bayrische „Mia san mia“ ist genauso patriotisch-pfiffig, wie das berüchtigte „Ik bin ein Berliner“. Da ist die Weltformel eines Österreichers geradezu romantisch: Ich bin Kaiser.
„Wir machen eine Weltreise. Keine normale Reise, sondern eine wilde, verwegene Tour, wie sie noch niemand vorher unternommen hat. Wir verschwinden aus der Wirklichkeit und erreichen magische Orte und verwunschene Plätze. Wir folgen Märchen, Legenden und Gerüchten, schauen aber auch immer wieder auf Tatsachen und wirkliche Ereignisse.“