Lesepanorama

Universitätsprojekt: Literaturlandkarte Tirols

andreas.markt-huter - 20.04.2007

Einen interessanten Weg, wissenschaftliche Forschung einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen, geht das Forschungsinstitut Brennerarchiv mit seinem Projekt "Literatur-Land-Karte-Tirol". Die Ergebnisse des Projekts sollen sowohl im Internet als auch in Form von literarischen Stadtführungen für Touristen, Einheimische aber auch für Schulklassen präsentiert werden.

Die zugrunde liegende Idee ist so einfach wie nahe liegend: Tirol als wichtiger Verkehrsknoten zwischen Nord und Süd wurde im Laufe der Jahrhunderte von zahlreichen Schriftstellerinnen und Schriftstellern bereist. Ihre literarische Auseinandersetzung mit Tirol, soll möglichst vollständig gesammelt und in Form einer literarischen Landkarte präsentiert werden.

Lesen im Fadenkreuz der Politik: –Die EU-Ziele von Lissabon - Teil 2

andreas.markt-huter - 19.04.2007

Zur Halbzeit auf dem Weg zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt musste die Europäische Kommission eingestehen: die ehrgeizig gesteckten Ziele lassen sich nicht mehr erreichen. Der größte Stolperstein, um auf dem Weg zur wissensbasierten Wirtschaft weltweit die Führungsrolle zu übernehmen, liegt im Bereich des Lesens.

Die Feiern anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Europäischen Union sind vor kurzem abgeklungen. Grund genug, um das Verhältnis der EU zum Themenbereich "Lesen" ein wenig unter die Lupe zu nehmen.

Lesen im Fadenkreuz der Politik: –Die EU-Ziele von Lissabon - Teil 1

andreas.markt-huter - 11.04.2007

Zur Halbzeit auf dem Weg zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt musste die Europäische Kommission eingestehen: die ehrgeizig gesteckten Ziele lassen sich nicht mehr erreichen. Der größte Stolperstein, um auf dem Weg zur wissensbasierten Wirtschaft weltweit die Führungsrolle zu übernehmen, liegt im Bereich des Lesens.

Die Feiern anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Europäischen Union sind vor kurzem abgeklungen. Grund genug, um das Verhältnis der EU zum Themenbereich "Lesen" ein wenig unter die Lupe zu nehmen.

Der Tiroler Winter im 19. Jahrhundert - Teil 2

andreas.markt-huter - 01.01.2007

Der Winter in Tirol präsentierte sich in den letzten Jahren von seinen unterschiedlichsten Seiten. Zeigte er sich einmal mit seinen tiefverschneiten Landschaften von seiner schönsten Seite, löste ein anderes mal ein zögerlicher Winterbeginn oder fehlender Schnee sogleich die Diskussion über die globale Erwärmung aus. 

Ob Tirol in 100 Jahren noch ein Zentrum des Wintersports sein wird, bleibt unsicher und lässt die Wissenschaft noch lange rätseln. Im folgenden soll aber der etwas sicher zu beantwortenden Frage nachgegangen werden, wie sich die Winterszeit in Tirol vor 100 Jahren dargestellt hat.

Bosko Tomasevic: Ein literarisches Leben zwischen den Welten, 2

andreas.markt-huter - 15.12.2006

Der Innsbrucker Wissenschaftler und Schriftsteller Bosko Tomasevic blickt auf ein bewegtes Leben zurück blicken. Nicht nur, dass er der erste Stadtschreiber Innsbrucks war, er hatte auch persönlichen Kontakt zu europäischen Geistesgrößen wie Hans-Georg Gadamer, Jacques Derrida, George Steiner und Gilles Deleuze. In Ex-Jugoslawien war er federführend für die Rezeption von Autoren wie Martin Heidegger und Georg Trakl mitverantwortlich.

Seit knapp zehn Jahren lebt der in Serbien geborene Wissenschaftler und Schriftsteller Bosko Tomasevic bereits in Innsbruck. Geboren wurde er 1947 in der Vojvodina, nahe der ungarischen Grenze. In der mehrsprachigen Region in Serbien leben Ungarn, Tschechen, Juden, Slowaken, Rumänen und Serben schon seit Jahrhunderten zusammen. Das Zusammenleben mit verschiedenen Kulturen und Religionen war für Tomasevic nichts Fremdes und so hat Westeuropa mit seinen unterschiedlichen Kulturen immer schon eine Faszination auf den Literaturwissenschaftler ausgeübt.

Bosko Tomasevic: Ein literarisches Leben zwischen den Welten - 1

andreas.markt-huter - 08.12.2006

Der Innsbrucker Wissenschaftler und Schriftsteller Bosko Tomasevic blickt auf ein bewegtes Leben zurück blicken. Nicht nur, dass er der erste Stadtschreiber Innsbrucks war, er hatte auch persönlichen Kontakt zu europäischen Geistesgrößen wie Hans-Georg Gadamer, Jacques Derrida, George Steiner und Gilles Deleuze. In Ex-Jugoslawien war er federführend für die Rezeption von Autoren wie Martin Heidegger und Georg Trakl mitverantwortlich.

Seit knapp zehn Jahren lebt der in Serbien geborene Wissenschaftler und Schriftsteller Bosko Tomasevic bereits in Innsbruck. Geboren wurde er 1947 in der Stadt Becej in der Vojvodina, nahe der ungarischen Grenze. In der mehrsprachigen Region in Serbien leben Ungarn, Tschechen, Juden, Slowaken, Rumänen und Serben schon seit Jahrhunderten zusammen. Das Zusammenleben mit verschiedenen Kulturen und Religionen war für Tomasevic nichts Fremdes und so hat Westeuropa mit seinen unterschiedlichen Kulturen immer schon eine Faszination auf den Literaturwissenschaftler ausgeübt.

Sind Österreicher lesefaul - Lesekultur im europäischen Vergleich

andreas.markt-huter - 15.11.2006

Ländervergleiche im Bereich der Bildung erfreuen sich seit den beiden PISA-Studien großer Aufmerksamkeit. Ein guter Grund einmal das Leseverhalten der Österreicherinnen und Österreich mit dem Leseverhalten in anderen Staaten der Europäischen Union zu vergleichen.

Während die PISA-Studie die Testergebnisse von SchülerInnen und Schüler im Alter zwischen 15 und 16 Jahren international vergleicht, soll im folgenden Fragen nach der „Lesekultur“ europäischer Bürger ab dem 15. Lebensjahr näher nachgegangen werden. Wie unterscheidet sich das Leseverhalten in Österreich vom Leseverhalten in anderen europäischen Ländern? Wie viele Bücher lesen Herr und Frau Österreicher im Durchschnitt, aus welchen Gründen lesen sie und wie oft besuchen sie eine Bibliothek? Liegt Österreich im europaweiten Vergleich bei den Erwachsenen besser als die 15-/16-jährigen bei der PISA-Studie?

Schenkung für das Innsbrucker Zeitungsarchiv

andreas.markt-huter - 11.11.2006

35 Ordner mit mehr als zehntausend Zeitungsartikeln hat ein Koblenzer Antiquar jetzt dem Innsbrucker Zeitungsarchiv geschenkt. Franz Caspers sammelte seit den 1950er Jahren Artikel zu Literatur und literarischem Leben, die er aus deutschsprachigen Tageszeitungen ausschnitt und aufbewahrte. Die Sammlung ist alphabetisch nach Autoren gegliedert.

Im Innsbrucker Zeitungsarchiv wird man die Sammlung zunächst gesondert aufstellen und dann damit beginnen, vor allem ältere, bisher im eigenen Bestand nicht vorhandene Artikel in die eigene Sammlung zu integrieren, um so ihre optimale Nutzung zu gewährleisten. "Die freundliche Schenkung ist eine willkommene Ergänzung unseres Bestands", so der Leiter des IZA, Prof. Stefan Neuhaus, der die acht großen Umzugskartons vor wenigen Tagen aus Koblenz holte.

Allerheiligen und Allerseelen

andreas.markt-huter - 01.11.2006

Allerheiligen und Allerseelen sind die Tage im Jahr an denen Christen der Heiligen und ihrer Verstorbenen Verwandten gedenken. Bereits im frühen Mittelalter bürgerte sich der 1. November als Tag der Heiligenverehrung und der 2. November als Tag des Andenkens an die Verstorbenen ein.

Nachdem es nicht mehr möglich war, jeden Heiligen an einem besonderen Tag zu feiern, führte die Kirche recht bald einen Festtag für alle Heiligen ein. Für die östliche Kirche lässt sich ein Allerheiligenfest bereits zu Anfang des 4. Jhds. nachweisen. Der älteste Beleg findet sich bei Johannes Chrysostomos für Antiochien im 4. Jahrhundert am Oktavtag von Pfingsten mit der Bezeichnung „Herrentag aller Heiligen”. Für die westliche Kirche ordnete Papst Bonifaz IV. zu Beginn des 7. Jhds. eine jährliche Feier für die Jungfrau Maria und alle Heiligen an, die am Freitag nach Ostern stattfand. Papst Gregor III. verlegte in der 1. Hälfte des 8. Jhds. das Fest der Heiligen auf den 1. November.

Lese-Rechtschreibschwächen bei Kindern

andreas.markt-huter - 10.10.2006

schüler schreibt auf tafelEin großer Teil der verschiedenen Lernstörungen in der Schule haben eine Lese-Rechtschreibschwäche als Ursache. Die Forschungen zu diesem Phänomens reichen bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts zurück und brachten zahlreiche Hypothesen und unterschiedliche Behandlungsansätze hervor. Was aber die Ursachen der Lese-Rechtschreibschwäche sind, darüber geben Wissenschaftler bis heute keine klare Antwort.

Wurde früher von "Legasthenie" oder "Teilleistungsschwäche" gesprochen, werden heute die Begriffe "Lese-Rechtschreibschwäche" oder "Dyslexie" vorgezogen. Gerade der Begriff Legasthenie ist durch eine Reihe von Gerüchten erheblich vorbelastet. Dr. Heinz Zangerle, Lehrbeauftragter für Legasthenie, Lern- und Verhaltensstörungen an der Pädagogischen Akademie in Innsbruck, nannte 1987 drei Gerüchte, "die - obwohl in der Praxis immer noch lebendig - längst überholt sind: