Tony Allan u.a., Das alte Griechenland. Die visuelle Geschichte
„In diesem Buch wird die Geschichte Griechenlands erzählt – von der Frühzeit vor rund 400000 Jahren bis zum Ende des Byzantinischen Reiches im 15. Jh. Mit »Griechenland« meinen wir nicht nur das heutige Territorium, sondern die Gebiete, in denen die griechische Kultur damals erblühte.“ (S. 9)
Griechenland gilt bis heute als die Wiege der abendländischen Kultur. Denken, Wissenschaft, Philosophie, Theater, Literatur, Kunst und Demokratie, wie sie im antiken Griechenland das Licht der Welt erblickt haben, prägen noch heute die westliche Welt, was sich auch in zahlreichen Begriffen und in den Grundlagen logischen Denkens widerspiegelt. Das Sachbuch „Das alte Griechenland“ geht diesen Ursprüngen unserer westlichen Kultur von ihren Anfängen in der griechischen Vorzeit bis zum Ende des byzantinischen Reichs untermalt mit einem umfangreichen Bildmaterial, nach.
Wenn ein Buchtitel mehrfach barock-verdreht aufs Cover springt, handelt es sich meist um eine sogenannte Literaturvorlesung. Dieses seltsame Genre ermöglicht es fiktional Arbeitenden, an der Uni akademisch aufzutreten, ohne sich wissenschaftlichen Kriterien aussetzen zu müssen. Eine gute Poesie-Vorlesung ist also eine gute Unterhaltung des akademischen Personals, das einmal freie Sätze denken darf wie sonst nicht einmal in Fußnoten.
Eine Revolution bringt einen nicht weiter, selbst wenn sie gelingt, steht man immer noch am gleichen Fleck und schaut bloß in eine andere Richtung.
Vom aufgekratzten Titel „Anlandebahnen für Geräusche“ inspiriert denkt man spontan an einen Laubbläser, der mit seinem kontinuierlichen Luftstrom alles Laub in die Ecke kehrt, von wo aus es dann leicht kompostiert werden kann.
Bücher, die ein extrem peripheres Sachgebiet abdecken, werden durch KI mittlerweile an den Mainstream angedockt, indem sachkundiges Bibliothekspersonal die entsprechenden Schlüsselbegriffe vernetzt. So tauchen scheinbar marginale Thesen eines Buches überraschend als Treffer an ganz anderer Stelle auf, wenn sie von einer Suchfunktion im Netz angesteuert werden.
Große Ereignisse schicken in der Mythologie oft Kometen als Vorboten, damit die Menschen nach oben schauen und wach werden für das Neue, das nun über sie herfällt.
Wenn man über etwas trauert, das man vage als schön empfindet, gerade weil es vergangen ist, beschleicht einen manchmal das Gefühl von Melancholie. Diese kann sich als künstlerische Haltung bis hin zum Genre ausbilden, man denke etwa an Joseph Roth und seinen Abgesang auf die Monarchie, an Gerhard Fritschs Roman „Moos auf den Steinen“, oder Franz Tumlers „Der Schritt hinüber“.
Die wahren Helden der Zeitgeschichte sind oft Medien, die sich mit einem kleinen Taschenmesser einen Weg durch den Dschungel der Meinungen schlagen. Dabei liegt die wahre Regierung über den kleinteiligen Zeitgeist meist als Impressum einer unscheinbaren Kleinzeitung auf.
Zumindest in der Literatur, sagt man, kann es Austria mit Amerika aufnehmen. Und dann werden gleich wuchtige Beispiele von Kürnberger, Kafka, Roth und Handke genannt, worin von Europa aus ein kontinentales Weltbild von Amerika entwickelt worden ist.
Selbstverständlich erwarten wir in der Geruchskultur, dass Parfum in Flacons abgefüllt ist und nicht im Tetrapack. In der Lesekultur freilich muten wir uns ständig lieblos abgefüllte Massenware zu, die wir in Files herumschicken oder uns als Paperback an den Kopf werfen.