Wissen | Information

Alice Roberts (Hrsg.), Die Anfänge der Menschheit

andreas.markt-huter - 09.12.2012

„Die Anatomie unserer Vorfahren verrät und viel über ihr Aussehen, lässt aber auch Rückschlüsse auf ihr Verhalten zu. Artefakte wie Werkzeuge, Malereien und andere Ausdrucksformen der Kunst geben uns Einblicke in die Kultur dieser Menschen.“ (32)

Die Anfänge der Menschheit lassen sich derzeit knapp 7 Millionen Jahre zurückverfolgen und sprechen in Form von Fossilien und Steinwerkzeugen eine mitunter beredte Sprache. Das mehr als 250 Seiten starke Sachbuch über die Anfänge der Menschheit besticht gleich zu Beginn durch sein üppiges Bildmaterial aus Fotos, Zeichnungen, vor allem aber durch die beeindruckenden Rekonstruktionen der Brüder Kennis. Ihnen gelingt es mit ihren lebensechten Abbildern unseren verwandten Vorfahren gleichsam ins Auge zu schauen.

Susanne Schaber, Lesereise Pyrenäen

h.schoenauer - 16.10.2012

Die Pyrenäen gelten als sagenhaftes Gebirge zwischen Spanien und Frankreich gelegen, worin sich allerhand seltsame Gestalten tummeln und wohin sich oft alte Geschichten zurückgezogen haben, um zu überleben.

Susanne Schaber stellt in ihrer Lesereise einige dieser unverwechselbaren Eigentümlichkeiten vor und beginnt diese mit dem Mythos um den Schriftsteller Walter Benjamin. Von ihm wird ja immer zuerst sein Ende erzählt, ehe man überlegt, wer er vorher gewesen ist.

Paulus Hochgatterer, Katzen, Körper, Krieg der Knöpfe

h.schoenauer - 14.10.2012

Die wahre Logik liegt in der Poesie, und so ist es für den Schriftsteller und Kinderpsychiater Paulus Hochgatterer völlig klar, seine Poetik-Vorlesung in Zürich mit diesem wunderbaren Auszählreim „Katzen, Körper, Krieg der Knöpfe“ zu überschreiben.

Dabei lässt seine Doppelidentität beides zu: Eine Poesie in der Literatur, eine Poesie der Kindheit.

Anna K., Total bedient

h.schoenauer - 27.09.2012

Seit selbst der Direktor des Internationalen Währungsfonds von einem Zimmermädchen durch ihr mutiges Einschreiten sozusagen im Alleingang abmontiert worden ist, fragt sich alle Welt, was Zimmermädchen eigentlich für ein toller Beruf ist.

Anna K. geht schon einmal durch die Anonymisierung ihres Namens in Deckung, denn das Hotelerie-Wesen ist eine Insidergemeinschaft, worin aalglatt gegelte männliche Manager ihren Hormonspiegel ungebremst am weiblichen Personal auslassen.

Felix Heidenreich, Theorien der Gerechtigkeit

andreas.markt-huter - 04.08.2012

„Der Begriff der Gerechtigkeit scheint durch den inflationären Gebrauch in der politischen Alltagsrhetorik derartig abgenutzt, dass er zum beliebigen Füllhorn für alle nur denkbaren Meinungen und Ansichten wird.“ (7)

Felix Heidenreich geht der gesellschaftlich spannenden Frage nach der „Gerechtigkeit“ nach und versucht anhand einer Theorie der Gerechtigkeit den ansonsten nur verschwommenen Begriff der Gerechtigkeit zu schärfen und aufzuzeigen woran sich ein Nachdenken über Gerechtigkeit orientieren kann.

Nicolai Hannig / Hiram Kümper, Rezensionen

h.schoenauer - 28.07.2012

„Dieses Buch will ein Arbeitsbuch sein, es soll nicht nur die Arbeit mit, sondern auch das Verfassen von Rezensionen seinen Leserinnen und Lesern nahebringen.“ (10)

„Rezensionen“ behandelt die kritische Besprechung Wissenschaftlicher Bücher, wozu sie dienen, wie sich mit ihnen arbeiten lässt, wie sie gefunden und nicht zuletzt geschrieben werden.

Bettina Huter (Hrsg.), Oper im Kontext

andreas.markt-huter - 24.07.2012

Buch-Cover

Wer sich für die Salzburger Festspiele interessiert sollte auf den bemerkenswerten Sammelband über Opern-Produktionen vergangener Salzburger Festspielen zurückgreifen.

Der Tiroler Beitrag zu den Salzburger Festspielen wurde von der Tiroler Literaturwissenschafterin Bettina Huter herausgegeben.

Siegfried Frech / Boris Kühn (Hg.), Das politische Italien

andreas.markt-huter - 21.07.2012

„Dennoch nimmt Italien eine Sonderrolle unter den westeuropäischen Demokratien ein: 60 Regierungen seit 1945 sind ein Rekord …“

Italien ist den meisten deutschsprachigen Bewohnern nördlich der Alpen als Urlaubsland am Mittelmeer ein Begriff mit dem der südländische Lebensstil „La dolce vita“ verbunden wird. Wenn es um Fragen der Gesellschaft, Wirtschaft, Politik & Kultur Italiens der letzten 100 Jahre geht, ist das Allgemeinwissen darüber schon weniger ausgeprägt.

Achill Moser / Aaron Moser, Über die Alpen nach Italien

h.schoenauer - 19.07.2012

Werbung für Literatur geht oft eigenartige Wege. Da hat beispielsweise ein Verlag die Rechte eines Klassikers, was ist also naheliegender, als einen Zeitgenossen buchstäblich auf den Weg des Klassikers zu schicken.

Im Falle von Heinrich Heine wird das Gesamtwerk von jenem Verlag betreut, der auch den Abenteurer und Anthropologen Achill Moser losgeschickt hat, mit seinem an Afrika geschulten Blick die Alpen im Geiste Heines zu durchwandern. Der Abenteurer hat, um auch ein jüngeres Publikum anzusprechen, seinen zwanzigjährigen Sohn Aaron mit im Gepäck, der einen forschen Schritt hat und nach jedem Kapitel eine SMS an seine Mama schreibt.

Holger Albrecht u.a. (Hg.), Autoritäre Regime

h.schoenauer - 14.07.2012

Der mit Voltaire befreundete französische Philosoph Claude-Adrien Helvetius bemerkte: „Es ist das Wesen der despotischen Regierungsform, im Menschen die Regung der Leidenschaften abzuschwächen.“

Nach dem Ende des Kalten Krieges war die Hoffnung weit verbreitet, dass Demokratien westlichen Zuschnitts nun weltweit ihren Siegeszug halten würden. Diese Hoffnung ist nun einer ernüchternden Tatsache gewichen: