Beziehung

Anna Seidl, Es wird keine Helden geben

h.schoenauer - 17.09.2014

Kann eine Sechzehnjährige einen Roman über das weltbewegende Thema eines Amoklaufs schreiben? – Ja, denn auch die Amokläufer und Opfer sind meist sechzehn!

Anna Seidl startet den Roman „Es wird keine Helden geben“ amokartig mit schuss-kurzen Sätzen. Die Erzählerin Miriam hat sich in der Schule verspätet und ist noch am Klo, um sich für den Unterricht zu restaurieren, als der Amok losgeht. Hektik, Lärm und Chaos breiten sich dort aus, wo üblicherweise langsames Schlurfen und perfekte Ordnung angesagt sind.

Michael de Cock, Rosie und Moussa

andreas.markt-huter - 15.09.2014

„Wohin ziehen wir?“, hatte Rosie gefragt. „Nicht weit weg“, war Mamas Antwort gewesen, „bloß ans andere Ende der Stadt.“ Aber das andere Ende der Stadt kommt Rosie vor wie das andere Ende der Welt. Selbst das Wetter ist nicht dasselbe, denkt sie. (5f)

Rosie und ihre Mutter stehen vor ihrem neuen Zuhause, einem düsteren Hochhaus am Rande der Stadt. Doch obwohl alles zunächst eher trist erscheint, werden beide von der Lebendigkeit und Freundlichkeit der Hausbewohner überrascht. Vor allem Rosie lernt gleich zu Beginn einen guten neuen Freund, Moussa kennen, mit dem sie sich auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise auf das Dach des Hochhauses begibt.

Marie-Aude Murail, Tristan gründet eine Bande

andreas.markt-huter - 05.09.2014

„In meiner Schule gibt es drei Banden, die Jupp-jupp-Bande, die Patrick-Bande und die Olivier-Bande. Ich selbst bin in keiner Bande.“ (7)

Tristan besucht die dritte Klasse Volksschule und gehört zu den Kindern, die kein Mitglied einer Bande sind, was das Leben nicht gerade leicht macht. Oliver, der in seine Klasse hat mit Schülern aus der fünften Klasse eine eigene Bande gegründet. Eines Tages muss Tristan erfahre, dass ihn Oliver auf seine Feindesliste gestellt hat. Völlig verwirrt und eingeschüchtert sucht Tristan nach einer Lösung.

Fanny Britt, Jane, der Fuchs und ich

andreas.markt-huter - 22.07.2014

„Meistens schaffe ich zwischen der Schule und zu Hause dreizehn Seiten. Manchmal ist Geneviève mit im Bus und ich höre sie hinten mit den Jungs über mich lästern. Dann blättere ich um, ohne wirklich zu lesen, weil mir das Herz in den Ohren trommelt.“ (16)

Hélène besucht die fünfte Schulklasse und wird von ihren Mitschülern gemobbt. An keinem Platz in der Schule fühlt sie sich mehr sicher und wohl, überall fürchtet sie sich vor dem gemeinen Getratschte der anderen und ihren Sprüchen an den Wänden. Ihren einzigen Trost findet Hélène in Charlotte Brontës Roman „Jane Eyre“.

Eoin Colfer, Der Quantenzauberer

andreas.markt-huter - 15.07.2014

„Das WARP ist schon seit über dreißig Jahren ein zentraler Teil des FBI.“ „Wofür steht WARP überhaupt?“, hatte Chevie gefragt. Witmeyer ging gerade die Mails auf seinem Bildschirm durch. „Äh … Wittness Anonymous Relocation Programme – anonymes Zeugenschutzprogramm.“ (20)

Chevron Savano ist eine 17-jährige FBI-Agentin indianischer Abstammung, die zu Unrecht nach London strafversetzt wird, um im Auftrag von WARP eine Metallkapsel zu bewachen, die sich als Zeitreisemaschine entpuppt. Als die Maschine ganz unerwartet aktiv wird und einen toten Wissenschaftler sowie den 14-jährigen Riley aus dem 19. Jahrhundert freigibt, beginnt ein geradezu unglaubliches Abenteuer und eine nervenzerreisende Flucht vor dem grausamen Auftragskiller und Zauberer Albert Garrick.

Julia Boehme, Tafiti und das Riesenbaby

andreas.markt-huter - 25.06.2014

„Wartet mal!“ Tutu hält Wache. „Irgendetwas stimmt hier nicht!“ „Was denn?“, fragt Pinsel. Aber da merkt er es auch. Der Boden zittert. Und aus der Ferne hören sie ein dumpfes Grollen. „ALARM!“, brüllt Tutu. (12f)

Tafiti, das kleine Erdmännchen und sein Freund Pinsel, das Pinselohrschwein, sind gerade dabei einen riesigen Kürbis für Tafitis Großmutter in die Küche zu bringen, damit sie ihren beliebten Kürbiskuchen backen kann, als die Erde zu beben beginnt. Eine Elefantenherde ist mitten durch die Erdmännchensiedlung getrampelt und hat den ganzen Gemüsegarten leergefressen und verwüstet.

John Green, Das Schicksal ist ein mieser Verräter

andreas.markt-huter - 23.06.2014

„Er flirtete mir jeder Silbe. Und ehrlich gesagt, fuhr ich voll darauf ab. Bis dahin hatte ich nicht gewusst, dass ich in der Lage war, auf Jungs abzufahren – jedenfalls nicht im richtigen Leben.“ (22)

Die sechzehnjährige Hazel Grace Lancaster hat gelernt mit dem Tod zu leben, seit sie mit dreizehn Jahren an Schilddrüsenkrebs erkrankt ist und Metastasen in der Lunge ihr das Atmen nur mehr mit Hilfe einer Sauerstoffflasche ermöglichen. Bei einem Treffen der Selbsthilfegruppe für Krebspatienten tritt der siebzehnjährige Augustus Waters wie ein Blitz in ihr Leben.

Renate Welsh, Ganz schön bunt

andreas.markt-huter - 16.06.2014

„Wenn der Zwutschg mit den Beinen wackelt, schlürft und schmatzt der Moospolster, auf dem er sitzt. Dicke Tropfen fallen von Farnwedel und Blättern, zerplatzen auf den Steinen.“ (7)

Eines Tages erblickt der Zwutschg einen wunderschönen Regenbogen, dessen bunte Farben ihn bis in sein Innerstes hinein berühren. Als die weißen und grauen Wolken auftauchen und der Regenbogen verschwindet, fühlt sich der Zwutschg plötzlich traurig und allen. Er will den Regenbogen haben.

Jürgen Seidel, Der Krieg und das Mädchen

andreas.markt-huter - 13.06.2014

„Ich sage Ihnen auch, was ich vom Krieg halte. Keinem vernünftigen Menschen würde es einfallen, einen Tintenfleck mit Tinte oder einen Ölfleck mit Öl auswaschen zu wollen. Aber Blut soll immer Blut auswaschen.“ (127)

Die siebzehnjährige Berlinerin Mila Pigeon und ihr Freund Fritz Wanlo, ein Schüler der vorletzten Klasse einen Gymnasiums in Charlottenburg, haben im Frühjahr 1914 den Künstlerbund „Die Somnabulen“ gegründet, der sich am Vorbild der Pariser Künstlerkreise orientiert, mit dem Ziel, ihr Leben der Freiheit und der Kunst zu widmen. Als der drohende Krieg schließlich ausbricht, werden die Jugendlichen in einen Sog der Gefühle, von Anfeindungen und nationalistischer Kriegsbegeisterung hineingezogen.

Sigrid Heuck, Eulengespenst und Mäusespuk

andreas.markt-huter - 09.06.2014

„Vor langer Zeit zog einmal ein kleiner Wanderzirkus durch das Land. Zu seinen Zirkustieren gehörte eine weiße Eule. Über hohe Berge und durch tiefe Täler wanderte er und vorbei an Wäldern, Wiesen und Feldern.

Die weiße Eule ist Teil einer Tierschau im Zirkus und wird in seinem viel zu engen Käfig von allen Kindern bewundert. In ihrem Zirkusleben hat sie noch nie erfahren, wie es sich anfühlt zu fliegen, dass es auch noch andere Eulen gibt. Auch hat sie noch nie eine Maus gefangen. Eines Tages wird die Eule vom Zirkusdirektor an einen Gärtner verkauft, um die Gespenster auf dem Speicher zu verjagen.