Nina Blazon, Lillesang - Das Geheimnis der dunklen Nixe
„Sandige Hände wühlten sich aus dem Sand, grabschten nach ihr, krallten sich in den Saum ihrer Jeans. Das Lied war lauter geworden, der glockenhelle Klang schnürte Jo die Kehle zu, so traurig und sehnsuchtsvoll war die Melodie. Und dann hatte sie das Mädchen fast eingeholt.“ (85)
Immer, wenn von Wasser und Meer die Rede ist, reagiert Jolandas Mutter geradezu panisch. Sie verbietet ihr sogar mit ihrer Freundin Tanja deren Verwandte am Meer zu besuchen. Als Inges letzte Verwandte Mette stirbt, muss sie nach Dänemark fahren, um den Nachlass zu regeln. Jolanda, kurz Jo genannt, und ihr Vater Tom begleiten sie, auch wenn die Aussicht, dass Mettes Strandhaus am Meer liegt, Jos Mutter Angstzustände bereitet.
„Auf Burg Knatterstein ging es wieder einmal hektisch zu. Seit kurzem hörte man ein Geräusch auf der Burg. Es kam näher und klang ziemlich komisch. Trapp-schnauf, trapp-schnauf, machte es. Und dann Mröööhhh!“ (7)
„Das 13-jährige Mädchen Tongli stand an der Tür ihres Hauses und schaute dem mächtigen Nachtvogel nach. Sie war unruhig. Es war fünf Uhr morgens, Zeit für sie, sich auf den Weg zur Schule zu machen. Doch in ihrer Bergwelt herrschte noch immer Nacht.“ (9)
„Wenn ihr jemals von der CIA befragt worden seid, wisst ihr genau, wie ich mich zwei Stunden später fühlte, als ich auf dem Rücksitz einer Limousine saß und beobachtete, wie sich die Innenstad in Vorstädte verwandelte und die Vorstädte in freie Natur.“ (16)
„Tiere haben ihre ganz bestimmten Eigenschaften. Der Wolf ist böse, der Hase ängstlich, der Fuchs schlau und die Eule klug. »Das ist eine dumme Allerweltsweisheit«, schimpfte mein Großvater immer, »und stimmt so wenig, als sagte man: die Schotten sind geizig, die Spanier stolz oder alle Mädchen aus Polen sind schön.«“ (12f)
„Ich wünschte, ich hätte schon viel früher angefangen, Tagebuch zu schreiben, denn wer auch immer mal später meine Biographie verfasst, wird wissen wollen, was in meinem Leben vor der Junior Highschool passiert ist. Zum Glück erinnere ich mich an alles, was in meinem Leben vor der Junior Highschool passiert ist.“ (1)
Der Sammelband „Jede Menge Quatsch-Geschichten“ versammelt die großen Klassiker der Kinderliteratur der Gegenwart wie Christine Nöstlingers Geschichten vom Franz, Astrid Lindgreens Pipi Langstrumpf, Erhard Dietls Geschichten von den Olchis oder Paul Maars Sams im Glück.
„Es waren einmal ein Bär, ein Elch und ein Biber. Die drei waren beste Freunde und liebten das Abenteuer. Aber so manches Mal stand ihnen ihr eigener Ehrgeiz im Wege.“
„Unter allen Monstern, die sich auf der Erde tummeln, ist der Mensch das verbreitetste. Aber da ist noch eine andere, seltenere und weniger bekannte Art. Das ist der Yark. Der Yark liebt Kinder.“ (5)
„Umständlich dreht Opapa den Brief um. Gespannt beugen sich alle über die Karte. »Da ist der Schatz!« Feierlich legt Opapa seine Pfote auf ein großes Kreuz. »Aber wo ist da?«, fragt Tutu. »Da ist, wo drei Bäume dicht beisammenstehen«, erklärt Tafiti andächtig.“ (17)