Eva Moraal, Tiere an Fluss und Küste
„Den Tieren in diesem Buch begegnen wir beim Spazierengehen. Sie alle haben sich an das Leben in unserem – zugegebenermaßen – recht vollen kleinen Land angepasst. Doch Tiere kennen keine Grenzen. Der Graureiher auf der Insel Krautsand in der Elbe bei Hamburg sitzt genauso ruhig am Wassergraben und wartet auf einen Frosch wie sein Verwandter bei uns um die Ecke.“ (S. 7)
Das Kindersachbuch „Tiere an Fluss und Küste“ aus der Reihe „Unser wildes Zuhause“ stellt 35 verschiedene Tiere vor, vom Biber über das Blaukehlchen, den Blaureiher und dem Kammmolch bis hin zu Steinkauz, Rotfuchs und der bauchigen Windelschnecke.
„Einst lebte mit etlichen Tanten so froh / das Pinguinkind Ponti Pento im Zoo. / Die Tanten erwähnten ein Land sehr weit draußen: / »Und dort, wo die Sonne stets scheint, ohne Pausen, / da watscheln gigantische Pinguinscharen / am Südpol im Schnee schon seit ewigen Jahren.«“
„Der Hase merkt am Ostermorgen: / Er muss die Eier noch besorgen! / Drum läuft er rasch zum Hühnerstall. Hier gibt es Eier überall. // Er bringt die Eier in den Bau. / Dort steh’n schon Farben - rot, gelb, blau - / und jedes Osterhasenkind / schwingt seinen Pinsel ganz geschwind.“
„Aus einer Tür im Hügel drin, / im Herbst bei Wind und Wetter, / trat einmal ein kleiner Kerl, / es tanzten bunt die Blätter. // Du wirst ihn wohl auch sehen, / da oben, schau genau: / zwei Ohren, Wackelnäschen / und da blitzt etwas Blau …“
„Die Morgenluft weht mit dem Rauch / durch alle Wipfel einen Hauch, / ein leises Wispern vom Beginn … / hinab … / zu einem Mädchen hin. // Noch ist der Frühling recht frostig, / das Törchen morsch, die Angeln rostig, / da wartet Ava ungestört, …/ … bis sie vertraute Schritte hört. / Sie schnellt herum und jubelt: »Ja! / Oh, Großvater, jetzt bist du da!«“
„Auf dem Turm von Burg Königsbart knattern die Fahnen lustig im Wind. »Uff«, schnauft Ragnar, »das waren viele Stufen!« Elmi kichert. Vor der sonnigen Landschaft sieht das Hermelin aus wie eine Wolke am Himmel. »Aber von hier oben kann man den Buckelwald sehen«, antwortet es. »Und da liegt tatsächlich Schnee – mitten im Sommer!«
„Ein Maultier, eine Milchkuh und ein Minipferd stehen unter dem Stalltor und warten, dass die Sonne aufgeht. In allem liegt eine Stille – im feuchten Holz des Stalls, in den Geräten, die an den Wänden hängen, in dem dunklen Himmel über dem Stall. Wenn der Wind bläst, macht die Wetterfahne ein stetes Quiek-quiek-quiek und auch darin liegt eine Stille.
„Der Biberbär Mister O'Lui war zufrieden. Er hatte schließlich alles, was er brauchte. Ein schönes Zuhause, ein Käsebrot mit Marmelade und seinen Kakaobecher. Gut gelaunt las er die Sonntagszeitung. Dort stand: Sind sie wirklich rundum glücklich? Mister O'Lui überlegte. Nun, Glücklich war ein ziemlich großes Wort. Er wog seinen Kopf hin und her und dachte nach.“
„In einer Grube unter einem knorrigen Baum entdecke ich etwas Grünes, etwas Grotteliges. »Grotti verlaufen.« Kaum hatte es mich gesehen, da packte es mich und zwackte es mich und wollte einfach nicht mehr loslassen!“
„Hier in diesem alten Wald steht die Tanne Archibald. Die hatte nur den einen Traum: Sie wär so gern ein Weihnachtsbaum. Mit bunten Kugeln, vielen Kerzen, Perlenketten, Knusperherzen und obendrauf, da hätt sie gern, einen Weihnachtsfunkelstern.“