Monika Icelly (Hg.), Das große Österreich-Buch für Kinder
„Wo immer du Tirol betrittst: Du bist hoch oben. In etwa 1000 Meter Höhe bis du bei Hochfilzen, wenn du mit der Österreichischen Bundesbahn von Osten kommst. Annähernd 1300 Meter hoch bist du, wenn du im Westen durch den Arlbergtunnel nach Tirol fährst. […]“ nach Hans Weigel (201)
Jedes österreichische Bundesland hat seine eigentümlichen Geschichten, die sein Lebensgefühl, seine Identität, seine Landschaft und seine Geschichte wiederspiegeln. Im großen Österreich-Buch finden sich jeweils auf 30 Seiten Erzählungen, Porträts, Sagen, Rezepte u.a. ausgewählte Texte zu den einzelnen österreichischen Bundesländern.
„Hallo, liebe Freunde! Ich will euch ein paar spannende Geschichten aus meinem Leben erzählen. Ihr werdet aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommen.“ (69)
„Tomte Tummetott ist wach. Er wohnt in einem Winkel auf dem Heuboden, und nur des Nachts, wenn die Menschen schlafen, kommt er hervor. Alt ist Tummetott, uralt. Viele Hundert Winter hat er erlebt.“
„Zwei große Flüsse fließen durch den Nahen Osten Richtung Süden: Euphrat und Tigris. Das Land zwischen diesen Strömen wird oft als Wiege der Zivilisation bezeichnet. Hier entstanden ab etwa 3500 v. Chr. die ersten Städte, Staaten und Weltreiche.“ (6)
„Grantel schlüpft durch die Katzenklappe ins Haus. Größer ist er nämlich nicht. Echte Hauswichtel sind nicht besonders groß. Sie sind klein, flink und grantig. Und tragen immer graue Kleider, bis auf die rote Zipfelmütze, darum entdeckt man sie fast nie.“ (8)
„Blumengeister! Das sind Blumengeister!“, schrie Jessica begeistert. Blumengeister, gibt’s die?“, wunderte sich Robert. „Nein, das glaub ich nicht.“ „So schau doch!“ „Ich seh noch immer nichts. Nein, Blumengeister, die gibt’s nicht!“ Oder etwa doch? (32)
„Ein berühmter König, der fragt, ob er einen Krieg beginnen soll, erhält die Antwort, er würde ein großes Reich zerstören – es ist dann sein eigenes.“ (332)
„Opa, erzähl mir was“, sagte Herbert. „Was soll ich erzählen?“ „Irgendwas – eine Geschichte!“ „Hm.“ Der Großvater kratzte sich am Kinn. „Warte, da muss ich erst nachdenken“, sagte er. „Denk nicht so lange nach, erzähl lieber!“, sagte Herbert. (11)
„Für die kleine Meerjungfrau gab es keine größere Freude, als von der Menschenwelt droben zu hören; die alte Großmutter musste alles erzählen, was sie von den Schiffen und Städten, Menschen und Tieren wusste …“
„Es war einmal ein Hase. Schon am ersten Tag seines Lebens fürchtete er den zweiten. Er fürchtete die Nacht und den Hunger. Er fürchtete das Wetter und jede Überraschung. Der Hase ging niemals schwimmen, kletterte nicht auf Bäume, blieb immer allein und hielt sein Geld zusammen.“