Charlotte Hütten (Hg.), Lustig rieselt der Schnee!
„»Ich bin in der Schule immer sehr fromm und habe mit Sicherheit ein großes Geschenk verdient«, sagt Beate zum Weihnachtsmann. »Ach ja?«, fragt dieser. »Ja. Denn immer, wenn ich eine Frage der Lehrerin beantworte, schlägt sie die Hände über dem Kopf zusammen und sagt ‚Mein Gott, mein Gott!‘«“ (S. 9)
Auch wenn Weihnachten als die besinnliche Zeit gilt, spricht wenig dagegen, dass sie auch fröhlich und unterhaltsam sein darf. „Lustig rieselt der Schnee“ bietet dazu eine Fülle an Witzen zur Weihnachtszeit, speziell für Kinder erzählt.
„Zwanzig Zwerge machen Handstand, / zehn am Wandschrank, zehn am Sandstrand.“
„Zu dem Zeitpunkt, da diese Geschichte beginnt, war allerdings schon reichlich lange nichts Denkwürdiges mehr in Ham vorgefallen. Das behagte dem Bauern Giles von Grund auf: Er war einer von den Langsamen, ein Mensch mit ziemlich wohlgeregelten Gewohnheiten und vollauf mit seinen eigenen Angelegenheiten beschäftigt.“ (S. 39)
„Die Kopflaus wurde geboren zwischen zwei Ohren. Sie ist an einer Wurzel geschlüpft und sofort danach auf Köpfe gehüpft. So kann die Kopflaus am besten ein neues Zuhause testen.“
„»Es war einmal, vor langer Zeit«, sagte Mrs Peters zu ihrer sechsten Klasse. »Das sind die magischsten Worte, die je gesprochen worden sind, und sie bilden das Tor zu den großartigsten Geschichten aller Zeiten.«“ (S. 21)
Die Kids bekommen heutzutage alles an Information vorgesetzt, was sie für die Gier nach Konsum brauchen. Die Digitalisierung dient vor allem dazu, den Online-Handel schon bei den Kleinsten in Schuss zu halten. Sogenannte wahre Werte kommen kaum mehr vor, am ehesten noch in Kinderbüchern, die fast schon als Untergrundware gehandelt werden.
„»Die Galaktika ist einer der größten und modernsten Raumkreuzer der IU. Und sie ist sehr neu«, durch brach Paloma die Stille. »Etwas ganz Neues«, fügte sie dann noch hinzu und sah mich mit einem Blick an, den ich nicht deuten konnte.“ (S. 36)
„Eines Nachts wurde der Brückentroll von seltsamen Geräuschen geweckt. Verschlafen setzte er sich unter seiner Brücke auf und erblickte einen anderen Troll, der seinen Briefkasten neugierig musterte. »Was machst du denn hier?«, fragte der Brückentroll. »Hmm«, machte der fremde Troll und kratzte sich am Kopf.“ (S. 3)
„Diese Geschichte ist zu achtundneunzig Prozent wahr. Damit meine ich, liebe Leser, dass ich so dicht an der Wahrheit dranbleibe, wie es nur geht. Mrs Appleyard hat gesagt, alle Menschen würden lügen. Sie selbst wusste es am allerbesten. Unsere selige Vermieterin hat nämlich die ganze Zeit gelogen. Und betrogen. Und alle abgezockt, die in ihrem Miethaus wohnten, den Bright House Apartments.“ (S. 5)
„Wir alle kennen mindestens eine Sage oder Legende aus unserem Kulturkreis. Manche dieser überlieferten Geschichten erzählen von vertrauten menschlichen Unzulänglichkeiten, andere wiederum erscheinen uns wild fantastisch, und einige mögen sogar ein bisschen gruselig sein.“ (S. 124)