Unterhaltung

Charlotte Hütten (Hg.), Lustig rieselt der Schnee!

andreas.markt-huter - 30.11.2019

weihnachtswitze„»Ich bin in der Schule immer sehr fromm und habe mit Sicherheit ein großes Geschenk verdient«, sagt Beate zum Weihnachtsmann. »Ach ja?«, fragt dieser. »Ja. Denn immer, wenn ich eine Frage der Lehrerin beantworte, schlägt sie die Hände über dem Kopf zusammen und sagt ‚Mein Gott, mein Gott!‘«“ (S. 9)

Auch wenn Weihnachten als die besinnliche Zeit gilt, spricht wenig dagegen, dass sie auch fröhlich und unterhaltsam sein darf. „Lustig rieselt der Schnee“ bietet dazu eine Fülle an Witzen zur Weihnachtszeit, speziell für Kinder erzählt.

John R. R. Tolkien, Bauer Giles von Ham

andreas.markt-huter - 23.11.2019

bild_tolkien_ bauer giles von ham„Zu dem Zeitpunkt, da diese Geschichte beginnt, war allerdings schon reichlich lange nichts Denkwürdiges mehr in Ham vorgefallen. Das behagte dem Bauern Giles von Grund auf: Er war einer von den Langsamen, ein Mensch mit ziemlich wohlgeregelten Gewohnheiten und vollauf mit seinen eigenen Angelegenheiten beschäftigt.“ (S. 39)

John R. R. Tolkien hat seine Geschichte vom Bauern Giles von Ham zur Unterhaltung für seine Kinder, nach einem Picknick, bei dem sie von einem Gewitter überrascht worden sind erfunden und ihnen zunächst mündlich erzählt. Erst zwanzig Jahre später veröffentlicht er eine erweiterte Fassung der Geschichte. Das Buch enthält beide Versionen der Geschichte: die erweiterte Fassung und ihre ursprüngliche, kürzere und mündlich erzählte Version.

Martin Baltscheit, Das Läusegedicht

andreas.markt-huter - 19.11.2019

bild: martin baltscheit_das läusegedicht„Die Kopflaus wurde geboren zwischen zwei Ohren. Sie ist an einer Wurzel geschlüpft und sofort danach auf Köpfe gehüpft. So kann die Kopflaus am besten ein neues Zuhause testen.“

Wenn Kinder im Kindergarten plötzlich von Läusen heimgesucht werden, bringt das gleich eine ganze Menge Aufregung mit sich. Mit viel Humor zeigt Martin Baltscheit auf, dass es so eine Kopflaus auch nicht leicht hat im Leben und weshalb sie sich ausgerechnet deinen Kopf ausgesucht hat.

Chris Colfer, Land of Stories - Die Suche nach dem Wunschzauber

andreas.markt-huter - 16.11.2019

bild: chris colfer land of stories - wunschzauber„»Es war einmal, vor langer Zeit«, sagte Mrs Peters zu ihrer sechsten Klasse. »Das sind die magischsten Worte, die je gesprochen worden sind, und sie bilden das Tor zu den großartigsten Geschichten aller Zeiten.«“ (S. 21)

Das Leben der zwölfjährigen Alex und ihres Zwillingsbruders Conner steckt in einer tiefen Krise, nachdem ihr Vater unerwartet bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Ihre Mutter arbeitet meist bis spät in die Nacht hinein, um die zahlreichen Rechnungen bezahlen zu können. Als die beiden zu ihrem zwölften Geburtstag von ihrer Großmutter ein altes Märchenbuch geschenkt bekommen, ahnen sie nicht, dass sich ihr Leben für immer verändern wird.

Johann Kapferer, Die pfefferminzgrüne Lokomotive

h.schoenauer - 09.11.2019

johann kapferer, die pfefferminzgrüne lokomotiveDie Kids bekommen heutzutage alles an Information vorgesetzt, was sie für die Gier nach Konsum brauchen. Die Digitalisierung dient vor allem dazu, den Online-Handel schon bei den Kleinsten in Schuss zu halten. Sogenannte wahre Werte kommen kaum mehr vor, am ehesten noch in Kinderbüchern, die fast schon als Untergrundware gehandelt werden.

Johann Kapferer schickt mit seiner „pfefferminzgrünen Lokomotive“ ein fröhliches Kinderbuch auf die Reise. Der Titel ist schon freundlich, und das Herz geht gleich auf, wenn man den Namen der Lokomotive hört: Lotte! Lotte ist eine kuschelige E-Lok, die vom Lokomotivführer Heinrich jeden Tag aus der Remise geholt wird. Wahrscheinlich ist auch Heinrich irgendwie grün und ist somit als Grüner Heinrich eine echt literarische Figur.

Joachim Friedrich, Galaktika

andreas.markt-huter - 02.11.2019

joachim friedrich, galaktika„»Die Galaktika ist einer der größten und modernsten Raumkreuzer der IU. Und sie ist sehr neu«, durch brach Paloma die Stille. »Etwas ganz Neues«, fügte sie dann noch hinzu und sah mich mit einem Blick an, den ich nicht deuten konnte.“ (S. 36)

Der elfjährige Tom wurde als Baby von seiner Mutter in einem Krankenhaus abgegeben und lebt nun in einem Heim für Waisenkinder. Lange Zeit war er der Meinung, dass seine Eltern ihn verlassen haben, weil er an beiden Füßen nur vier Zehen hat. Tom fühlt sich wohl im Waisenhaus, einmal, weil er Heimleiter Ecke nett findet, vor allem aber weil er im Mischlingshund „Salami“ einen neuen Freund gefunden hat.

Thomas Hussung, Der Brückentroll und die Zugbrückentrollwohngemeinschaft

andreas.markt-huter - 29.10.2019

thomas hussung der brückentroll„Eines Nachts wurde der Brückentroll von seltsamen Geräuschen geweckt. Verschlafen setzte er sich unter seiner Brücke auf und erblickte einen anderen Troll, der seinen Briefkasten neugierig musterte. »Was machst du denn hier?«, fragte der Brückentroll. »Hmm«, machte der fremde Troll und kratzte sich am Kopf.“ (S. 3)

Der fremde Troll hat den Namen „Troll“ auf dem Briefkasten unter der Brücke gelesen und glaubt nun, dass er unter der Brücke zu Hause sei, ist er doch eben ein Troll. Höchste Zeit zu erklären, dass ein „Zugbrückenwärter-Assistenten-Troll ein ganz besonderer Troll ist, der dabei hilft, die Brücken für die durchfahrenden großen Schiffe hochzuziehen.

Tom Llewellyn, Das Elixier der teuflischen Wünsche

andreas.markt-huter - 26.10.2019

tom llewellyn, das elixier der teuflischen wünsche„Diese Geschichte ist zu achtundneunzig Prozent wahr. Damit meine ich, liebe Leser, dass ich so dicht an der Wahrheit dranbleibe, wie es nur geht. Mrs Appleyard hat gesagt, alle Menschen würden lügen. Sie selbst wusste es am allerbesten. Unsere selige Vermieterin hat nämlich die ganze Zeit gelogen. Und betrogen. Und alle abgezockt, die in ihrem Miethaus wohnten, den Bright House Apartments.“ (S. 5)

Seit Gabriels Vater, Johann Silver, seinen Job verloren hat, ist die Familie, seine Mutter Kathleen und seine beiden jüngeren Schwestern, gezwungen, ins Brighthouse zu übersiedeln, ein heruntergekommenes Haus mit acht Wohnungen und zahlreichen verschrobenen Mietern.

Katja Alves, Die Rache der schwarzen Katze und andere Sagen aus der Schweiz

andreas.markt-huter - 24.10.2019

katja alves, die rach der schwarzen katze„Wir alle kennen mindestens eine Sage oder Legende aus unserem Kulturkreis. Manche dieser überlieferten Geschichten erzählen von vertrauten menschlichen Unzulänglichkeiten, andere wiederum erscheinen uns wild fantastisch, und einige mögen sogar ein bisschen gruselig sein.“ (S. 124)

Katja Alves präsentiert dreiundzwanzig Sagen aus allen vier Sprachregionen der Schweiz, wobei sie bewusst versucht, diese möglichst frei nachzuerzählen, um diese möglichst „pointiert und lebendig“ wirken zu lassen. Versammelt wurden bekannte und weniger bekannten Sagen der Schweiz, denen zahlreichen Illustratorinnen und Illustratoren ihre persönlichen Bildideen beigesteuert haben.