Tor Freeman, Willkommen in Oddleigh
„»Bevor ich diese Tür öffne, sollten sie beide sich besser wappnen.« »Keine Sorge, Lady Angora, wir sind Profis.« »Brr! Ist das kalt!« »Keuch!!! Was ist das hier??« »Der Kühlraum. Hier lagern wir alle, die versucht haben, den Fluch zu brechen, und gescheitert sind! Tapfere, Unschuldige Männer und Frauen …«“ (S. 8)
In der kleinen, sonderbaren Stadt Oddleigh gehen merkwürdige Dinge vor sich und so haben Chiefinspektor Jessie und Sergeant Sid mit ihren außergewöhnlichen immer alle Hände voll zu tun, wenn es heißt Gespenster zu jagen oder Sekten zu beobachten.
„»Und wieder versteht Ihr etwas nicht, Ansyled. Wir sprechen von schwarzen Runen, aufgeschrieben von Alben selbst, durchtränkt von ihrer Bosheit. Sie werden Ayrin vergiften, sobald sie das Buch aufschlägt und die ersten Zeichen entdeckt.« (S. 39)
„Die ganze Stadt lag in tiefem Schlaf. Nur im Zimmer von Moritz brannte noch Licht. Er war wütend und konnte nicht einschlafen. Irgendjemand hatte ihm sein liebstes Buch geklaut. Das Buch mit dem roten Umschlag, »Die tollsten Seeräubergeschichten«, war verschwunden.“
„In diesem Augenblick hörte er sie. Und plötzlich überfiel ihn wieder die Angst. Sie waren zu viert. Drei Erwachsene und ein Kind. Das Kind hielt die Fackel, die ihnen leuchtete. »Er ist nicht weit, ich weiß, dass er nicht weit ist.« »Wir kriegen ihn. Auch er muss zahlen. Wie seine Eltern.«“ (S. 10)
Im Sagenschatz der Habenichtse gilt der Popo als das wichtigste Organ, mit ihm kann man auch dann noch einen Haufen machen, wenn man sonst nichts mehr besitzt. Der Popo ist nicht nur das witzigste Organ des Menschen, er ist auch der größte Geschichtenerzähler, weil er vor allem mit Tabus handelt und diese elegant umschreibt.
„Deine Erinnerungen werden allerdings zurückkommen. Die Guten wie die nicht so guten. Vorausgesetzt, Du nimmst das Erbe an, das ich Dir hinterlassen habe. Denn ich habe Dir, liebes Kind, nicht nur den Wald hinterlassen und dieses Haus, ich hinterlasse Dir das Größte und Wertvollste, was ich habe: mein Hexenkraft.“ (S. 38)
„Eins / Vom Suchen und Finden. Von vielen Fragen. / Vom Stelldichein der stummen Sänger / und einem seltsamen Brief. / Von einem Platz fürs Wolkenkuckucksheim. / Und von viel Musik.“ (S. 9)
„»Erzähl Mu von dem Preis, den Shika zahlen musste«, sagte Kuro. »Von der Maske.« »Diese Hirschmaske, die er zum Zaubern benutzt«, sagte Kiku. »Sie steckt auf Shikas Gesicht fest. Er kann sie nicht mehr abnehmen. Shika ist jetzt halb Mann, halb Hirsch.«“ (S. 62)
„Daddy ist nicht grundlos verschwunden. Ich glaub, jemand wollte ihn verschwinden lassen. Aber warum? Ziemlich sicher darf niemand wissen, dass ich dieses Tagebuch habe. Und darin steht ganz klar, dass ich ihn finden soll. Aber das ist das Einzig, das darin klar ist.“ (S. 17)
„Virulento ist ein Bösewicht, man hört und sieht und riecht ihn nicht. Er ist hinterhältig, verschlagen und gemein, und macht sich deshalb winzig klein. Virulentos Vorhaben ist einfach zu erklären, er will sich in unseren Körpern vermehren.“