Aktuelle Buchtipps

 

Franz Josef Noflaner, Dichter Worte. Menschen Blicke

andreas.markt-huter - 12.10.2018

franz josef noflaner, dichter worteIn einer völlig erschlossenen, zivilisierten und geschäftlich austarierten Kunstwelt sind wir dann völlig fertig, wenn jemand auftaucht, der das Außenseitertum zur Kunst erhoben hat und auf alles pfeift.

Als Franz Josef Noflaner 1989 stirbt, geht er niemandem ab, das ist eigentlich das Übliche im Tiroler Kunst- und Literaturbetrieb. Aber als man dann das Werk exemplarisch 2017 in einem Schuber vorstellt, sind alle verblüfft. Im Textteil wimmelt es nur so von hermetischen Texten, die mit dem Vokabular des Talschlusses und dem Formelvorrat der Romantik massenweise Themen abhandeln und die dann entstehen, wenn nichts passiert. Im Bildteil stechen vor allem die Kugelschreiber-Bilder hervor, die als Vignetten ausgeführt von einem gewaltigen Zeitverbrauch bei der Entstehung der ausgekritzelten Flächen künden.

Mickaël Launay, Der große Roman der Mathematik

andreas.markt-huter - 11.10.2018

Titelbild: Mikael Launay, Der große Roman der Mathematik„Lassen Sie sich mitnehmen auf die verschlungenen Wege einer der faszinierendsten und verblüffendsten Wissenschaften, denen die Menschheit sich gewidmet hat. Brechen wir auf zur Begegnung mit den Frauen und Männern, deren überraschende Entdeckungen und fabelhaften Einfälle wir die Geschichte dieser Wissenschaft zu verdanken haben. Schlagen wir gemeinsam den großen Roman der Mathematik auf.“ (9)

Mickaël Launay lädt seine Leserinnen und Leser ein, auf eine ebenso aufregende wie spannende Reise durch die Geschichte der Mathematik, von ihren Anfängen mit geometrischen Formen auf Keramikgefäßen in Mesopotamien oder gar in der Geometrie von Steinkeilwerkzeugen der Steinzeit bis in die abstraktesten Höhen der Mathematik der Gegenwart.

Thomas Ballhausen, Mit verstellter Stimme

andreas.markt-huter - 10.10.2018

thomas ballhausen, mit verstellter stimmeWenn in der Lyrik ein Titel scheinbar klar ist, ist Vorsicht geboten, diese Klarheit ist bloß ein erster Schutzschild, mit dem sich die Poesie gegen zu schnelle Vereinnahmung durch die Leser wehrt.

Thomas Ballhausen bietet seine Lyrik „mit verstellter Stimme“ an, aber schon im Untertitel warnt er, dass es sich dabei um halb kriminelles, verschollenes und mystisch-forensisches Material handeln könnte. So lassen sich die Gedichte auch aus verschiedenen Blickwinkeln lesen, mal als Protokoll zu einem Naturereignis, als Mitschrift einer psychiatrischen Behandlung oder als verschlüsselte Tagbuchnotizen eines lyrischen Ichs.

Michael Ende, Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

andreas.markt-huter - 09.10.2018

titelbild: michael ende, jim knopf und lukas der lokomotivführer„Das Land, in dem Lukas der Lokomotivführer lebte, hieß Lummerland und war nur sehr klein. Es war sogar außerordentlich klein im Vergleich zu anderen Ländern wie zum Beispiel Deutschland oder Afrika oder China.“ (5)

Michael Endes Kinderbuchklassiker „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ wurde im Frühjahr 2018 für das Kino verfilmt. Die Neuauflage des Werkes bietet den jungen Leserinnen und Lesern nun das Kinderbuch mit zahlreichen original Fotos aus dem Film.

Michael Körner, Lernzielkontrollen Geschichte

andreas.markt-huter - 08.10.2018

Michael Körner, Lernzielkontrollen„Der wesentliche Nutzen wird vor allem in der diagnostischen Auswertung liegen. Was ist beim Schüler vom vorher behandelten Stoff hängen geblieben, wer benötigt noch Hilfe oder wer hat noch Förderbedarf. Diese Fragen können durch den Einsatz der Kontrollen schnell beantwortet werden.“ (5)

Die Lernzielkontrollen orientieren sich an den zentralen Kernthemen der Geschichte, wobei der Schwerpunkt in der jüngeren Geschichte auf der Geschichte Deutschlands liegt. Dabei werden zu den jeweiligen Inhalten Lernzielkontrollen jeweils für zwei unterschiedliche Anforderungsniveaus angeboten und berücksichtigen dadurch unterschiedliche Alters- und Leistungsniveaus der Schülerinnen und Schüler.

Friedbert Stohner, Ich bin hier bloß der Hamster

andreas.markt-huter - 06.10.2018

„Um es gleich zu sagen: Wir Hamster mögen Menschen. Warum. Weil sie so schön leicht zu erziehen sind. Du klammerst dich ans Käfigtürchen – schon nehmen sie dich heraus.“ (5)

Oleg ist ein kleiner ausgefuchster Hamster, der weiß wie er seine Menschen zu erziehen hat. Er ist völlig zufrieden mit seiner Familie Könnemann, mit Mama, Papa, Max und Mimi, mit denen er großes Glück gehabt hat und die außerdem noch sehr lernwillig sind.

Siegfried Nitz, Aber wir hatten dich doch alle so lieb

andreas.markt-huter - 05.10.2018

siegfried nitz, aber wir hatten dich doch alle so liebSeit Kafka wissen wir, ein echtes Gerichtsverfahren dauert ein Leben lang und endet in einem Steinbruch oder als offene Ratlosigkeit.

Siegfried Nitz schickt eine Heldin in ein jahrzehntelanges Gerichtsverfahren, die alle Kafka-Zutaten mitbringt, die Protagonistin Margreth wird plötzlich Alleinerbin, ihr Konkurrent Helmuth büßt eine langjährige Haftstrafe ab, dann kommt er raus und will sein Erbe. Margreth hat neben Liegenschaften und Kohle ein verschnürtes Papierbündel geerbt, das sie nur im Notfall öffnen soll.

Waldtraut Lewin, Artussagen

andreas.markt-huter - 04.10.2018

Titelbild: waldtraut lewin, artussagen„Das Römische Reich, zu dem auch Britannien gehört hatte, war zugrunde gegangen. Nun herrschte in England über viele Jahrhunderte allein das Recht des Stärkeren. Auf der nebelumwallten Insel hatte das Christentum zwar Fuß gefasst, aber der Glaube an die alten keltischen Gottheiten war nie ganz ausgerottet worden.“ (9)

Die Geschichten und Erzählungen rund um den sagenhaften britischen König Artus, mit seinen übermenschlichen Helden, magischen Zauberern und Feen, haben die Menschen schon seit frühesten Zeiten zu fesseln vermocht und werden auch heute noch von Jung und Alt gerne gelesen.

Andrej Kurkow, Die Welt des Herrn Bickford

andreas.markt-huter - 03.10.2018

andrej kurkow, die welt des herrn bickfordWenn ein historischer Roman wahrhaftig angelegt ist, hält sich sogar die künftige Geschichte daran, aus einer Aufarbeitung der Geschichte wird eine Gebrauchsanweisung für die Zukunft.

Andrej Kurkow hat seinen ersten historio-grotesken Roman 1993 in Kiew verfasst und im kleinen Kreis im Untergrund verbreitet. Die frühen 1990er Jahre gelten in den GUS-Staaten mittlerweile als die Jahre von wirtschaftlichem Chaos aber intellektuellem Glanz. Alles gilt als aufgelöst und die neuen politischen Strukturen sind höchstens als Groteske zu erkennen.

Katharina E. Volk, Das verrückte Wiesengeflüster

andreas.markt-huter - 02.10.2018

Titelbild: Katharina volk, das verrückte wiesengeflüster„An einem sonnigen Frühlingstag trabt das Schaf aufgeregt über die Lichtung. Gerade haben ihm die Amseln im Vorbeifliegen eine Neuigkeit zugezwitschert. »Das ist ja unglaublich«, murmelt das Schaf. »Das muss ich unbedingt jemandem erzählen.«“

Auf der Wiese am Waldesrand geht ein Gerücht um, dass bei den Hasen etwas geschehen sei. Sie sollen sogar eins auf die Nase bekommen haben und das obwohl die Hasenfamilie so hilfsbereit und beliebt ist.