Aktuelle Buchtipps

 

Nikolaus Heidelbach, Wenn ich groß bin, werde ich Seehund

andreas.markt-huter - 30.07.2012

„Das Meer, dessen sanften, furchtgebietenden Wogen von einer darunter verborgenen Seele künden, birgt ein Geheimnis – aber welches?“ schrieb Herman Melville, der Schöpfer des Moby Dick.

Auch Nikolaus Heidelbachs Geschichte „Wenn ich groß bin, werde ich Seehund“ birgt ein Geheimnis, das eng mit dem Meer verbunden ist.

Franz Tumler, Nachprüfung eines Abschieds

h.schoenauer - 29.07.2012

Manchmal ist eine Erzählsituation so eindringlich, dass man von der ersten Zeile an im Text eingegraben nach einer Lösung sucht.

Eingegraben in Erinnerung ist die Grundkonstellation des Erzählers in Franz Tumlers „Nachprüfung eines Abschieds“ aus dem Jahre 1961. In einem Haus, das eine Ruine ist, sitzt der Beobachter im Keller, schaut ins Freie und die Erd-Kante verläuft dabei in der Höhe des Mundes draußen zur Straße zu.

Nicolai Hannig / Hiram Kümper, Rezensionen

h.schoenauer - 28.07.2012

„Dieses Buch will ein Arbeitsbuch sein, es soll nicht nur die Arbeit mit, sondern auch das Verfassen von Rezensionen seinen Leserinnen und Lesern nahebringen.“ (10)

„Rezensionen“ behandelt die kritische Besprechung Wissenschaftlicher Bücher, wozu sie dienen, wie sich mit ihnen arbeiten lässt, wie sie gefunden und nicht zuletzt geschrieben werden.

Lene Mayer-Skumanz, Psst, ein Mammut

andreas.markt-huter - 27.07.2012

„Es ist also nicht gelogen, wenn Ark „Psst, ein Mammut!“ zischt. Sie sind weithin zu hören. Meistens mampft und gurgelt eine Gruppe am Ostufer des Mückenflusses, der Wind trägt ihre Unterhaltung herüber. (8)

Lena Mayer-Skumanz Abenteuerroman für Kinder spielt in der Steinzeit vor 25.000 Jahren als in der Gegend der heutigen niederösterreichischen Gemeinde Stillfried Grasland und Hügel der Löss-Tundren-Landschaft Rentieren und Mammuts ideale Lebensbedingungen boten.

Sepp Mall, Berliner Zimmer

h.schoenauer - 26.07.2012

Manchmal wird ein unverwechselbares Arrangement an Orten festgemacht. Neben bekannten Speisen, die sich nach einer Stadt nennen und dadurch in aller Munde sind, gibt es auch architektonische Feinheiten wie etwa den spanischen Balkon.

Was aber hat es nun mit Berliner Zimmer in Ein- und Mehrzahl auf sich?

Henriette Wich, Meine Daily Soap

andreas.markt-huter - 26.07.2012

Buch-Cover

Eine gute Soap ist so realistisch, dass sie durchaus für das Original gehalten werden kann.

Für die jungerwachsene Janina ist es daher nicht immer klar, was jetzt im Fernsehen abläuft und was im Leben. Jedenfalls will sie Schauspielerin werden, weil sie so vielleicht das Leben selbst spielen kann.

Tor Ulven, Dunkelheit am Ende des Tunnels

h.schoenauer - 24.07.2012

Das Paradoxe ist oft so vage in der Selbstverständlichkeit versteckt, dass man es erst beim zweiten Hinsehen bemerkt. So gilt das Tunnelende, wenn man es von innen her anfährt, üblicherweise als hell, bei Tor Ulven hingegen geht die Finsternis des Tunnels fließend in die Dunkelheit seines Endes über.

Die elf Erzählungen handeln von diesem existentiellen „Tunnelblick“, der ausweglos in die Dunkelheit führt. Eine minimal ausgestattete Szenerie wird jäh von einem Beobachter aufgerissen, der eine Weile gegen seine Eindrücke kämpft und dann von diesen verschlungen wird.

Bettina Huter (Hrsg.), Oper im Kontext

andreas.markt-huter - 24.07.2012

Buch-Cover

Wer sich für die Salzburger Festspiele interessiert sollte auf den bemerkenswerten Sammelband über Opern-Produktionen vergangener Salzburger Festspielen zurückgreifen.

Der Tiroler Beitrag zu den Salzburger Festspielen wurde von der Tiroler Literaturwissenschafterin Bettina Huter herausgegeben.