Aktuelle Buchtipps

 

Christopher Golden / Tim Lebbon, Die geheimen Reisen des Jack London

andreas.markt-huter - 23.07.2012

Der Name Jack London steht synonym für Abenteuer und das Leben in der Wildnis. Mit Jack London verbinden wir Alaska gleichermaßen wie das raue Leben zur See.

Christopher Golden und Tim Lebbon haben die abenteuerliche Jugend Jack Londons zur Zeit des Goldrauschs in Alaska als Grundlage für ihren Abenteuerroman verwendet und ihn mit viel Fantasy- und Horrorelementen ausgebaut.

Josef Pedarnig, Miniaturen

h.schoenauer - 22.07.2012

Manche Geschichten schaffen es spielend, eine Gegend oder einen gesellschaftlichen Landstrich unvergesslich zu porträtieren.

Josef Pedarnig nennt seine Textsammlung aus mehreren Jahren zusammengetragen schlicht Miniaturen. Damit spielt er schon auf das Hauptthema an: Was kann in einem entlegenen Soziotop ein Thema sein, wenn nicht eine Miniatur, und werden in der Entlegenheit nicht auch große Dinge zu einer Miniatur?

Siegfried Frech / Boris Kühn (Hg.), Das politische Italien

andreas.markt-huter - 21.07.2012

„Dennoch nimmt Italien eine Sonderrolle unter den westeuropäischen Demokratien ein: 60 Regierungen seit 1945 sind ein Rekord …“

Italien ist den meisten deutschsprachigen Bewohnern nördlich der Alpen als Urlaubsland am Mittelmeer ein Begriff mit dem der südländische Lebensstil „La dolce vita“ verbunden wird. Wenn es um Fragen der Gesellschaft, Wirtschaft, Politik & Kultur Italiens der letzten 100 Jahre geht, ist das Allgemeinwissen darüber schon weniger ausgeprägt.

Achill Moser / Aaron Moser, Über die Alpen nach Italien

h.schoenauer - 19.07.2012

Werbung für Literatur geht oft eigenartige Wege. Da hat beispielsweise ein Verlag die Rechte eines Klassikers, was ist also naheliegender, als einen Zeitgenossen buchstäblich auf den Weg des Klassikers zu schicken.

Im Falle von Heinrich Heine wird das Gesamtwerk von jenem Verlag betreut, der auch den Abenteurer und Anthropologen Achill Moser losgeschickt hat, mit seinem an Afrika geschulten Blick die Alpen im Geiste Heines zu durchwandern. Der Abenteurer hat, um auch ein jüngeres Publikum anzusprechen, seinen zwanzigjährigen Sohn Aaron mit im Gepäck, der einen forschen Schritt hat und nach jedem Kapitel eine SMS an seine Mama schreibt.

Rüdiger Bertram, Coolman und ich - Ein Job für alle Fälle

andreas.markt-huter - 18.07.2012

„Neben mir steht ein Typ mit einer schwarzen Augenmaske und einem blauen Cape, das er über einem hautengen orangefarbenen Einteiler trägt. Das sieht ein bisschen komisch aus. Aber das ist nicht weiter schlimm, weil nur ich ihn sehen kann." (5f)

Der zwölfjährige Kai ist unglücklich in seine Schulfreundin Lena verliebt und überlegt, wie er sie für sich zurück gewinnen kann. Auf Rat von Coolman, der Kai schon begleitet seit er vier Jahre alt ist, beschließt er Lena einen Ring zu schenken. Über ein Online-Verkaufsportal entdeckt er einen Ring aus buntem Glas und will als Gebot 10,50 Euro bieten, tippt jedoch versehentlich 1.050 Euro ein und erhält natürlich prompt den Zuschlag.

Hannes Köhler, In Spuren

h.schoenauer - 17.07.2012

Seit Paracelsus wissen wir, dass alles eine Frage der Dosis ist. Hannes Köhler geht in seinem Roman „In Spuren“ der Frage nach, ab welcher Dosis eine Persönlichkeit entsteht beziehungsweise verschwindet.

Zu diesem Zweck gibt es eine interessante Versuchsanordnung im studentischen Milieu. Eine Kneipengruppe erzählt sich mehr oder weniger gelungene Witze und huldigt einem aktuellen Lebensprogramm:

Kinderspiel: Kai Haferkamp, Mission im Lesedschungel

andreas.markt-huter - 16.07.2012

Wie unterhaltsam „Lesen üben“ sein kann, zeigt das Kinderspiel „Mission im Lesedschungel“, bei dem sich diejenigen am besten zurechtfinden, die schnell und genau lesen können.

Beim tiptoi Spiel „Mission im Lesedschungel“ von Kai Haferkamp steht genaues Lesen und schnelles Erfassen der Aufgaben im Mittelpunkt. Das Spiel kann sowohl alleine als auch von bis zu vier Spielern in Angriff genommen werden.

Norbert Gerhold, Kosmische Alltagsmystik

h.schoenauer - 15.07.2012

Das gibt es in der Literatur auch: Man liest und versteht nichts, weiß aber, dass es einen Sinn hat, was man liest.

Norbert Gerhold befasst sich mit dem größten Stoff, den sich ein Hirn ausmalen kann, nämlich dem Kosmos und seiner Komplementärmenge. In einer sympathischen Einführung entschuldigt er sich beinahe wegen des gigantischen Themas, denn eigentlich wollte er ursprünglich nur einen Brückenschlag zwischen Theologie und Naturwissenschaft leisten.

Holger Albrecht u.a. (Hg.), Autoritäre Regime

h.schoenauer - 14.07.2012

Der mit Voltaire befreundete französische Philosoph Claude-Adrien Helvetius bemerkte: „Es ist das Wesen der despotischen Regierungsform, im Menschen die Regung der Leidenschaften abzuschwächen.“

Nach dem Ende des Kalten Krieges war die Hoffnung weit verbreitet, dass Demokratien westlichen Zuschnitts nun weltweit ihren Siegeszug halten würden. Diese Hoffnung ist nun einer ernüchternden Tatsache gewichen: