Norbert Lantschner, Wie atmet Liebe
Obwohl über die Liebe wahrscheinlich so gut wie alles gesagt ist, ist es doch von Buch zu Buch für den Leser aufregend, wie jemand für die aktuelle Gegenwart dieses Thema angeht.
Norbert Lantschner arbeitet international im vernetzten Bereich und so ist es kein Zufall, dass er seine poetischen Texte im ersten Schritt jeglicher Tagesrealität entrückt und das Überregionale, Zeitlose der Liebe anspricht.
Eine adäquate Kultur muss wahrscheinlich irreal wie die Menschheit sein, um als Ausdrucksform dieser Menschheit durchzugehen. So gesehen ist die Auto-Kultur etwas vom Höchsten, was die Menschheit in den letzten fünfzig Jahren hervorgebracht hat.
Manchmal muss man die Helden in die Versenkung stecken, um ihrer habhaft werden zu können.
Für ein friedliches Zusammenleben und Verständnis für den Anderen in einer zunehmend globalisierten Welt ist es nicht ganz unwichtig zu wissen, was "die Anderen" glauben, denn: was man nicht kennt macht oft angst und aggressiv.
Eine Geschichte der Neuzeit steht nicht nur vor der Schwierigkeit die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Ereignisse über einem Zeitraum von mehr als 500 Jahren darzustellen, sondern muss auch die immer rascheren Veränderungen, die zunehmende Geschwindigkeit und die zunehmende Globalisierung und Vernetzung des Lebens berücksichtigen.

Dass wir in einer Demokratie leben, erscheint uns heutzutage schon als ganz selbstverständlich. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass demokratische Regierungsformen noch die Ausnahme waren. Aber woher kommt eigentlich die Vorstellung, dass das Volk herrschen solle?
Im Zeitalter der Koch-Shows scheint es für manche Menschen nur noch ein Thema zu geben: Essen in allen Varianten und Kapazitäten.
So unüberschaubar lustvoll kann die Welt gar nicht sein, als dass nicht die bibliothekarische Ordnung durch das Alphabet eine gewisse Ruhe schaffte.