Thomas Brezina, Hot-Dogs Die Lehrer-Fernsteuerung
Den Zusammenhang zwischen einem sprechenden Klo, wildem Geschmuse mit dem Computerbildschirm, einer Lehrer-Fernsteuerung und Jungen, die Ballettröckchen tragen, herzustellen, erscheint auf den ersten Blick nicht einfach zu sein, doch Thomas Brezina gelingt dies mit seinem Buch "Hot Dogs - Die Lehrer-Fernsteuerung' sehr überzeugend.
Die Hot Dogs, das sind die vier Buben Robbi, Mäx, Conrad und Jian-Dong, die als Agenten der AAA (Agentur zum Aufspüren Außerirdischer Lebensformen) von ihrem Auftraggeber Popcorn die Aufgabe haben, die Erde vor einem Außerirdischen zu bewahren, der Menschen dazu bringt, allerlei Verrücktes aufzuführen. Mit List und Tücke sowie ausgestattet mit einem enormen Fundus an Spezialausrüstung bleiben die vier jugendlichen Geheimagenten schließlich Sieger im Kampf gegen das außerirdische Ungeheuer.
Aus den Tagen voller Lebens-Schutt lässt sich vortrefflich mit Lyrik ausbrechen, sind Gedichte doch ein weitverzweigtes System, welches im Gebirge im Gipfelkreuz Flimmern auslöst und an der Küste als Leuchtturm getarnt große Sehnsucht verströmt.
Irgendwie erinnert der Titel an ein weinendes Kind, das sich gerade den Kopf angeschlagen hat, und dann kommen die aufgeschreckten Erwachsenen daher gerannt und sagen der Reihe nach, es wird alles wieder gut.
Vielleicht ist Arbeit auch das, was zwischen den Generationen läuft. - Im Abspann des Buches wird eine Szene aus der indianischen Kultur erzählt, wo sich die Alten zusammensetzen und überlegen, was aus ihrem Erfahrungsschatz sie den Jungen weitergeben wollen.
Diesen Titel muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, wie bei einem Gedicht kommen hier Härte und Durchhaltevermögen, Schönheit und Verschleierung, Arbeit und Ausbeutung Schlaglichtartig zum Vorschein.
Oft lässt sich das Leben anhand der kaputt gefahrenen Autos beschreiben, die der Held im Laufe seiner Biographie erledigt hat. Eine Kindheit anhand der verbrauchten Kinderwagen zu beschreiben, ist natürlich eine raffinierte Methode, das anstehende Leben in den Griff zu bekommen.
Ab einer gewissen Größe sind doch alle Orte gleich, möchte man meinen. Nicht ganz, sagt das erzählende Ich. "Der Ort ist es, der spricht." (15)
Preise scheinen eine eigene Literaturgattung zu sein. Mittlerweile gibt es allein im deutschsprachigen Raum einige Tausend Preise, die mehr oder weniger regelmäßig vergeben werden.
Vielleicht sind Gefühle die idealen Mathematiker, denn sie arbeiten punktgenau und stringent, ein ideales Gefühl ist vielleicht zielstrebig wie eine Gerade, und wenn einmal der Wende-Punkt gekommen ist, biegt es ab im rechten Winkel.
Filmfiguren müssen immer das aussprechen, was im Drehbuch steht, während wir als Publikum alles sagen dürfen, was uns am Herzen liegt.