Norbert Parschalk, Andreas Hofer
Auf einem Weinfass im Himmel nuckelt Andreas Hofer durch die Ewigkeit, ab und zu schaut er auf den irdischen Boden, wo zu seinen Ehren ständig Paraden abgehalten werden.
Auf einem himmlischen Meterband sind die Stationen ewigen Ruhms aufgelistet, 1810 berichtet die Wiener Presse mit keinem Wort vom Tod des Sandwirts, 1823 werden die Gebeine heimlich nach Innsbruck geholt, 1899 besucht Kaiser Franz Josef den Sandhof, ab 1909 gibt es im 25-Jahr-Rhythmus immer größere Paraden, ehe 2008 der wunderbare Comics erscheint.
In professionellen Katastrophen-Filmen rasen noch vor dem Anspann die beteiligten Helden in scharfem Gegenschnitt auf einander zu. 
Das kürzeste Lebensprogramm lässt sich meist mit einem Seufzer zusammenfassen: "Egal". Die Steigerung ist naturgemäß scheissegal.
Das Buch "Pokalgeschichten' von Christina Koenig, erschienen im Loewe Verlag (2007), beinhaltet acht Erzählungen in denen es um den heißt begehrten Wunsch von vielen Kindern geht, einmal einen Pokal überreicht zu bekommen.
Manche Erzählungen bleiben einem unvergessen wegen eines ewig weiter klingenden Schlusssatzes. "Er hörte noch hinter sich die Tür ins Schloss fallen. Er hatte sie nie mehr gesehen. Er hatte gehört, sie sei Lehrerin geworden, habe geheiratet und Kinder zur Welt gebracht." (66)

In der gepflegten Unterhaltungsliteratur geht es meist nur um das Eine: kriegen sich die beiden und zu wem soll man als Leser helfen?
Ein Kind tippt in das Klingelbord eines Hochhauses eine Geheimbotschaft ein und läutet so jede Menge Bewohner heraus, sein Vater ist gerade ums Eck auf ein Pferd gestiegen und in den Wilden Westen geritten, eine Lehrerin wird Molch genannt, weiß aber nichts von ihrem Kosenamen.