Hans Magnus Enzensberger, Bibs

Wer hat sich nicht schon einmal in eine geheime Ecke verkrochen und seinen Zorn auf seine Eltern und die ganze Welt in seiner Fantasie einmal so richtig freien Lauf gelassen. Was dabei alles herauskommen kann, zeigt Hans Magnus Enzensberger in seinem liebenswerten Kinderbuch Bibs.
Bibs ist zornig und er hat auch allen Grund dazu. Sein Fahrrad ist verschwunden und seine Eltern geben ihm die Schuld dafür und sein großer Bruder Yanni ist sowieso eine Nervensäge. Ständig dreht er seine blöde Musik so laut auf, dass sich kein Mensch mehr auf seine Hausübung konzentrieren kann. Bibs sitzt im Wäschekorb der Wäschekammer und beginnt sich so richtig los zu ärgern. Und der Ärger wird immer größer und größer bis plötzlich etwas Merkwürdiges passiert. In seiner Wut wünscht er sich plötzlich einen großen leuchtenden grünen Kaugummi her, der plötzlich über seinem Kopf schwebt.



Die Polizei sieht zwar alles, aber das gelingt ihr nur, weil sie in Spezialisten-Trupps unterteilt ist. So wie es eine Autobahn-, Staats- oder Vereinspolizei gibt, gibt es auch eine Arbeitslosenpolizei. Die nennt sich vielleicht offiziell nicht so, aber es kommt auf das gleiche hinaus.

Nicht umsonst gilt die Ukrainische Literatur als die wahnsinnigste der Welt, sie ist nämlich nach Osten und Westen hin gleich lose oder sehnsüchtig verankert, ihr ist kein Thema zu schade, und in einem Staatsgefüge, das täglich aus dem Leim geht, gilt jeder fiktionale Satz automatisch als Staatstragend.
Bei Auftritten jeglicher Art entscheidet sich innerhalb von Sekunden, ob der Abend gelingen wird oder nicht. Auch in der Lyrik zeigt sich oft schon am ersten Gedicht eines Bandes, ob es was wird oder nicht.
Eine gute Crimestory zielt vor allem darauf ab, den Leser mit einer ausgewiesenen Crime-Sprache bei Laune zu halten. Während sich der Leser an der gelungenen Erzählung erfreut, lassen sich allerhand lebensanschauliche und alltagsphilosophische Gedanken einträufeln.