Lissy Pernthaler, Lorbeer und Zitrone
Am Balkon stehen oft die ungewöhnlichsten Pflanzen beisammen. Jede hat ihre eigene Geschichte und blüht in dieser ungewöhnlichen Umgebung ihrem Ende entgegen.
In den seltsamen Begegnungsgeschichten von Lissy Pernthaler kommen auf diese Art ein Lorbeerbaum und ein Zitronenbaum nebeneinander zu stehen. Und diese Botanik ist eigentlich nichts Besonderes, denn auch die Menschen mit ihren Hormonen kommen immer wieder nebeneinander zu stehen und machen sich untereinander die nächstbeste Liebesgeschichte aus.
Google ist schon lange nicht mehr die kleine Garagenfirma von damals. Google arbeitet weltweit und wächst ständig, mit unglaublicher Geschwindigkeit. Über die Aktivitäten der vormals "nur Suchmaschine" wissen nur wenige wirklich Bescheid. Google hat noch unendlich viel zu bieten und großes Potential.
Seitensprünge führen im Idealfall in Erlebniszonen, zu denen das emotional stabile Establishment oft keinen Zutritt hat. In der Literatur braucht es diese Seitensprünge jedoch, um periphere Raritäten zu entdecken.
Abrasch ist das seltsame Kunststück, womit auf einem Orient-Teppich die Farbe scheinbar unbeabsichtigt zum Abweichen gebracht wird. Die in Bozen geborene Verlegerin Alma Vallazza nennt ihren neuen Verlag deshalb Büro Abrasch und der erste Band der neuen Serie ist einem Geheimtipp aus Rumänien gewidmet: Ion Muresan!
"Es wird etwas geschehen" heißt es bei Heinrich Böll, "Es geschah am helllichten Tag", nennt sich der verfilmte Krimi von Friedrich Dürrenmatt und Selma Mahlknecht nennt ihren Roman ganz nach dem gängigen Beschwichtigungsmotto: "Es ist nichts geschehen".
Diese knallharten Geschichten amerikanischer Bauart kennen wir vom schnellen Durchblättern von Magazinen, vom Literaturunterricht, wo jeweils eine Geschichte genau in einer Stunde Platz hat, oder aus Anthologien, worin die Dichter eines ganzen Landstrichs jeweils zu einem vorgegebenen Thema ihre entmachtete Erzählwut herauslassen dürfen.
Über die Logik von Krimis gehen die Meinungen auseinander. Eine Sorte von Fans bevorzugt das streng Logische in der Aufklärung des Falles, die andere Gruppierung freut sich auf jeder Seite, wenn ein anarchistisches Pixel an das andere gefügt ist.
Passend zum Andreas-Hofer-Jahr tritt mit diesem Roman nun auch seine Frau in das historische Blickfeld und bestätigt: hinter jedem Helden steht eine starke und leidende Frau.
An der Germanistik läuft seit Jahrzehnten jener Fach-Witz, wonach ein Professor seltsame Fügungen zur Prüfung gibt und der einzige, der die Klausur positiv abschließt, ist ein Ausländer, der soeben mühselig die deutsche Sprache gelernt hat.
Wer dem Fluch der Karibik verfallen ist und sich auch noch für Mäuse begeistern kann, wird bestimmt Gefallen an diesem Buch finden. Und für alle, die noch mehr davon wollen, gibt es zwei Fortsetzungsbände.