Gerhard Ulbrich, Geh mit Gott und stirb
Die wahren historischen Ereignisse handeln alle vom Sterben der Menschen. Erzähle mir was vom Tod und ich weiß alles über die Zeit.
Sieben Jahre nach dem Publikationsstart von Gerhard Ulbrichs Sterbe-Triologie, der erste Teil „Stillfried“ spielt um 1991und erzählt das elende, radioaktiv verseuchte Sterben kurz nach Tschernobyl, erscheint jetzt der Mittelteil. In „Geh mit Gott und stirb“ geht der Vertreter der nächsten Generation nach Ruanda, gerät in den Bürgerkrieg, und bringt sich wegen des daraus entstehenden Wirrwarrs im Kopf um.
Kaum etwas ist in seiner Gewöhnlichkeit so ungewöhnlich wie ein einzelnes Paar. Jedes Paar glaubt, ein Unikat zu sein, und doch ticken alle Paare letztlich ziemlich ähnlich, sie kommen zusammen, schauen sich in die Augen oder machen sonst etwas Filmreifes, und trennen sich.
Nach den beiden Sachbüchern aus dem Folio Verlag Die Gletschermumie und Altes Handwerk und ländliches Leben legt Gudrun Sulzenbacher nun ein neues Sachbuch vor. Der Titel: Vom Büchermachen. Wie Ötzi ins Buch kam.
Manche Lebenskulturen lassen sich auf einen einzigen Sager zusammenfassen: 17 Jahre ohne Sex! - diese Lebensbeichte der Balletteuse Daggi Koller lässt auch ihren Mann Helmut Zilk wonniglich nicken.
'Mein Leben auf dem Piratenschiff', geschrieben von Richard Platt und illustriert von Chris Riddel, ist das ins Jahr 1716 verlegte Tagebuch des 10-jährigen Jake Carpenter, einem Jungen aus North Carolina. Das Buch ist ein Mittelding zwischen Sachbuch und Abenteuerbuch. Es kommen viele Spezialausdrücke der Seefahrt vor, die auch erklärt werden.
Klug gefragt ist halb gewonnen. Nicht nur Talkshows mit Quizcharakter boomen bis in die späte Sendenacht hinein, auch tagsüber wird der zeitgenössische Mensch ununterbrochen mit mehr oder weniger sinnvollen Fragen durchlöchert.
Landschaften werden meist deshalb aufgesucht, besungen und abgemalt, weil sie in ihrer Mannigfaltigkeit eindeutig sind. Voll in einer Landschaft aufgehen heißt so ein Gefühl, bei dem das Subjekt in einen klaren Zustand eintaucht.
"Die Sehnsüchte von Frauen:/ Flügelschlag von Faltern gegen / Decken, die blaubemalt wie Himmel sind …". –Dieser wunderschöne Vers über Sehnsucht, Freiheit, Illusion, Himmel und Zimmerdecke ist einem gigantischen Kosmos vorgespannt, der sich über siebenhundert Seiten schwer als psychisches Soufflé vor der Leserschaft ausbreitet.
Ganz Rom ist ein Palimpsest, Geschichten, Gebäude, Kulturen und Wetterlagen sind dermaßen in einander verschachtelt, dass man nie die einzelnen Schichten als Ganzes los lösen kann. Wie wenn man ein Stück Wurzel aus der Erde zieht, ist immer noch etwas von früher und von woanders dran.