Elli Woollard, Es wird Frühling, kleiner Bär!
„Der Wald war noch still und rundum schneebedeckt, / da wurde ein Bär von der Sonne geweckt. / Inmitten des Waldes war er ganz allein. / Die Welt schien so groß und der Braunbär so klein! »Ist irgendwer hier?«, rief das Bärenkind. / »Neiiiin«, seufzte der Schnee und / »Neiiiin«, hauchte der Wind.“
Im tiefverschneiten Winterwald erwacht ein kleiner Braunbär durch die ersten Frühlingssonnenstrahlen. Er fühlt sich ganz alleine und entdeckt einen Stein, der auch ganz allein zu sein scheint. Verspielt gibt er sich den Stein auf seinen Rücken und macht sich auf den abenteuerlichen Weg, die Welt zu entdecken.
„Am Rande der Großstadt, versteckt in einem Park, stand ein kleines Häuschen: Das Zuhause von Mister O’Lui. Jeden Morgen kochte Mister O’Lui zwei warme Tässchen Kakao, schmierte zwei leckere Käsebrote mit Marmelade und freute sich auf alles, was der neue Tag so bringen würde.“
„Am Morgen begrüßt Erzieherin Valentina die ankommenden Kinder: Janis mit seinem tollen Spielzeug-Drachen, Alia und Amira, die heute Geburtstag feiern, Emil, immer mit der Nase im Buch, die flinke Turnerin Lotta und Pauli, den Jüngsten im Kindergarten Sonnenblume. Gemeinsam erleben sie jeden Tag etwas Neues und freuen sich alle sehr auf den Ausflug zum Wald-Kindergarten und das große Sommerfest.“
„Es regnete. Es rieselte und rauschte. Es planschte und plätscherte. Die Katze saß oben im Baum. Ringsum war Wasser. »Jetzt ist es genug!«, sagte die Katze. »Jetzt soll es aufhören!« Aber es hörte nicht auf. Es regnete immer weiter. Das Wasser schwemmt die Erde weg. »Hilfe!«, sagte die Katze. »Mein Baum kippt um!« Sie schlug ihre Krallen in die Zweige und hielt sich fest.“
„Für den kleinen Maulwurf ist jeder Tag ein Abenteuer. Denn es gibt so viel zu erleben! Daheim im Wald veranstaltet er zum Beispiel Picknicks mit seinen Freunden. Am liebsten mit selbstgebackenem Erdbeerkuchen. Erdbeeren mag er nämlich besonders gern. »Auch wenn ich zuerst gar nicht wusste, wie diese leckeren roten Früchte heißen, die ich mit dem Igel immer nasche.«“ (S. 6)
Wieder einmal erzählt Aaron Becker eine Geschichte ganz ohne Worte nur mit der Kraft der Bilder. Im Mittelpunkt stehen ein Baum und ein Fluss im Wandel der Zeiten. Gezeigt wird immer der gleiche Ort mit dem Baum am Fluss, der sein Aussehen durch die Menschen aber ständig verändert.
„Mitten im Wald steht eine riesengroße, kräftige Eiche. Während des Sommers tanzen, rascheln und flüstern ihre Blätter, als ob sie Geheimnisse zu erzählen hätten … Und wenn du ganz genau hinschaust, entdeckst du vielleicht ein winzig kleines Blattmädchen … Es heißt Mina.“
„Liebe Leserin, lieber Leser, ich habe dieses Buch für meine starken, mutigen Töchter geschrieben. All meine Gedanken und meine Liebe für sie stecken darin. Es ist ein Schatz, in dem sie immer wieder lesen können, der sie beim Großwerden begleitet und für sie da ist – in den großen und kleinen Momenten. Und nun hast auch du dieses Buch von jemandem bekommen, der dich liebt und dir damit sagen möchte: Meine Liebe begleitet dich überall hin.“ (S. 5)
„Das Nichts ist traurig. «Ich bin ein Nichts und bleibe ein Nichts. Und ich sehe nach nichts aus. Wie ein Nichts eben. Aber das ist ja nichts Neues. Da kann ich nichts machen.» Am liebsten würde es sich in nichts auflösen. Und dann? Ständen alle da ohne das Nichts.“
„Den Tieren in diesem Buch begegnen wir beim Spazierengehen. Sie alle haben sich an das Leben in unserem – zugegebenermaßen – recht vollen kleinen Land angepasst. Doch Tiere kennen keine Grenzen. Der Graureiher auf der Insel Krautsand in der Elbe bei Hamburg sitzt genauso ruhig am Wassergraben und wartet auf einen Frosch wie sein Verwandter bei uns um die Ecke.“ (S. 7)