Fantasy | Science-Fiction

Michail Bulgakow, Gesammelte Werke

Andreas Markt-Huter - 20.10.2026

Michail Bulgakow, Gesammelte Werke„Hier ist zwar alles fremd, aber offenbar habe ich mich in diesen anderthalb Monaten eingelebt. So schön nach dem Nebel! Zu Hause. Der Fels und das Meer im goldenen Rahmen. Die Bücher im Schrank. Nur ist der Sofabezug so kratzig, wie man sich auch hinlegt, das Kissen hart, so hart ... Aufstehen geht aber auch nicht. Diese Trägheit! Die Hand heben ist schon zu viel. Seit einer halben Stunde sage ich mir, ich sollte den Arm ausstrecken, das Aspirinpulver vom Stuhl nehmen, strecke ihn aber nicht aus ...“ (S. 12)

Der Sammelband umfasst drei Erzählungen aus dem Zeitraum zwischen 1922 und 1925 sowie Bulgakows wichtigstes und bekanntestes Werk den Roman „Der Meister und Margarita“ der heute als Klassiker der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts gilt. In diesem setzt er sich auf satirische Weise mit der Bürokratie und dem Überwachungsstaat der Sowjetunion auseinander.

Chen Jiatong, Wild Stork - Beschützer des Waldes

Andreas Markt-Huter - 17.10.2026

Chen Jiatong, Wild Stork - Beschützer des Waldes„Weit im Norden des Waldes, am höchsten Punkt der Krone eines Flügelfruchtbaums, befand sich ein großes Nest. In diesem Nest lebte eine Familie von Störchen. Die Storchmutter Lilly kümmerte sich dort um drei quengelnde hungrige Küken. Lilly hatte glänzend schwarze Augen, einen spitzen Schnabel und schneeweißes Gefieder. Die Federn ihrer Flügel waren Schwarz und ihre schlanken langen Beine waren rot.“ (S. 11)

In einem Nest in den Wipfeln eines Urwaldbaumes kommt Einar gemeinsam mit seinen beiden Geschwistern Trio und Bino zur Welt. Quin ist der kleinste und schwächste der Storchkinder, der es hasst, mit seinen größeren Geschwistern um das Futter kämpfen zu müssen. Da Einar im Vergleich zu seinen Geschwistern einfach nicht wachsen will, wird er von seiner Mutter brutal aus dem Nest geworfen.

Margery Williams, Der kleine Samthase

Andreas Markt-Huter - 15.10.2026

Margery Williams, Der kleine Samthase„Es war einmal ein kleiner Samthase, und am Anfang sah er wirklich toll aus. Er war dick und flauschig, wie so ein Hase sein soll. Sein Fell war braun-weiß getupft, er hatte einen richtigen Schnurrbart aus Garn, und seine Ohren waren mit rosa Seide gefüttert. Es sah zauberhaft aus, wie er da am Weihnachtsmorgen mit einem Stechpalmenzweig zwischen den Pfoten ganz oben im Strumpf des Jungen steckte.“ (S. 5)

Ein kleiner Junge hat unter seinen Geschenken auch einen kleinen, lieblichen Samthasen, der für kurze Zeit auch geliebt wird, bis die zahlreichen neuen Geschenke der Onkel und Tanten den Samthasen vergessen machen. Weggeräumt und vergessen fühlt sich der Hase selbst ganz unbedeutend und spielt selbst unter den anderen Spielsachen keine Rolle, die sich als wichtiger, teurer oder moderner aufspielen.

Marcus Raffel, Flora Brimble und der verlorene Frühling

Andreas Markt-Huter - 10.10.2026

Marcus Raffel, Flora Brimble und der verlorene Frühling„Flora Brimble ein gut gelauntes Mädchen zu nennen, war eine glatte Übertreibung. Und wer will schon ein Buch mit einer Übertreibung beginnen, zumal die Ereignisse in den nächsten Kapiteln schon unglaublich genug sein werden. Versprochen! Also halten wir fest, unsere Flora war kein fröhlicher Sonnenschein. Sie war eher wie ein Regentag. Kein schlimmer, an dem es wie aus Kübeln schüttete. Nein, sie war eher wie ein feines Nieseln, das einen frech an der Nase kitzelt.“ (S. 7)

Flora Brimble lebt „in Rye, einem kleinen, verträumten Fischerdorf an der Südküste Englands“ aus dem dieses Jahr der Winter keine Anstalten zu weichen macht. An Floras dreizehntem Geburtstag, am ersten Mai, sind noch keine Spuren des Frühlings zu sehen, keine Blätter, Blumen oder Zugvögel und auch die Menschen hängen meist trüben Gedanken hinterher.

Barbara Rose, Der kleine Grimlin und das ganz große Herz

Andreas Markt-Huter - 08.10.2026

Barbara Rose, Der kleine Grimlin und das ganz große Herz„Wieder einmal saß Grimlin auf dem luftigen Sitzplatz, den sich der kleine Wichtel in den untersten Ast der Kastanie gebaut hatte. Gerade ging die Morgensonne auf über der Flüsternden Weite, wie die saftige grüne Wiese vor Grimlins Mooshäuschen von allen Wichteln genannt wurde.“ (S. 13)

Grimlin, der etwas brummige aber liebenswerte Wichtel, genießt seinen Aussichtsplatz in den Zweigen des großen Kastanienbaums, wo er mit seinem fröhlichen Vogelfreund Tirili genüsslich seine Tasse Wurzeltee zu sich nimmt. Seit Tirili bei Grimlin eingezogen ist, hat sich das Leben des schüchternen, beinahe abweisenden Wichtels positiv verändert.

Zanna Davidson, Izzy – irre genial: Auf Einhorn-Mission

Andreas Markt-Huter - 29.09.2026

Zanna Davidson, Izzy – irre genial: Auf Einhorn-Mission„Izzy glaubt nicht an Magie. Izzy liebte Naturwissenschaften. Sie träumte davon, die beste Erfinderin aller Zeiten zu werden! Jeden Tag zog sich Izzy Schutzbrille und Laborkittel über und machte sich an ihre unglaublichen Experimente. „Ich schütte nur noch etwas mehr Backnatron dazu ...“ Zisch! Sprudel! (S. 9 f)

Die junge Izzy sammelt ihre Experimente und Erfindungen, die von einem mechanischen Po-Abwischer über ein verschiebbares Haus bis hin zu Ohr-Verstärkern zum Belauschen von Gesprächen und Hundeschirmen reichten, in eigenen Notizbüchern, in denen sie diese sorgfältig festhält. Nachdem so manche Experimente aber außer Kontrolle geraten, verbieten ihre Eltern weitere Versuche im Haus.

Matty Long, Super Happy Magic Forest und der miese Monsterpilz

Andreas Markt-Huter - 24.09.2026

Matty Long, Super Happy Magic Forest und der miese Monsterpilz„Hier sind wir, irgendwo im Nirgendwo, im SUPER-FRÖHLICHEN ZAUBERWALD. Ein Ort voller Spaß, wo Regenbögen aus dem Boden schießen und Eis an den Bäumen wächst. Ja, Eis, zum Essen, wächst hier an den Bäumen! In allen möglichen Geschmacksrichtungen. Außer Pfefferminz. Niemand mag Pfefferminzeis. Wenn du ganz lieb Bitte sagst, bekommst du sogar Streusel drauf.“ (S. 1)

Alle hundert Jahre wird die Regenbogendrachin mit einem Fest gefeiert. Dabei wird solange gesungen, musiziert und getanzt, bis die Drachendame aus ihrem Schlaf erwacht, ein paarmal herumwirbelt und tanzt, um am Ende mystischen Kristallen neues Leben einzuhauchen, damit im Zauberwald für die nächsten hundert Jahre wieder alles seinen Lauf gewohnten Lauf geht. Doch diesmal kommt alles ein wenig anders, als erwartet.

Delemhach Emilie Nikota, The House Witch - Der Koch des Königs

Andreas Markt-Huter - 22.09.2026

Delemhach Emilie Nikota, The House Witch - Der Koch des Königs„Die treu ergebenen Bürger des Königreichs Daxaria beschrieben ihre Heimat gern als ein liebenswertes Chaos. Die Bewohner des feindlichen Königreichs Troivack, hinter dem Alkidischen Meer gelegen, bezeichneten die Leute des benachbarten Kontinents hingegen lieber als »chaotische Vollidioten«. Das hing vor allem mit dem Durcheinander der Straßen und Dörfer zusammen, die ebenso logisch in der Landschaft verstreut worden waren wie etwa ein Schaf, das über die Weide springt.“ (S. 9)

Als mit Finlay Ashowan, kurz Fin, ein neuer Koch die Leitung der Küche im königlichen Palast des Königreichs Daxaria übernimmt, beginnt sich einiges im Palast zu verändern. Der eigenwillige, mürrische Koch gibt sich als mürrischer Einzelgänger, der sich von niemandem Vorschriften machen lässt und damit rasch das Misstrauen zahlreicher Hofleute auf sich zieht. Doch seine unglaubliche Kochkunst weckt wahre Begeisterungsstürme selbst in den Reihen der königlichen Familie.

Cally Stronk / Christian Friedrich, Mystery Agents - Im Auftrag der N.A.S.E.

Andreas Markt-Huter - 15.09.2026

Cally Stronk / Christian Friedrich, Mystery Agents - Im Auftrag der N.A.S.E.„Der Tag, an dem sich alles änderte … Es ist ein Tag wie jeder andere. Äh, nein, eigentlich ist es ein Tag, wie es ihn noch nie gegeben hat … Denn drei ahnungslose Kinder werden gleich auf eine ALIEN treffen. Und in gefährlichste Gefahr geraten … Aber ich will nicht zu viel verraten. Seht lieber selbst!“ (S. 10)

Die Mystery Agents erhalten ein Paket von Oma, mit einer merkwürdigen Nachricht. Sie sollen um 12 Uhr mittags zu einem Feld hinter der alten verlassenen Tankstelle kommen, wo ein Alien landen soll. Als bei der Tankstelle nichts passiert, wollen sich Lex, Lupe und Sammy wieder auf den Weg heim machen, als plötzlich etwas gegen Lex rennt. Er entdeckt ein kleines Fellwesen, das sich gleich wieder versteckt.

Genoveva Dimova, Tage einer Hexe

Andreas Markt-Huter - 24.08.2026

Genoveva Dimova, Tage einer Hexe„Eine mittelmäßige Hexe. Sie wäre beleidigt gewesen, hätte es nicht gestimmt. Sie konnte mit einem Fingerschnipsen ihren Kaffee aufwärmen und ihren Schatten bitten, den Mantel zu holen. An einem guten Tag brachte sie auch ein Feuerwerk zustande oder zwei. Wohnzimmertricks. Würde sie gewinnen, würde sie eine richtige Hexe werden wie die aus den alten Märchen.“ (S. 10)

Die junge Hexe Kosara, deren magische Kräfte eher schwach ausgebildet sind, lebt im dunklen grauen Teil einer geteilten Stadt, die von Monstern, Hexen und Ungeheuern bewohnt wird. Chernograd scheint in der Zeit stehen geblieben zu sein, während der durch eine Mauer getrennte Stadtteil Belograd sich farbenfroh und modern zeigt. Als um Neujahr die Monster durch die Gassen von Chernograd streifen muss Kosara die Flucht über die Mauer ergreifen.