Lebenswelt | Gesellschaft

Anthony Ryan, Flut aus schwarzem Stahl

Andreas Markt-Huter - 27.07.2026

Anthony Ryan, Flut aus schwarzem Stahl„Der Morgennebel hatte sich noch nicht gelichtet, als er das rote Segel sah. Anfangs war es nur ein vager Umriss im blassgrauen Dunst, ein dunkler Fleck, der nach ein paarmal Blinzeln eine blutrote Färbung annahm. Während Ruhlin das Segel noch neugierig betrachtete, bemerkte er, dass sich darauf ein Symbol befand. Das Segeltuch flatterte in der steifen Brise, die über den selten ruhigen Wassern des Styrnspeldter Meeres wehte, und nach einem weiteren Blinzeln erkannte er das Zeichen von Ulthnir, dem Ersten der Götter, mit gekreuztem Hammer und Schwert.“ (S. 11)

Das von drei Schwesterköniginnen regierte Königreich Ascarlia wird von Kriegern in Langschiffen bedroht, die aus dem Norden kommen. Diese Flut aus schwarzem Stahl überfällt die Küsten und verwüstet ganze Siedlungen. Thera Schwarzspeer eine Elitekriegerin der Königinnen soll erkunden, woher die Invasoren kommen und welche Ziele sie verfolgen. Doch die Zeit wird knapp, denn die Bedrohung rückt mit jedem Tag näher.

Bettina Kleinszig, Der schwarze Hund

Andreas Markt-Huter - 24.07.2026

Bettina Kleinszig, Der schwarze Hund„Mit einem erstickten Schrei ließ die Bäuerin den eisernen Schlüssel fallen, griff nach ihrer Laterne und rannte davon. Immerzu die unheimliche, dunkle Schlucht entlang, zurück in die Richtung, aus der sie gekommen war. Hinter ihr rückte der unwettergebeutelte Berg allmählich in die Ferne, während sich das wilde Geheul der schwarzen Bestie, das selbst die krachenden Donnerschläge übertönte, tief in ihr Mark grub.“ (S. 8)

Geführt von ihrem Uropa unternehmen Basti, seine Schwester Therese und ihre beiden Freunde Johann und Sahra eine Bergtour auf das Weißeck, den höchsten Berg in den Radtstädter Tauern. Knapp unterhalb einer Alm schlägt das Wetter urplötzlich und die Gruppe gerät in ein fürchterliches Gewitter, in dem Bäume umgerissen werden und eine Mure die Kinder vom Uropa trennt. Während die Kinder sich in der weiter oben gelegenen Almhütte in Sicherheit bringen sollen, versucht Uropa Hilfe zu holen.

Jessie Burton, Die Jagd nach den magischen Münzen

Andreas Markt-Huter - 22.07.2026

Jessie Burton, Die Jagd nach den magischen Münzen„Bo Delafort war gerade zwölf geworden, als sie den Mond aus dem Schlamm der Themse zog. Sie hatte nicht nach ihm gesucht, und das war der entscheidende Punkt. Schätze findet man nicht, man wird von ihnen gefunden, wie die Flussleute gern sagten. Man braucht dafür nur ein offenes Herz.“ (S. 9)

Das arme zwölfjährige Londoner Mädchen Bo Delafort ist zwar ein Schulmädchen aber auch eine sogenannte Schlammschwalbe, wie Leute genannt wurden, die das Ufer der Themse nach brauchbaren und manchmal wertvollen Gegenständen absuchen. Eines Tages findet sie im Schlamm einen Miniaturvollmond, mit einem Rand aus dunkelroten Rubinen und einem kleinen Loch in der Mitte, der eine Vision bei ihr auslöst. Die Münze scheint magisch zu sein und Bo hat das Gefühl, als würde der Fluss selbst zu ihr sprechen und sie auffordern auch eine andere Münze zu suchen.

Melinda Ronto, Mein erster Grundschul-Atlas

Andreas Markt-Huter - 20.07.2026

Melinda Ronto, Mein erster Grundschul-Atlas„Komm mit auf eine Reise rund um die Welt! In diesem Buch kannst du die ganze Welt bereisen – und dafür musst du nicht einmal ins Flugzeug steigen. Finde heraus, wie es auf fernen Kontinenten aussieht und wie die Menschen leben. Entdecke faszinierende Tierwelten und viele andere Sehenswürdigkeiten rund um den Globus. Bist du bereit? Dann kann die Reise beginnen!“ (S. 4)

Atlanten bieten die besondere Möglichkeit sich über die Länder und Regionen der Welt kompakt und rasch einen Überblick zu verschaffen. Atlanten für Kinder versuchen die besonderen Interessen und Vorlieben junger Leserinnen und Leser zu berücksichtigen, was dem Grundschul-Atlas von Melinda Ronto mit viel Einfühlungsvermögen gelungen ist.

Peter Stamm, Otto und der Schatz von irgendwo

Andreas Markt-Huter - 17.07.2026

Peter Stamm, Otto und der Schatz von irgendwo„Otto saß auf der Treppe vor dem Eingang seines Schlosses, knabberte an einem Hundekeks und grübelte, wie es mit ihm weitergehen würde. Er war nicht irgendein Otto, er war eine Otto von Irgendwas, weil seine Familie mal irgendwas gewesen war, weil er in einem Schloss wohnte und weil in seinem Ballsaal Bilder all der Ottos hingen, die vor ihm gelebt hatten, Urotto, Ururotto, Urururotto und so weiter bis zu Adam und Eva, die anders geheißen hatten.“ (S. 5)

Otto führt in seinem Schloss ein recht einsames Leben mit seinem Dackel Hasso, nachdem die Hausangestellten außer Herr Klaus, eine neue Arbeit gesucht haben. In den Sommerferien hat er Ina, die Enkelin des Gärtners Klaus und deren Freunde Paula und Heinz kennengelernt, die ihn in ihren Freundeskreis aufgenommen und mit ihm eine schöne Sommerzeit verbracht haben.

Marisha Pessl, Darkly

Andreas Markt-Huter - 11.07.2026

Marisha Pessl, Darkly„In einem Darkly ist nichts zufällig, unabsichtlich oder schludrig. Ein Darkly ist eine schwarze Feuerlilie, ebenso magisch wie gefährlich. Es ist der Geheimclub am Ende einer dunklen Gasse, den man nur erreicht, indem man vorgestern schwachen Fußspuren auf einem verschlossenen Friedhof folgt. Eine furchterregende, wechselhafte Welt voll Fremder und Verbündeter, Geister und Dämonen, voll sanfter Hügel umhüllt von Nebel, aus dem sich alles schälen kann.“ (S. 13 f)

Die siebzehnjährige Dia Gannon aka Omi aus Eminence Missouri rechnet sich für ihre Bewerbung um ein Sommerpraktikum der Louisiana Veda Stiftung in London mit ihrem Notendurchschnitt von 2,3 nur wenige Chancen aus. Benannt wurde die Stiftung nach der legendären Spieleentwicklerin Louisiana Veda, die vor knapp vierzig Jahren gestorben war. Für die ausgeschriebenen Aufgaben wie Bürotätigkeiten, Öffentlichkeitsarbeit und Datenerfassung winken ein stolzer Verdienst von 2000 Pfund in der Woche.

Sarah Beth Durst, The Faraway Inn

Andreas Markt-Huter - 07.07.2026

Sarah Beth Durst, The Faraway Inn„Sie hatte sich keine richtige Vorstellung davon gemacht, wie es sich anfühlen würde, tatsächlich hier zu sein, ganz allein zwischen diesen unfassbar vielen Bäumen, weit weg von allen, die sie kannte, und allem, was vertraut war. Sie war zu sehr darauf konzentriert gewesen, nicht dort zu sein. Vor ein paar Wochen noch wäre sie nie auf den Gedanken gekommen, zwei ganze Monate nach Vermont zu fahren, aber nachdem ihre Welt zusammengebrochen war, hatte sie die Einladung mit Freuden angenommen.“ (S. 7)

Eigentlich hat Calisa geplant, in ihren Sommerferien am Nachmittag ein paar Stunden in einer Secondhand-Boutique in Brooklyn zu arbeiten und die meiste Zeit mit ihrem Freund Ethan zu verbringen. Als sie jedoch erfährt, dass er sie mit anderen Mädchen betrügt und sie belügt, versucht sie ihrem Liebeskummer aus dem Weg zu gehen, indem sie beschließt ihrer Großtante Zee in Vermont im etwas heruntergekommenen Hotel „Faraway Inn“ zu helfen. Sie ahnt nicht, dass diese Reise ihr Leben grundlegend verändern wird.

Oskar Källner, Erben des Imperiums - Der Anfang

Andreas Markt-Huter - 04.07.2026

Oskar Källner, Erben des Imperiums - Der Anfang„»Hyperraumkoordinaten sind eingegeben«, informiert Arisa. »Das wird ein langer Flug.« »Dann machen wir uns besser gleich auf den Weg«, sagt Brock. »Parishvi braucht uns.« »Aye aye, Captain!« Mit einer Lichtexplosion tritt die Phönix aus dem gewohnten Universum in den Hyperraum ein. Mit Kurs auf den Planeten namens Erde.“ (S. 10)

Brock, der echsenartige Kapitän des Raumschiffes Phönix, erhält einen Hilferuf seiner ehemaligen Vorgesetzten Parishvi, die vor Jahren auf dem Planeten Erde einen Partner gefunden und eine Familie gegründet hat. Die Krao, die gefürchteten Feinde des Imperiums, die es gewohnt sind, ihrer Konflikte durch Gewalt zu lösen, haben sie entdeckt und drohen nun ihre Familie in Gefahr zu bringen.

Caroline O'Donoghue, Skipshock

Andreas Markt-Huter - 27.06.2026

Caroline O'Donoghue, Skipshock„Doch hier war sie nun: Sie steckte fest, drohendes Unheil ballte sich über ihr zusammen, und sie war ganz allein. Kein neuer Anfang und auch keine schlecht gefärbten Haare würden daran etwas ändern. Wie dumm sie gewesen war, das zu glauben. Der Zug nahm wieder Fahrt auf. Ein schrilles, kreischendes Geräusch, war zu hören, wie Metall auf Metall, und sie wusste, dass der Zug schwer gegen die Dunkelheit ankämpfte.“ (S. 19)

Nach dem Tod ihres Vaters befindet sich die sechzehnjährige Margo in einer psychisch schwierigen Lage und wird von der Schule in eine Therapie gedrängt. Ihre Mutter Donna-Anne sieht sich von der Situation überfordert und beschließt ihre Tochter auf ein Internat in Dublin zu schicken. Und so macht sich Margo kurz vor ihrem Geburtstag auf den Weg, um mit dem Zug von Cork nach Dublin zu fahren. Sie ahnt nicht, dass sie sich auf eine Reise in eine unbekannte fantastische Welt begibt.

Andrea Mills u.a., Sagen & Mythen

Andreas Markt-Huter - 16.06.2026

Andrea Mills u.a., Sagen & Mythen„Für die alten Griechen hatten die Naturgewalten sowie Erde und Himmel die Gestalt von Göttern. Die ersten Götter, die sogenannten Urgötter, entsprangen dem Chaos und erschufen später die Riesen und Titanen. Laut dem griechischen Dichter Hesiod gab es zu Beginn der Zeit nichts als eine formlose und unendliche Leere, die Chaos genannte wurde. Aus dieser instabilen Kraft entstanden die Göttin Nyx und ihr Bruder Erebos als dunkle Wesen.“ (S. 10)

Mythen und Sagen, in denen die Schöpfung, die Erschaffung der Menschen und große Heldengeschichten erzählt werden, finden sich in allen Kulturregionen der Erde. Dabei zeugen die Geschichten aus alten Zeiten immer noch von der fesselnden Kraft ihrer Erzählungen, in denen übernatürliche Mächte, Götter, Helden und außergewöhnliche Wesen die Ereignisse vorantreiben.