sonja ortner, des kaisers narr„Immer tiefer und tiefer sank ich in Richtung Schreibtisch. Verträumt kritzelte ich Muster auf meinen Block und meine Gedanken schweiften immer weiter von Kaiser Maximilian ab. Rrrrums!!! Ein heftiger Rumpler neben mir riss mich jäh aus meinen Gedanken. Ich schreckte auf und blickte über meine Schulter auf den Boden. Und genau da begann meine total verrückte Geschichte.“

Die Heldin des Buches steht vor der Aufgabe ein Referat über Kaiser Maximilian I. schreiben zu müssen. Eigentlich hätte sie lieber ein spannenderes Thema ausgesucht, wie Pferde oder Sport, als über einen Kaiser zu schreiben, dessen Zeit schon mehr als 500 Jahre zurückliegt. Doch von Langeweile ist schon bald keine Rede mehr, als der Hofnarr des Kaisers plötzlich aus ihrem Buch in ihre Zeit fällt.

davide morosinotto, verloren in eis und schnee„An meinem vierzehnten Geburtstag wurde ich zu einem Helden. Das begriff ich sofort. Vielleicht noch nicht in dem Augenblick, als ich die Stadt erreichte, aber kurz danach, als ich auf dem gefrorenen Fluss den Schlitten hinter mir herzog. Der Schlitten auf dem Anna saß.“ (S. 5)

„Verloren in Eis und Schnee“ erzählt die Geschichte der Zwillingsgeschwister Viktor und Nadja Danilow während Hitlers Überfall auf die Sowjetunion im Sommer / Herbst 1941. Um die Kinder vor dem drohenden Angriff der deutschen Armee auf Leningrad zu schützen, werden sie mit dem Zug in Richtung Osten evakuiert. Dabei werden Nadja und Viktor getrennt. Eine abenteuerliche Odyssee beginnt, ehe die beiden Geschwister wieder zusammenfinden.

heinz janisch, die schlacht von karlawatsch„Plötzlich begann die Schlacht. die Blauröcke nahmen ihre Hüte von den Köpfen und warfen sie in Richtung der Rotröcke. Die Rotröcke zogen ihre Hüte und schleuderten sie den Blauröcken entgegen. Der Kampf wogte hin und her, bis alle Hüte im Dreck lagen.“

„Die Schlacht von Karlawatsch“ parodiert mit kleiner Geste, wie eine Kleinigkeit einen ganzen Krieg auslösen kann, vor allem aber dass es für einen Krieg auch Leute braucht, die den Krieg führen.

allen say, großvaters reise„Mein Großvater war ein junger Mann, als er sein Zuhause in Japan verließ und auszog, um sich die Welt anzusehen. Er trug zum ersten Mal europäische Kleidung und begann seine Reise auf einem Überseedampfer. Der pazifische Raum versetzte ihn in Staunen.“

Der Autor und Illustrator Allen Say erzählt die abenteuerliche Geschichte seines Großvaters, der sich als junger Mann auf einem Schiff von Japan aus auf den Weg machte, um die Welt zu entdecken.

peter goes, flüsse dieser erde„Überall auf der Erde befinden sich große und kleine Flüsse, viele mit Nebenarmen, die bis in die entlegensten Winkel der Welt reichen. Diese ruhig durch die Landschaft dahinfließenden oder stark strömenden Wasserläufe bestimmen die Welt um uns herum.“

Peter Goes stellt in seinem prachtvollen Kindersachbuch achtundzwanzig Flüsse auf allen Kontinenten der Erde ebenso anschaulich wie unterhaltsam vor. Von der Themse über die Donau in Europa, dem Mississippi und Amazonas in Amerika, dem Nil und Kongo in Afrika, dem Euphrat und Tigris und Mekong in Asien bis hin zum Murray River in Australien werden die wichtigsten Flüsse der Welt auf je einer Doppelseite in Szene gesetzt.

Karl May - Engelbert Gressl, winnetou„Zum ersten Mal seit Wochen sah ich die Sonne wieder und spürte den warmen Hauch des Herbstwindes im Gesicht. Ganz langsam verließ ich den Raum, in dem ich mich von meiner schweren Verletzung erholt hatte. Heute also sollte es geschehen. Heute sollte ich sterben.“ (S. 7)

Vom Marterpfahl aus, wo Old Shatterhand mit seinen Freunden Sam Hawkins, Will Parker und Dick Stone auf seine Hinrichtung wartet, blickt er zurück auf die vergangenen Tage, seit seiner Ankunft in St. Louis, wo er zunächst als Hauslehrer die Kinder von Mr. Henry unterrichtet, um dann als Feldvermesser beim Bau der Eisenbahnstrecke von St. Louis bis zur Pazifikküste anzuheuern.

deborah lock, bei uns in der steinzeit„In dieser Landschaft voller Eis und Schnee lebe ich mit meiner Familie. Ich bin acht Jahre alt und heiße Tikki. Das bedeutet »kleine Schnee-Eule«. Wir leben nicht immer am selben Ort, denn wir folgen den Tieren, die wir jagen.“ (S. 6f)

Die jungen Leserinnen und Leser begleiten die achtjährige Tikki und ihre Familie auf ihrer Wanderung von Lager zu Lager. Tikki lebt in der Steinzeit, in der das Leben für die Menschen vollkommen anders war als heute.

Peter frankopan, die seidenstraßen„Die Seidenstraßen haben weder einen Anfang noch ein Ende, weil sie eigentlich gar keine richtigen Straßen sind. Sie sind ein Netz von Wegen, die es ermöglichten, dass Waren, Menschen und Ideen, aber auch Krankheiten und Gewalt von Ost nach West und von West nach Ost strömen konnten …“ (S. 10)

Peter Frankopan erzählt die Geschichte der Seidenstraßen von der Antike bis in die Gegenwart. Als zentrale Verbindungwege zwischen Ost und West spiegelt sich in den Seidenstraßen die Weltgeschichte in ihren Höhen und Tiefen wieder.

Titelbild: William Sutcliffe, Auf der richten Seite„Ich verstehe plötzlich, dass dieser Hain hier, von der Spitze des Hügels bis zum unteren Ende, eine Aufgabe für mich ist. Wenn ich mich um dieses Land kümmere, dann kann ich durch meine Arbeit und meinen Schweiß vielleicht das wiedergutmachen, was ich getan habe.“ (185f)

Als der Ball des dreizehnjährigen Joshua beim Spiel mit seinem Freund David über einen Bretterzaun einer Baustelle fliegt, ahnt er noch nicht, wie sehr dieses Ereignis sein Leben verändern wird. Als er durch ein Loch im Zaun auf die andere Seite gelangt, entdeckt er ein zerstörtes Haus mit einem Tunnel, der auf die palästinensische Seite der durch eine Mauer gesicherten israelischen Stadt Amarias führt.

Titelbild: Ingmar Gregorzewski, Das große Ritterbuch„Seit vielen Tagen regnet es. Wie aus Kübeln schüttet es auf uns herab. Mein Ritter Frank von Fidelstein und ich, sein Knappe Wolflieb, wir frieren, denn auch das nasse Feuerholz brennt nicht mehr. Und nur der verflixte Regen ist an allem schuld.“

Ritter Frank von Fidelstein hat schon bessere Zeiten gesehen. Die Burg liegt hoch in den Bergen und die Bauern erntet zu wenig, um dem armen Ritter etwas abzugeben. So macht sich der Ritter mit seinem jungen Knappen auf den Weg zur Festung Stolzenfels, wo der Herzog die Ritter des Landes zu einem großen Turnier eingeladen hat. Ritter Frank hofft das Turnier für sich entscheiden zu können und neben Ruhm und Ehre einen großen Preis zu gewinnen.