Per Petterson, Ich verfluche den Fluss der Zeit

Ein kluger Titel ist so logisch, dass er damit das ganze Buch erklärt, und so rätselhaft, dass er einen geradezu in die Lektüre zwingt.
Per Petterson stellt eine Zeile aus einem Mao-Gedicht über den ganzen Roman. In diesem Zeitfluss ist die Handlung einerseits klar, und dann doch wieder verworren. Zumindest für die Hauptfigur Arvid, der sich einerseits mit Literatur der Arbeit beschäftigt und andererseits handfest in diversen Berufen anpackt. ?Ich dachte, ich müsste das tun. Aber das musste ich nicht. (86)


Eine Erinnerung lässt sich vielleicht sammeln und ordnen, sie bricht aber immer wieder aus und geht ihre eigenen Wege.


"Wer mit einer Stammtischparole konfrontiert wird, der gerät sofort in die Defensive. Denn die Sprüche sind plötzlich und unerwartet da, selten ist man auf sie vorbereitet." (27)
