Sonja Kaiblinger, Schleim-Alarm im Schulkeller
„»Ich habe keine Lust auf die Lesenacht«, meint Moritz. Die Kinder der Grundschule übernachten heute in der Sporthalle. Jeder hat ein Buch dabei. Paul lacht. »Du hast wohl Angst vor dem Schulgespenst!« Paul ist Moritz‘ älterer Bruder. Er ist schon neun. Besonders gern haben sich die Brüder nicht. (S. 8 f)
Moritz fühlt sich eine wenig unwohl, wegen der bevorstehenden Lesenacht in der Schule. Schon auf dem Weg in die Sporthalle, wird er von seinem älteren Bruder deswegen auf den Arm genommen. Nachdem alle Schüler sich für die Nacht vorbereitet haben, beginnt Lehrer Wolff mit einer in sein Gesicht leuchtenden Taschenlampe aus einem Gespensterbuch vorzulesen. Moritz fühlt sich dabei alles andere als wohl.
„»Wenn aber gleich eine ganze Menge von Feuersteingeräten nebeneinander entdeckt werden, dann muss da irgendwo in der Nähe doch noch eine unbekannte eiszeitliche Wohnstätte oder sogar eine Höhle sein, die den Eiszeitmenschen als Unterschlupf und zum Bemalen ihrer Felswände gedient haben könnte und deren Eingang seit vielen Jahrtausenden verschüttet ist. Stell dir nur einmal vor, wenn wir die entdecken!«“ (S. 19)
„Wusstest du schon? Nicht alle Früchte, die wir Beeren nennen, sind auch wirklich welche. Die beliebte Erdbeere zum Beispiel ist eine sogenannte Sammelnussfrucht. Wenn du ganz genau hinschaust, erkennst du auf ihrer Oberfläche viele kleine Nüsschen. Auch die leckeren Him- und Brombeeren sind keine echten Beeren, sondern Sammelsteinfrüchte.“
„Unsere nähere Umgebung ist das Sonnensystem. Die Sonne im Zentrum ist ein mittelgroßer Stern. Die überflutet die Erde mit Licht. Um sie herum kreisen die Erde und sieben weitere Planeten mit ihren Monden sowie Millionen Asteroiden und Kometen, weil sie von ihrer Schwerkraft angezogen werden.“ (S. 7)
„»Das wäre doch ein Riesenspaß, oder? Witziger, als jetzt noch ins Shriek zu pilgern.« Er beugte sich vor. »Wir könnten uns was überlegen. Etwas echt Abgedrehtes, das bringen wir dann unters Volks – mal sehen, ob irgendetwas kleben bleibt.« Darya zog die Nase kraus, was hinreisend aussah. »Du meinst, wir entwickeln unsere eigene Verschwörungstheorie?« »Genau!«“ (S. 12)
„Seit ein paar Wochen treibt ein Geist sein Unwesen. Einmal hat er die Speicherkarte mit den Pressefotos gelöscht. Für das neuerliche Fotoshooting hat die Theatergruppe einen ganzen Probentag verloren. Dann verschwand der Schlüssel für den Probenraum oder eben Freddies Theatertext. Kleine Zwischenfälle nur, aber dem Regisseur rauben sie den letzten Nerv.“ (S. 12)
„Er warf einen Blick auf das Paket, dann richtete er die Augen auf sie. »Ich muss da raus. Ich muss nachsehen, ob sie es sind. Kann ich dir vertrauen?« Sie zuckte mit den Schultern. »Ja, schon, aber ich …« »Bist du ein ehrliches Mädchen? Du siehst zumindest so aus.« Mit einer plötzlichen, entschlossenen Bewegung streckte er ihr das Paket hin. »Sei so gut und pass kurz
„Mac Durant, aka Inbegriff aller Sehnsüchte: gut aussehend, klug, charmant, beliebt, Top-Athlet, Zu-perfekt-um-wahr-zu-sein-Herzensbrecher und Idealbesetzung jeder Teenie-Rom-Com, die du je gesehen hast. Und dann dieser geradezu absurd passende Name. Mac Durant. Was zum Teufel macht er hier?“ (S. 13)
„In letzter Zeit sieht Papa aber immer so traurig aus. Und manchmal sieht es aus, als hätte er sogar Angst vor dem Seil. Dann bleibt er im Bett und sein Lachen ist verschwunden. Kolumbus und ich versuchen dann immer, ihn zum Lachen zu bringen und überlegen uns die witzigsten Kunststücke. Aber das hilft meistens nichts.“
„Was ist Geld? Wofür braucht man es? Münzen sind Geld. Banknoten ebenso. Eine Zahl auf dem Bildschirm kann auch Geld sein. Oder eine Vorstellung im Kopf! Ohne Geld geht fast nichts. Wir benutzen Geld praktisch jeden Tag. Beinahe alles wird dadurch gesteuert: sei es Brotbacken, Schulunterricht, Kriegsführung, Fußballspiele oder der Bau von Weltraumraketen.“ (S. 6)