Frank Niessen, Entmachtet die Ökonomen!
„Offensichtlich will es den etablierten Ökonomen seit Generationen nicht gelingen, die Ursachen unserer Dauerkrisen richtig zu erfassen, geschweige denn zielführende Lösungen zu deren Überwindung anzubieten.“ (11)
Wie ist es möglich, dass eine Wissenschaft, die vorgibt, sich an naturwissenschaftlichen Prinzipien auszurichten und komplexe mathematische Modelle für die Wirtschaftsentwicklung zu berechnen, so wenig zur Verhinderung von Wirtschaftskrisen und zu ihren Lösungen beizutragen hat. Dieser spannenden Frage der Gegenwart geht der Wirtschaftswissenschaftler und Politologe Frank Niessen nach und kommt dabei zu erstaunlichen Antworten.
„Gibt es etwas Besseres, als ein schönes Buch zu lesen? Ja: viele schöne Bücher zu lesen! Wer einmal ein gutes Buch gelesen hat, ist für die schlechten schon so gut wie verloren: Warum sollte er auch seine Zeit mit ihnen verschwenden?“ (8)
Wenn die richtigen Typen zusammenkommen, entsteht durchaus freche Lyrik. Wenn zwergenhafte Schatzhüter (Gnomen) und Doppeltreffer im Lotto (Amben) aufeinandertreffen, kann eigentlich nur die Lyrik des Oswald Egger daraus entstehen.
„Seid gegrüßt, Schwester, wir sind auf Burg Eliot angekommen. Lord Eliot meint es sehr gut mit meinem Herrn und mir. Er gab uns ein eigenes Zimmer im Westturm der Burg. Ich darf sogar auf einem Strohsack schlafen!“ (5)
„Das Interesse an meinem Buch [„Alles zu seiner Zeit“, Anm. A.M.-H.] hat mich tief berührt. Deshalb habe ich beschlossen, das Zwiegespräch mit den Menschen fortzusetzen und zu erzählen, was ich in den Jahren nach meinem Rücktritt vom Amt des Präsidenten erlebt habe.“ (11)
Wimmelbilder erzählen Geschichten ohne Worte und laden Kinder auf eine Reise ein, auf der sie Bekanntes aber auch Neues entdecken können. Dabei ist es vor allem das spannende Wechselspiel zwischen Vertrautem und Unbekanntem das die richtige Kombination aus Lernen und Unterhaltung ausmacht.
Manche Helden sind so fies, dass sie in der Literatur selbst bei größtem Bemühen um einen hellen Fleck nur in voller Kot-Bräune dargestellt werden können.
„»Willkommen, Robyn, im Zimmer 13B und der Selbsthilfegruppe für junge Erwachsene mit Zwangsstörungen. Es gibt kein Zimmer 13A«, erklärte Chuck, »was ein Zimmer 13B überflüssig macht. Und du hast mit Sicherheit auch schon festgestellt, dass es im Aufzug keinen dreizehnten Stock gibt.« (9)
Regionale Krimis summen in erster Linie einmal die Vorzüge der Geschichte wie eine Hymne ab, ehe sich darin kurz das regionale Böse zeigt, das selbstverständlich von den Guten in die Schranken verwiesen wird.
Im kulturell ausgedünnten Tirol der 1950er Jahre gilt die französische Kultur als Befreiung und Fenster zur Welt, die aufkeimenden heimischen Künste werden von französischen Strömungen geleitet, Grete und Josef Leitgeb etwa übersetzen den kleinen Prinzen von Saint-Exupéry ins Deutsche. Mittlerweile ist die Frankophilie ziemlich abgeebbt und es fällt geradezu auf, wenn der Tiroler Wolfgang Gösweiner einen französischen Gegenwartsroman übersetzt.