Rolf Hosfeld, Tod in der Wüste
„Henry Morgenthau, der amerikanische Botschafter in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, telegrafierte am Abend des 31. Juli 1915 an das State Department in Washington: «Dr. Lepsius (…) hat aus verlässlicher Quelle erfahren, dass Armenier, zumeist Frauen und Kinder, deportiert aus dem Erzurum-Gebiet nahe Kemah zwischen Erzincan und Harput massakriert worden sind.»“ (7)
Der Völkermord an den Armeniern, dem der österreichische Schriftsteller mit seinem monumentalen Werk „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ jährt sich bereits zum 100. mal und immer noch sorgt das Verbrechen für diplomatische Spannungen zwischen der Türkei und anderen Ländern. Der Kulturhistoriker Rolf Hosfeld zeichnet in seinem Buch „Tod in der Wüste“ akribisch das Umfeld, die Vorgeschichte und die Umsetzung des Völkermordes zwischen 1915 bis 1916 nach, bei dem mehr als 1,5 Millionen Menschen auf grausame Weise um ihr Leben gekommen sind.
„Früher, noch vor hundert Jahren, hatten Kinder wenig zu sagen. Vielen von ihnen mussten auf Feldern und in Fabriken schuften. Und es waren schlimme Strafen üblich. […] So etwas wie Kinderrechte gab es nicht. Jeder konnte selbst entscheiden, wie er oder sie mit Kindern umging. Die Vereinten Nationen wollten das ändern.“ (7)
Ein Nomadensprichwort sagt, du musst aus der Stadt fortziehen, um sie zu sehen.
„Im Jahr 2050. Unser Auftrag. Wir reisen zu den Planeten im Sonnensystem, sammeln Proben und machen Experimente. Wenn möglich, bauen wir bewohnbare Stationen auf. Unser erstes Ziel: der Mars.“ (4)
Seit die österreichischen Krimis nahezu genormt und uniform geschrieben und publiziert werden, empfindet man es geradezu als Sensation, wenn eine Krimiserie an ihr Ende kommt und sich noch dazu weiterentwickelt.
„Die Kunst der Verwandlung – also eine menschliche Form anzunehmen – war inzwischen so verbreitet, dass jeder Drache sie beherrschte. Und wer es nicht konnte, bekam eiligst einen Crashkurs verpasst oder wurde vom Orden des Heiligen Georg erlegt, jenem grauenvollen Drachenschlächterkult, dessen einziges Ziel unsere Vernichtung war.“ (32)
Ereignisse, die „jenseits“ spielen, erwecken wie von selbst Neugierde, Mitgefühl und Sehnsucht. Wer ist nicht hingerissen von Filmen wie Jenseits von Afrika oder Büchern wie Jenseits von Eden oder Jenseits von Gut und Böse.
„Ukval liegt mitten in einem großen Ozean. Die Insel ist klein. Nein: sehr, sehr klein. Man findet sie auf keiner Landkarte. Ein Vogel, der auf Ukval landen will, muss früh zum Sinkflug ansetzen. Sonst fliegt er vorbei. So winzig ist Ukval.“ (7)
„Diese Suche auf den Spuren des Heidnischen im abendländischen Christentum hatte mit einem geheimnisvollen Gemälde von Nicolas Poussin begonnen, auf dem eine rätselhafte Begräbnisstätte abgebildet war.“ (11)
„Shackletons legendäre Reise sollte die letzte große Expedition des Goldenen Zeitalters der Antarktisforschung sein (1888 – 1914). Shackletons Geschichte ist geprägt von unvorstellbaren Gefahren, Abenteuern und vor allem von Ausdauer.“ (8)