Patricia J. Murphy, Meine Reise zu den Elefanten
„Hallo, ich heiße David. Ich liebe Elefanten. Alle meine Freunde sammeln Bilder von Fußballspielern. Aber ich sammle alles, was mit Elefanten zu tun hat. Angefangen hat es mit einem Elefanten aus Plüsch, den Oma mir zum Geburtstag geschenkt hat.“ (4)
David liebt Elefanten über alles und hat das große Glück, dass seine Oma in einem Naturkundemuseum arbeitet, wo sie gerade eine Ausstellung über die Zukunft der Elefanten vorbereitet. Dazu reist sie nach Asien und Afrika und beschließt ihren Enkel mitzunehmen, der begeistert die Gelegenheit nutzt, um endlich seine Elefanten in freier Wildbahn sehen zu können.
Von manchen Gegenden genießt man ein Leben lang ihren guten Klang und trägt den Wunsch vor sich her, sie einmal aufzusuchen. Der Oderbruch ist so ein Faszinosum, das wir vor allem dann in den Medien sehen, wenn alles unter Wasser steht.
„Alle hier auf Niemandort nennen sich gegenseitig und auch selbst: Niemand. Sie denken auch von sich als »Niemand«: Niemand geht aus dem Haus. Niemand holt Holz. Niemand schaut der Brandung zu. Niemand fühlt sich glücklich … »Nein, ich fühle mich nicht glücklich«, flüstert Niemand.“ (7)
Manchmal erzählt ein winziger Druckfehler eine ganze Geschichte der Hoffnung und Unsterblichkeit. Im Abschlusskommentar zum dritten Band „Das Gedächtnis der Wellen“ von Gerhard Kofler wird sein letztes Gedicht auf 24. August 2015 datiert, ein logischer Gedanke, denn niemand kann es noch glauben, dass der Autor 2005 gestorben ist.
„König Lichterloh ist nicht der Held eines bestimmten Märchens, er kommt als Figur in keiner überlieferten Geschichte dieser Sammlung vor. König Lichterloh ist eine Symbolgestalt. Er steht für die beiden Seiten des Feuers in der Welt und in uns Menschen.“ (6)
In einer Zeit, wo wegen Terroranschlägen wöchentlich eine Urlaubsdestination aus den Tourismus-Katalogen verschwindet, ist es gar nicht so einfach, einen Krimi von der Urlaubssonne ausleuchten zu lassen.
„»Jetzt ist’s passiert!«, flüsterte Wendel. Er hielt sich noch immer die Augen zu. Nur nahm er nun beide Hände zu Hilfe. »Jetzt ist der Schaden angerichtet. Oha!« Janis hatte die Geisterstimme gehört. Er starrte auf die mittlere Eibe. Er versuchte einen Blick mit Motte zu tauschen. Aber Motte hatte keine Augen für ihn. Sie saß da, wie versteinert, nur ihre Lippen bewegten sich. »Das - kann - nicht – sein. Das ist völlig un…«“ (57)
Hinter jedem gelungenen Buch steckt eine vollkommene Bibliothek. Manchmal bedanken sich Autorinnen und Autoren bei diesen Bibliotheken, andere setzen auf den Genie-Begriff und behaupten, sich alles selbst aus den Hirnwindungen gesogen zu haben.
„Dieses Buch würdigt eine Auswahl an Filmen, die die Faszination des Kinos am deutlichsten auf den Punkt bringen. Es sind die Werke, die in den Augen der Autoren den nachhaltigsten Einfluss erzielten, sowohl auf das Kino wie auf die Welt …“ (12)
Eine hohe Erzählkunst erkennt man daran, dass sich der Autor überflüssig macht, klont oder frisch gleich im eigenen Text untertaucht.