Beth Kephart, Nichts als Liebe
„Es gibt die Dinge die gewesen sind, und die Dinge, die noch nicht gewesen sind.“ (7)
Katie D´Amore ist 16 Jahre alt und hat vor acht Monaten ihre Mutter verloren. Gemeinsam mit ihrem Vater, einem Restaurator für alte Gemälde, versucht sie mit dem schmerzlichen Verlust fertig zu werden. Während ihr Vater sich in seine Arbeit als Restaurator stürzt, um sich abzulenken, nimmt Katie einen Ferialjob an und gräbt mit weiteren jungen Kollegen den wunderschönen Park der alten Miss Martine um. Aber irgendetwas scheint nicht mit Miss Martine, dem alten Haus und dem großen Park zu stimmen.
Jede Idylle birgt immer auch das Grauen in sich. – Dieser dramaturgischen Grunderkenntnis huldigt Gustav Ernst mit seiner Familien-Groteske „Grundlsee“.
„Am Sonntag ruht sich die ganze Familie vom Umzug aus. Weil morgen wieder der Ernst des Lebens beginnen wird, schlägt Mama vor, heute viel miteinander zu machen. Gemeinsam zu spielen! Papa zieht zwar ein schiefes Gesicht, aber am Ende gibt er nach. Er hat eingesehen, dass der Montag für die Kinder nicht ganz einfach werden könnte … erster Tag in der neuen Schule.“ (57)
Große Kulturen entwickeln auch immer eine eigene politische Kultur. Italien ist einerseits eine sehr junge Demokratie, andererseits eine sehr dynamische, oft ins Extrem gehende.
Eine fette Festschrift ist natürlich immer eine Gaudi für die geehrte Person, aber man sollte sich auch als Leserin und Leser ordentlich freuen, dass es ab und zu helle Köpfe im Land gibt wie Hans Heiss, der imstande ist, eine fette Festschrift über die Zivilgesellschaft auszulösen.
Das so fröhlich klingende Genre Hypo-Roman ist natürlich eine ernsthafte Sache. Nach der griechischen Vokabel „hypo“ für „unten, darunter“ ist der Hypo-Roman eine Darstellung, die in die Tiefe geht und Phänomene der Oberfläche im Untergrund weiter verfolgt. Zwischen 2013 und 2014 werden in Tirol zehn Hypo-Romane erscheinen.
„Man sieht sie in lieblichen Gärten mit ebenso lieblichen Mädchen, blumenbekränzt auf berühmten Wandteppichen und in Märchenbüchern. Aber diese Einhörner gehören der Vergangenheit an, einer Zeit, in der es noch Blumen und Bäume gab, Wiesen und Wasser, vor allem Wasser.“ (5)
Bibliothekare sind bekannt dafür, dass sie in verschiedenen Realitäten gleichzeitig leben können. Gleichzeitig gilt ihr Leben oft als so unaufgeregt, dass sich kaum daraus eine Story machen lässt.
Klaus ist mit seiner Mutter nach Oslo umgezogen, wo sie an seiner neuen Schule als Sozialpädagogin arbeiten wird. Er ist ganz überrascht nicht zwischen Hochhäusern und engen Straßen mit Hinterhof und viel Verkehr gelandet zu sein, sondern in einem Häuschen am Stadtrand, das direkt am Waldesrand steht.
Damit ein Jubiläum nicht überschwappt, muss man ihm rechtzeitig das Wasser abgraben.