Kirsten Boie, King - Kong, das Glücksschwein

Ein Glücksschwein muss nicht immer rosa und aus Plastik oder Marzipan sein. Im neuesten Buch von Kirsten Boie erweist sich das Meerschweinchen King - Kong als Glücksbringer.
Die Geschichte könnte nicht schlechter beginnen. Auf dem Heimweg von Omas Kaffeekränzchen bleibt das Auto von Jan Arnes Papa mitten auf der Autobahn stehen - Totalschaden, wie der Automechaniker feststellt. Und Geld für einen neuen Wagen ist auch keines vorhanden. Kein Wunder, dass Papas Laune auf den Nullpunkt sinkt und er sogar droht, Jan Arnes Meerschweinchen zu schlachten, weil es schon wieder so stinkt.

Oft gibt es Lehrbücher zu ziemlich banalen Themen, und dann fehlen wieder für wichtige Entscheidungen die entsprechenden Unterlagen. Politik und Peripherie ist eine frische Einführung in den Stoff der Politikwissenschaft, das Besondere dabei ist, dass das Zentrum der Beobachtung in Frage gestellt und neu definiert wird.
Manchmal kann man eine Geschichte nur verstehen, wenn man sie als Komplementärmenge zur nicht erzählten Geschichte liest.
In guten Romanen ist die Political Correctness aufgehoben und die Leser dürfen für einige Seiten das denken, was man sonst öffentlich nicht aussprechen kann.
In der Pubertät öffnet sich das Tor in die fremde Welt der Liebe und Sexualität. Die ungewisse, aber aufregende Reise beginnt mit all ihren Hoffnungen und Ängsten aber auch Freuden und Schmerzen.
Jeder Beruf bringt Schattierungen der Einsamkeit mit sich, denn arbeiten heißt oft auch mit sich alleine in der Berufswelt herumirren. Dennoch gibt es aber diese romantische Einsamkeit in der Arbeitswelt, wie wir sie in den Cockpits der Lokomotiven, unter dem Headset des Callcenters oder am Bauernhof in Randlage vorfinden.
Manche Wörter lösen vortrefflich genau das aus, was sie bezeichnen. Zwang ist so ein Musterwort, fällt es, denkt sofort jeder nach, welcher Zwang gerade akut ist.
Vielleicht die wichtigste Frage auf dieser Welt lautet: ?Wie geht es weiter? - Liebespaare stellen sich diese Harte-Nuss-Frage genauso wie besorgte Eltern, die Raumfahrt oder regionale Agrarpolitiker. Aber niemand weiß eine rechte Antwort darauf. Die einzigen, die wirklich etwas Passables dazu zu sagen haben, sind die Dichter.
Vielleicht liegt es am Thema, das ja völlig nach innen gerichtet ist, dass Norbert Loackers Buch sich so gegen Leser wehrt. Alle diese drei Zustands-Tätigkeiten ?leben, lesen, träumen haben wahrscheinlich als gemeinsames Geheimnis, dass sich davon nichts erzählen lässt.