Hans Perting, Gläserner Hofnarr
In einem Glas sitzt der Dichter, leicht durchgeschüttelt wie der Wein vor einer Verkostung, man kann noch nichts über den Geschmack sagen, der flüssige Dichter jedenfalls schaut besinnlich hoffnungsvoll aus dem Glas.
In einer Zeichnung im Lyrik-Band Hans Pertings schaut der Autor aus dem Glas als souverän der Realität. Einerseits werden seine persönlichen Züge ohne Tarnung wahrgenommen, andererseits klingelt das schelmische Glöcklein des Hofnarren zu den Äußerungen. Zerbrechlich, transparent, ironisch, so wollen die Gedichte Hans Pertings sein.
Oft muss man ein paar Schritte zurückgehen, um einen frischen Blick auf einen Gegenstand zu entwickeln. 
Wie jede Geschichte ist auch die Literaturgeschichte etwas äußerst Unruhiges, das ständig neu geschrieben werden muss. Eine recht aufregende Form, sich dem literarischen Geschehen einer Epoche zu nähern, ist die Präsentation von Insider-Wissen mit persönlicher Note. 

Kulturelle Botschaften gehen oft geheimnisvolle Wege. So lebt einer der besten Kenner des Nomaden-Volkes der Tuareg in Innsbruck.
Gute Geschichten sind meist durch eine gemeinsame Fließrichtung untereinander verknüpft, wie ein Strom rinnen die einzelnen Episoden abendfüllend dahin, und tauchen schließlich unter im Meer des Geschichtenschatzes.
Manche Namen lösen schon bei der bloßen Aufrufung ein ganzes Programm aus. So geht bei Heidi jeweils ein Heimatfilm ab, während wir Leser bei Kirk sofort in die Zukunft oder gar in den Weltraum gebeamt werden.
Manche Orte sind untrennbar mit der eigenen Kindheit verbunden. Verschwindet die Kindheit, verschwinden auch die maßgeblichen Orte dafür.