Richard Harland, Worldshaker

Der römische Politiker und Philosoph Lucius Annaeus Seneca vertrat die Ansicht: "Nicht die ans Licht gekommenen Wahrheiten fördern Revolutionen, sondern Wahrheiten, die unterdrückt wurden."
Die Themen Wahrheit, soziale Gerechtigkeit und Revolution stehen auch im Mittelpunkt des Fantasyromans Worldshaker des englischen Autors Richard Harland, in dem wir eine Welt aus Stahl und Dampf, überzogen mit der Patina des 19. Jahrhunderts betreten.
Die absolute Vergänglichkeit dieser Welt ist in jenem Psalm zusammengefasst, wonach alles Fleisch zu Gras wird.
Gute Gedichte sind durchaus rätselhaft und gleichen dadurch echten Kreuzworträtseln, die es streng nach logischen, emotionalen und formalen Kriterien aufzulösen gilt. 
Manche Orte strömen schon in ihrem Namen den vollen Hauch der Verbannung aus. Es klingt nach Ende, Sackgasse, schroffer Geographie. Landeck ist so ein Ort voller Verbannung, nicht umsonst liegt auf seiner Schulter eine aufgedunsene Kaserne.
Es gibt diese unauffälligen Berufe, die niemand wahrnimmt, deren Dienste aber ganze Generationen in Anspruch nehmen. Das Übersetzen ist so ein Beruf.
Rabenkinder sind die aus dem Nest verstoßenen Kinder von Rabeneltern. Im Volksmund ist man mit diesen Begriffen recht vorschnell, etwas salopp formuliert sind letztlich alle Kinder, die aus dem häuslichen Nest fallen, Rabenkinder.
Meistens denkt man gar nicht daran, dass Bilderbücher ja auch ein Stück Fiktion sind, so kräftig und realistisch sind die Bilder.
Für einen guten Krimi braucht es entweder Perversion oder Provinz. Kurt Bracharz nimmt im Zweifelsfalle gleich beides, wenn er die internationale Feinschmeckerküche auf das österreichisch-perverse Provinzniveau herunter bricht.
Nichts lässt sich so schwer finden wie die eigene Persönlichkeit. Bis sich so ein Individuum zu einem singulären Ereignis zusammengerappelt hat, bedarf es oft eines lebenslangen Kampfes.