Aktuelle Buchtipps

 

Elias Schneitter, Skizzen einer Biografie rund um das Verschwinden des Central Dichters

h.schoenauer - 15.10.2009

Buch-CoverWas für ein schöner Start! Jemand kriegt zwei Holzkisten wie zwei Särge, darin sind aufgebahrt die schönsten Schriften des Central-Dichters!

Elias Schneitter hat vor knapp zehn Jahren "Notizen aus dem Umfeld des Central Dichters" (2001) veröffentlicht, später die "Augenblicke einer Biographie, in der Giorgio Voghera schon seine Finger im Spiel hat" (2007), jetzt dürfte der Central-Dichter wirklich gestorben sein und damit eines der schönsten Kapitel der Literaturgeschichte, wie man über sich selbst als Autor und die Literatur generell schreiben kann.

Arnulf Zitelmann, Die Weltreligionen

andreas.markt-huter - 14.10.2009

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Auch wenn alle großen Weltreligionen versuchen eine Antwort auf die zentralen Fragen der Menschen zu geben, so unterscheiden sie sich doch erheblich in ihren Lehren und in ihrer religiösen Praxis. Unwissenheit, Vorurteile und der Glaube nach der alleinigen Wahrheit sind noch heute Ursache für große Konflikte zwischen den Menschen.

Arnulf Zittelmann wählt einen sehr persönlichen Weg, um den großen Weltreligionen Taoismus, Buddhismus, Judentum, Christentum und Islam nahe zu kommen und sie ausgehend von seinen eigenen Erfahrungen vorzustellen.

Fabian Lenk, Die Falle im Teutoburger Wald

andreas.markt-huter - 14.10.2009

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Die Varusschlacht bezeichnet den Kampf der Römer gegen die Germanen im Jahr 9 n. Chr., in der die römischen Legionen eine vernichtende Niederlage erlitten. Viele Fragen sind bis heute offen geblieben und so liegt es nur nahe, dass die Zeitdetektive versuchen auch diese Rätsel zu lösen.

Fabian Lenk lässt seine Helden diesmal mit Hilfe des "Tempus", einem Zeit-Raum der in der alten Bibliothek eines Benediktinerklosters liegt, nach Kalkriese in das Jahr 9 n. Chr. kurz vor Beginn der Schlacht im Teutoburger Wald reisen. Ihr Ziel ist es drei Fragen zu klären:

Robert Stewart (Hrsg.), Geistesblitze und Genies

andreas.markt-huter - 14.10.2009

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Das menschliche Leben besteht aus vielen Facetten, die sich im Laufe der Geschichte entwickelt haben. Viele dieser Veränderungen gehen auf Geistesblitze einzelner Genies zurück, ohne die die Welt, wie wir sie heute kennen, nicht existieren würde.

Wie sehr sich die Welt in den Bereichen Politik, Philosophie & Spiritualität, Humanwissenschaft, Kunst und Naturwissenschaft im Laufe der Zeit gewandelt hat, wird uns gleich zu Beginn in einer ausführlichen Zeittafel vor Augen geführt, die von der Mitte des 4. Jahrtausends v. Chr. bis in unsere Gegenwart, wesentliche Stationen von Fortschritten in der menschlichen Kultur beschreibt.

Philip Steele, Demokratie

andreas.markt-huter - 13.10.2009

Buch-CoverDie Demokratie hat sich als herrschende Regierungsform der Gegenwart etabliert. Das Volk wählt seine Vertreter und die Parlamente beschließen die Spielregeln, nach denen die Menschen miteinander leben. Das das nicht immer so war und welche Stolpersteine es auf dem Weg zur Demokratie zu beseitigen galt, schildert Philip Steele in seinem Kindersach-Buch Demokratie.

Steele richtet seinen Blick sowohl auf die Demokratie als Verfassung als auch auf ihre Einrichtungen wie Parteien, Wahlen und Parlament in typisch britischer Manier sehr international aus. Gleich am Anfang stellt er den jungen Leserinnen und Lesern die größte Demokratie der Welt vor: Indien. Als Grundprinzip der Demokratie gilt, dass Konflikte und Interessenskonflikte gelöst werden, indem man über Vorschläge abstimmen lässt, wobei in einer Demokratie jede Stimme gleich zählt und jener Vorschlag sich durchsetzt, der die meiste Zustimmung erhält.

Helen Vreeswijk, Chatroom-Falle

andreas.markt-huter - 13.10.2009

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Was für die Einen unverständliches Neudeutsch ist, gehört für Andere bereits zur alltäglichen sozialen Wirklichkeit: der Chatroom. Dass die Kommunikation mit Menschen, die man nur aus dem virtuellen Chatroom kennt, auch Gefahren bergen kann, vermittelt Helen Vreeswijk in ihrem Jugendroman Chatroom-Falle überaus eindringlich.

Irgendwo in der niederländischen Provinz werden zwei Mädchen gefunden, die kaum ansprechbar sind. In einem Rückblick erfahren die Leser, was bisher passiert ist. Die beiden 15-jährigen Freundinnen Floor und Marcia stecken aus unterschiedlichen Gründen in persönlichen Schwierigkeiten. Während sich Floor nicht für besonders attraktiv hält, gerät das Familienleben bei Marcia zunehmend aus dem Ruder.

Martha Brooks, Mistik Lake

andreas.markt-huter - 12.10.2009

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Der Jugendroman Mistik Lake erzählt von der siebzehnjährigen Odella, die sich auf die Suche nach Wahrheiten aus dem Leben ihrer Mutter begibt. Die berührende Geschichte dieser Jugendlichen, die durch das Verstehen und Begreifen der  Vergangenheit ihrer Vorfahren heranreift zu einer erwachsenen Frau, ist eingebettet in die gefühlvolle Beschreibung der Menschen, für die der See und der gleichnamige Ort Mistik Lake von Bedeutung sind.

Das Buch beginnt mit einer von zahlreichen Rückblenden, nämlich in den Winter 1981, in dem ein Unfall auf dem zugefrorenen Mistik Lake passierte. Die damals 16-Jährige Sally überlebte als Einzige und hat seit diesem Schicksalsschlag  mit Selbstvorwürfen und Depression zu kämpfen.

Luc Ferry, Leben lernen: Die Weisheit der Mythen

andreas.markt-huter - 11.10.2009

Buch-Cover"Beginnen wir mit der Hauptsache: Was ist der tiefe Sinn der griechischen Mythen und warum sollte man sich noch heute, heute vielleicht sogar mehr denn je, für sie interessieren?" (7)

Ferry ist kein Autor der lange herum fackelt. Er nimmt uns bei der Hand und führt uns gleich mitten ins Thema hinein. Bereits in seinem Vorwort stellt er uns am Beispiel des Odysseus die Gretchenfrage nach dem Ziel der menschlichen Existenz und der kosmischen Ordnung.

Hans Bär, Kleiner Floh sucht einen Namen

andreas.markt-huter - 05.10.2009

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Hans Bär legt mit 'Kleiner Floh sucht einen Namen' eine fröhliche Indianergeschichte vor, in der Kleiner Floh lernen muss Geduld zu haben, was ihm in seinen vielen Abenteuern nicht immer gelingt.

Kleiner Floh hat große Sorgen. Der achtjährige Indianerjunge vom Stamm der Apachen wartet verzweifelt auf eine Erscheinung. Die braucht er nämlich, um seinen Namen endlich ändern zu dürfen. Denn bei seinem Stamm ist es nicht nur üblich, die Kinder nach Tieren zu benennen, sondern auch nach besonderen Ereignissen am Tag ihrer Geburt, die in seinem Fall wohl mit Ungeziefer zu tun hatte. Doch Kleiner Floh ist wahrscheinlich auch die einzige Rothaut, der beim Reiten schwindelig wird, weswegen er immer freiwillig zu Fuß durch die Prärie stapft.

Alois Hotschnig, Im Sitzen läuft es sich besser davon

h.schoenauer - 04.10.2009

Buch-CoverEin Sprichwort, so hat es den Anschein, soll eine innere Wahrheit ausdrücken und immer richtig sein. Das ist genau der Punkt, wo Alois Hotschnig mit seinen Texten einsetzt.

Wenn etwas klar ist, schreibt er so hartnäckig, bis es wirklich klar ist, wenn etwas unangenehm ist, schafft er den letzten Schliff, bis es kracht, wenn etwas grotesk erscheint, dann gibt es die erzählerische Krönung dazu.