Dante Andrea Franzetti, Mit den Frauen
Wäre dieses Buch ein Ratgeber, fehlte im Titel etwas wie mit den Frauen leben, mit den Frauen denken, mit den Frauen alt werden. Als Roman aber bleibt es letztlich ein Geheimnis, was mit den Frauen los ist.
Dante Andrea Franzetti greift zu einem genialen Erzähl-Trick. Er spaltet die Hauptfigur, einen Mann, der im Laufe der Zeit mit allerhand Frauen durchs Leben überwintert, in zwei Charaktere auf.
Auf einem Weinfass im Himmel nuckelt Andreas Hofer durch die Ewigkeit, ab und zu schaut er auf den irdischen Boden, wo zu seinen Ehren ständig Paraden abgehalten werden.
In professionellen Katastrophen-Filmen rasen noch vor dem Anspann die beteiligten Helden in scharfem Gegenschnitt auf einander zu. 
Das kürzeste Lebensprogramm lässt sich meist mit einem Seufzer zusammenfassen: "Egal". Die Steigerung ist naturgemäß scheissegal.
Das Buch "Pokalgeschichten' von Christina Koenig, erschienen im Loewe Verlag (2007), beinhaltet acht Erzählungen in denen es um den heißt begehrten Wunsch von vielen Kindern geht, einmal einen Pokal überreicht zu bekommen.
Manche Erzählungen bleiben einem unvergessen wegen eines ewig weiter klingenden Schlusssatzes. "Er hörte noch hinter sich die Tür ins Schloss fallen. Er hatte sie nie mehr gesehen. Er hatte gehört, sie sei Lehrerin geworden, habe geheiratet und Kinder zur Welt gebracht." (66)

In der gepflegten Unterhaltungsliteratur geht es meist nur um das Eine: kriegen sich die beiden und zu wem soll man als Leser helfen?