Gerhard Kofler, Notizbuch über New York aus der Entfernung geschrieben
Gute Lyrik kennt keine Grenzen, keine Schwerkraft und keine Zeitschranken. Wie zum Beweis dieser großen Sache ist dieser Tage Gerhard Koflers Notizbuch über New York erschienen.
Der 2005 verstorbene Autor spricht dabei aus einem aktuellen Zeitreich zu uns Lesern, obwohl er die Texte in Wien geschrieben hat, hört man die Geräusche New Yorks zwischen den Zeilen heraus, und die Sprachen sind aufgehoben, der italienisch verfasste Text wird von Leopold Federmair ins Deutsche übertragen, damit die Gedichte breitbeinig und fest in beiden Sprachen verankert sind.
Im Land der Aufstiegshilfen ist es ein geradezu sensationell ironischer Titel, wenn jemand "einmal talwärts und zurück" bucht.
Paula ist seit ihrem vierten Lebensjahr aufgrund einer Erkrankung gehörlos. Sie liest den anderen von den Lippen ab und unterhält sich mit jenen, die die Gebärdensprache nicht verstehen, mit Hilfe eines Blockes. Sie hatte zwar Sprechunterricht, doch sie wurde von den anderen Kindern ausgelacht, weil ihr Sprechen anders klang. Seitdem spricht sie nicht mehr.
Eine echte Durchleuchtung geschieht mit Röntgengeräten oder als CT-Scann. Das Ergebnis ist eine perfekte Darstellung des Körpers, mit welcher der Fachmann zu klaren Befunden kommt.
Auch in akademisch hohen Kreisen geht es oft recht alltäglich zu. Rita Egger stellt in ihrem Roman die Protagonisten wie bei einer Vorabendserie dramaturgisch ausgewogen auf, nur dass anstatt plätschernder Unterhaltung religiöser Small talk einfließt.
Fabian Lenk schreibt Krimis für Erwachsene, hat aber auch eine Flut von Kinder- und Jugendbüchern veröffentlicht. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Kinderkrimis, die mit historischen Sachinformationen verknüpft werden. Lenks Erzählung für Kinder "Betrug beim Ritterturnier' spielt im Mittelalter.
Am Cover radelt Thomas Bernhard in kurzer Hose mit seinem Waffenrad durch den Keller seines Bauernhauses in Ohlsdorf, im Vorspann ist Österreich als Puzzle von Bundesländern aufgezeichnet und nach einem Vorwort zur Vorgansweise dieser Literaturbetrachtung liegt Österreich dem Leser zu Füßen.
In der Literatur kommt das Katholische meist sehr schlecht weg und wird oft eher als Vorhölle umrissen denn als paradiesische Angelegenheit.
Ordensleute in der Kunst sind eine seltsame Sache. In Unterhaltungsfilmen und Vorabendserien treten sie meist als fröhlich swingende Glückskäfer in Kutte auf, in der Literatur hingegen sind sie zernagt und geplagt von Selbstzweifeln.