Mickaël Launay, Der große Roman der Mathematik

Titelbild: Mikael Launay, Der große Roman der Mathematik„Lassen Sie sich mitnehmen auf die verschlungenen Wege einer der faszinierendsten und verblüffendsten Wissenschaften, denen die Menschheit sich gewidmet hat. Brechen wir auf zur Begegnung mit den Frauen und Männern, deren überraschende Entdeckungen und fabelhaften Einfälle wir die Geschichte dieser Wissenschaft zu verdanken haben. Schlagen wir gemeinsam den großen Roman der Mathematik auf.“ (9)

Mickaël Launay lädt seine Leserinnen und Leser ein, auf eine ebenso aufregende wie spannende Reise durch die Geschichte der Mathematik, von ihren Anfängen mit geometrischen Formen auf Keramikgefäßen in Mesopotamien oder gar in der Geometrie von Steinkeilwerkzeugen der Steinzeit bis in die abstraktesten Höhen der Mathematik der Gegenwart.

Mathematik zählt wahrscheinlich zu den Fächern, die den meisten Menschen während ihrer Schulzeit Kopfzerbrechen bereitet haben und von denen viele hoffen, nicht mehr belästigt zu werden.

„Oh, in Mathe war ich immer eine Niete!“ Ich bin es ein bisschen leid. Das muss heute das zehnte Mal, sein, dass ich diesen Satz höre.“ (7)

Trotz des angedeuteten Frusts weiß Launay aber sehr die Menschen von der Mathematik zu begeistern, indem er sie an der Entwicklung der mathematischen Grundlagen teilhaben lässt, wie der der Entstehung von Zahlen und der Geometrie und in den frühen Hochkulturen. Dabei kommen bereits erstaunliche Fähigkeiten und Kenntnisse zur Sprache wie der Beginn des mathematischen Denkens in Theoremen, in allgemein formulierten und bewiesenen mathematischen Wahrheiten.

Die weiteren Stationen der Entwicklung mathematischen Denkens führen über das antike Griechenland, Indien, das mittelalterliche Arabien schließlich wieder zurück nach Europa, wo in der beginnenden Neuzeit die Wissenschaft eine neue, Beschleunigung erfahren und der Grad der Abstraktion bis in unsere Gegenwart ungeahnte Dimensionen annehmen wird.

Dabei stellt vor allem die Verbindung der Mathematik mit den aufkommenden Naturwissenschaften eine neue fruchtbare Zusammenarbeit dar, die für alle Seiten zu neuen Erkenntnisse und Fragen führen wird.

Mickaël Launay gelingt es mit großer erzählerischer Lust die Entwicklung der Mathematik als Folge der Neugier menschlichen Strebens, Denkens und Forschens aufzuzeigen und seiner Darstellung jenen Funken an Begeisterung mitzugeben, welche die Entstehung der Mathematik von ihren Anfängen an begleitet hat. Eine Befreiung und Öffnung für viele Leserinnen und Leser, für die Mathematik in ihrer Schulzeit meist mit Ängsten und Abneigung verbunden war.

Ein überaus empfehlenswertes Buch für junge und alte Leserinne und Leser die sich einen neuen Zugang zur Mathematik, abseits des schulischen Lehrkanons, eröffnen wollen und bereits sind, den Funken mathematischen Denkens aufzunehmen.

Mickaël Launay, Der große Roman der Mathematik. Von den Anfängen bis heute, übers. v. Jens Hagestedt / Ursula Held [Orig. Titel: Le grand roman des maths. De la préhistoire à nos jours], ab 16 Jahren
München: C.H. Beck Verlag 2018, 256 Seiten, 20,60 €, ISBN 978-3-406-72151-9

 

Weiterführende Links:
C.H. Beck Verlag: Mickaël Launay, Der große Roman der Mathematik
Wikipedia: Mickaël Launay (frz.)

 

Andreas Markt-Huter, 08-08-2018

Bibliographie

AutorIn

Mickaël Launay

Buchtitel

Der große Roman der Mathematik. Von den Anfängen bis heute

Originaltitel

Le grand roman des maths. De la préhistoire à nos jours

Erscheinungsort

München

Erscheinungsjahr

2018

Verlag

C.H. Beck Verlag

Übersetzung

Jens Hagestedt / Ursula Held

Seitenzahl

256

Preis in EUR

20,60

ISBN

978-3-406-72151-9

Lesealter

Altersangabe Verlag

o.A.

Zielgruppe

Kurzbiographie AutorIn

Mickaël Launay hat Mathematik studiert und über Wahrscheinlichkeitstheorie promoviert. Anfang 30, hat er bereits zahlreiche Projekte entwickelt, um vor allem junge Leute für Mathematik zu begeistern, darunter den millionenfach angeklickten Youtube-Kanal „Micmaths“.