Jugendbuch

Franziska Gehm, Irgendwo zwischen den Welten

Andreas Markt-Huter - 30.05.2026

Franziska Gehm, Irgendwo zwischen den WeltenIch sitze im Zug. Oder besser: Mein Körper sitzt im Zug. Der Rest von mir liegt noch im Bett. In meinem schönen, weichen Bett. In meinem schönen, dunklen Zimmer Ich schließe die Augen, versuche, mich zurück in mein Bett zu beamen. Was echt schwierig ist, weil: Es riecht nach Pommes-Bude. Direkt neben mir. Ein Mann mit gelber Warnweste und Fahrradhelm auf dem Schoß sitzt am Fenster. Nach Pommes sieht er nicht aus. Eher nach Spargel. (S. 9)

Wie jeden Tag fährt Matus mit dem Zug in die Schule und wie jeden Tag sollte der Zug für ca. 30 Sekunden durch einen Tunnel fahren. Doch an diesem Tag, scheint alles anders zu sein. Als Matus, wie immer bis 30 zählt, bleibt es weiterhin draußen dunkel, obwohl der Zug sich nicht langsamer bewegt als üblich. Auch nach 60 Sekunden kommt der Zug noch nicht aus dem Tunnel.

Sophie Jordan, A Fire in the Sky

Andreas Markt-Huter - 23.05.2026

Sophie Jordan, A Fire in the Sky„Drachen leben. Alle glauben, es gäbe sie nicht mehr, dass die letzten ihrer Art im Gemetzel ausgelöscht wurden. Dass sie in Vergessenheit geraten sind, nur noch Erinnerungen, von denen die Barden erzählen. […] Vor vielen Jahren kamen die Königreiche der Menschen zusammen und wagten sich in die Tiefen der Gebirgswüste. Soldaten verbündeten sich für ein größeres Wohl, um den unheilvollen Drachen ein Ende zu setzen.“ (S. 9)

Das Königreich Penterra wird an seiner Nordseite von Feinden bedroht und ist auf die Verteidigung des Reichs durch die Lords der Grenzlande angewiesen, die als raue blutrünstige Kämpfer gelten. Am Hof des Königreichs lebt Tamsyn, die als Baby in einem Korb im Burghof ausgesetzt worden war und von der Königin aufgenommen wurde. Dort ist ihr die Rolle als königliches Prügelmädchen zugewiesen worden, das stellvertretend für die Prinzessinnen die Strafe zu erdulden hat.

Celine Leonora, A Lesson in Murder

Andreas Markt-Huter - 19.05.2026

Celine Leonora, A Lesson in Murder„An welcher Stelle hatte ich mich verkalkuliert, sodass es mich jetzt vielleicht mein Leben kostete? Es hatte wohl alles vor einem Monat begonnen mit diesem verheerenden Brief. Ich hätte einfach niemals die Aufforderung des Schreibers befolgen dürfen und doch war es mir so leichtgefallen, der Angst nachzugeben. Weil ich schwächer war, als ich es mir bis heute eingestehen konnte.

Als Tochter eines Minsterium Mitarbeiters besucht Astoria Blairwood die elitäre Schule für Kriminologie, St. Moriarty. Wieder einmal hat sie einen anonymen Drohbrief erhalten, in dem ihr angedroht wird, ein Geheimnis zu verraten. Diesmal wird sie aufgefordert, einen bestimmten Treffpunkt aufzusuchen, zu dem jedoch niemand erscheint. Stattdessen hört sie einen Schrei und muss bei ihrer Rückkehr erfahren, dass Hartley Alderidge, ihre beste Freundin, ermordet worden ist.

Josh Silver, Happy Head

Andreas Markt-Huter - 09.05.2026

Josh Silver, Happy Head„Herzlichen Glückwunsch! Hiermit möchten wir dich davon in Kenntnis setzen, dass du für die Pilotrunde von HappyHead ausgewählt wurdest. HappyHead ist das erste Projekt seiner Art. Basierend auf der Forschung von Dr. Eileen Stone und geleitet von international führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, bietet es den Teilnehmenden mit seinem innovativen Ansatz eine echte Chance auf nachhaltiges Glück.“ (S. 5)

Der siebzehnjährige Sebastian, kurz Seb genannt, ist ein ruhiger, nachdenklicher Teenager, der darunter leidet, die Erwartungen seiner Eltern und seiner Umwelt nach ständiger Fröhlichkeit nicht zu erfüllen. Zu seiner Überraschung erhält er eine Einladung zum exklusiven „HappyHead-Programm“, das ausgewählte Jugendliche zu den glücklichsten und erfolgreichsten Menschen der Welt ausbilden soll.

Flix, Immerland – Die Stadt der Ewigkeit

Andreas Markt-Huter - 02.05.2026

Flix, Immerland – Die Stadt der Ewigkeit„Als Mika aus dem Zug stieg, ahnte er nicht, dass er heute sterben würde. Er fand auch so schon alles furchtbar genug. Die Hitze. Die viel zu schwere Reisetasche. Den runtergekommenen Bahnhof am Ende der Welt. Und dann auch noch Oma. Oma, die am Gleis stand, ihn durch meterdicke Brillengläser anstrahlte und ihm mit ihren Vogelärmchen aufgeregt entgegenwinkte. »Mika! Mika, mein Spätzchen!«“ (S. 7)

Der 12 5/6-jährige Mika muss vier Wochen seiner Sommerferien bei Oma verbringen, weil sich sein Papa auf einer Dienstreise befindet. Ihm steht ein scheinbar langweiliger Urlaub im Euleneck, einem ehemaligen, mittlerweile recht heruntergekommenen Gutshof bevor. Er ahnt noch nicht, dass ihm ein Abenteuer auf Leben und Tod bevorsteht, nachdem er seine Oma retten will, als diese plötzlich erkrankt.

Ursula Poznanski, Erebos 3

Andreas Markt-Huter - 28.04.2026

Ursula Poznanski, Erebos 3„Nick stand in der voll besetzten U-Bahn, als ihm zum ersten Mal dämmerte, dass etwas nicht stimmte. Sein Handy hatte mehrmals vibriert, als würde jemand anrufen. Die Nummer auf dem Display sah allerdings merkwürdig aus: 22032. Das konnte keine Telefonnummer sein. Er überlegte kurz ranzugehen, aus reiner Neugier. Doch noch bevor er eine Entscheidung treffen konnte, brach der Anruf ab. (S.

Maureen Johnson, Death at Morning House

Andreas Markt-Huter - 23.04.2026

Maureen Johnson, Death at Morning House„Damit fing alles an – mit einem bloßen Geruch. Kennt jemand dieses Wort? Ich habe es von Akilah Jones gelernt. Akilah, Akilah, Akilah … Zum ersten Mal sah ich sie in Französisch in der Neunten. Sie konjugierte sich damals mit ihrem ersten unregelmäßigen Verb die Seele aus dem Leib und trug einen weichen gelben Pullover, als mir klar wurde, dass ich in sie verliebt war.“ (S. 13)

Marlowe Wexler besucht die letzte Klasse einer Highschool am Oneida Lake im Bundesstaat New York. Ein langersehntes Date mit ihrer Mitschülerin Akilah Jones, in die sie bereits seit Jahren verliebt ist, endet in einem Fiasko, als durch eine explodierende Kerze das Haus der Jones in Brand gerät. Sie ergreift die Flucht, indem sie einen Sommerjob auf Ralston Island im St.-Lawrence-River-Archipel annimmt.

Judith Mohr, Stadt der Magier und Diebe

Andreas Markt-Huter - 18.04.2026

Judith Mohr, Stadt der Magier und Diebe„Ich war ein Taschendieb und ich war ein zweites Mal gefangen worden. Das erste Mal, wenn die Stadtpolizei einen Dieb fängt, wird er im Hof der Polizeiwache ausgepeitscht und wieder laufen gelassen. Das war mir im Jahr zuvor passiert. Da war ich vierzehn. Die zwölf langen Narben auf meinem Rücken juckten jedes Mal, wenn ich nur daran dachte. Das Erste, was die Polizei macht, wenn sie einen Dieb fängt, ist, sein Hemd auszuziehen oder es einfach aufzureißen. Dabei ist die Polizei nicht zimperlich. An den Narben auf dem Rücken sieht man sofort, ob es das erste oder zweite Mal ist.“

Als der 15-jährige Taschendieb Cor bereits zum zweiten Mal von der Polizei erwischt wird, droht ihm entweder der Galgen oder der Verkauf in die Sklaverei. Mit einer Schlinge um den Hals wird er zur Auktion geführt und zu seinem Glück von einem Herrn mit Zylinder ersteigert. Als Zeichen für seinen neuen Sklavenstatus wird ihm ein S in den Oberarm gebrannt.

Sigrid Undset, Olav Audunssohn

Andreas Markt-Huter - 09.04.2026

Sigrid Undset, Olav Audunssohn„Zu der Zeit, da Harald Gilles Söhne in Norwegen herrschten, lebte in den Dörfern um den See Mjøsa eine Sippe, die von allen die »Steinfinnssöhne« genannt wurden. Ihnen gehörten achtzehn große Höfe, verteilt über die Kirchengemeinden der Gegend.“ (S. 7)

Im 13. Jahrhundert steht die Gesellschaft in Norwegen vor der großen Herausforderung den Forderungen des alten Ehrendkodex und den neuen Ansprüchen der christlichen Moral. Dabei bilden gesellschaftliche Erwartungen, familiäre Verantwortung und das persönliche Ringen um moralische Schuld den tragischen Mittelpunkt der Handlung.

Salah Naoura, Der Junge, der auf ein Haus stieg

Andreas Markt-Huter - 02.04.2026

Salah Naoura, Der Junge, der auf ein Haus stiegVon hier oben ist die Welt viel übersichtlicher. Alles wirkt geordneter, weniger chaotisch. Erst jetzt, mit dreizehn, kapiere ich, was Papa damals gemeint hat, als er zum ersten Mal vom Gleitschirmfliegen schwärmte. Dass man die Dinge aus der Vogelperspektive klarer sieht. Durch den Abstand. Ich sitze auf dem Hochhaus und wundere mich, dass dieses schreckliche Ziehen in meinen Beinen nicht beginnt. Komisch. Auch kein Herzrasen. Als würde ich träumen und dabei wissen, dass es nur ein Traum ist und die Schwerkraft mir nichts anhaben kann. (S. 5)

Auf dem Dach eines Hochhauses sitzend lässt der dreizehnjährige Viktor sein bisheriges Leben vorbeiziehen, in dem die grenzenlose Abenteuerlust seines Vaters, das Leben der Familie bestimmt hat. Süchtig nach dem großen Kick und nach der Gefahr liebt er es mit dem Fallschirm oder Wingsuit in die Tiefe zu stürzen. Auch Viktor will er für Gleitschirmfliegen, Klettern u.a. Extremsportarten begeistern, was zu ständigem Streit mit Viktors Mama führt.