Lisa-Marie Dickreiter / Andreas Götz, Karlchen hilft dem Weihnachtsmann, ob er will oder nicht
„Jetzt will ich dir von Karlchen und der Sache mit dem Weihnachtsmann erzählen. Falls du Karlchen noch nicht kennst: Sie ist ein Mädchen und kein Junge, und eigentlich heißt sie Karla. Sie wohnt mit Mama, Papa, Opa und ihrem kleinen Bruder Johann auf einem Bauernhof in einem winzigen Tal. Und obwohl sie erst sechseinhalb Jahre alt ist, glaubt Karlchen schon seit letztem Weihnachten nicht mehr an den Weihnachtsmann.“ (S. 10)
Karlchen ist unglaublich enttäuscht über Weihnachten, seit sie im letzten Jahr entdeckt hat, dass ihre Mutter die Pakte unter den Weihnachtsbaum legt. Und das alles nur, weil sie krank war und in ihrem Zimmer auf das Glockenläuten des Weihnachtsmanns warten musste. Als sie dessen Schritte zu hören glaubte und den Weihnachtsmann zur Rede stellen wollte, warum sie nicht alle Geschenke auf ihrem Wunschzettel erhielte, überraschte sie statt dem Weihnachtsmann ihre Mutter.
„Ecki Eichhörnchen streckte die Nase aus seinem Kobel und blinzelte sechs Äste der alten, knorrigen Eiche hinauf. Dort saß Rudi Rotkehlchen auf dem Rand seines Nestes und trällerte in die Stille des Waldes hinein. »Guten Morgen Rudi«, rief Ecki dem Vogel zu, der ihm zuzwinkerte, aber sein Lied nicht unterbrach.“ (S. 7)
„An einem hellen Frühlingstag liefen Pauli und Nickel zum Bach. Da kamen ihnen eine alte Frau mit einer schweren Gießkanne entgegen. »Moment! Ich kann helfen«, rief Pauli und nahm den zweiten Griff der Kanne. »Wo willst du denn hin?« »Zu meinem Garten«, antwortete die alte Frau. »Der Brunnen ist ausgetrocknet. Deshalb hole ich das Wasser am Bach.« Pauli sah sich verwundert um. Wo war denn hier ein Garten?“
„Der kleinen Steinbock Hörnchen lebt auf dem Gipfel der Glückseligkeit. Er liebt seine Freiheit und pfeift auf Regeln. Hörnchen, sag doch mal Hallo! Kein Bock, kein Bock, kein Bock! Hört ihr? Ein echter Keinbock eben. Ich probiere es mal so: Hörnchen, hast du Lust auf eine Geschichte? Meine Geschichte? Au ja! Na gut, dann komm her und stell dich vor.“
„Ob Julenisse, Jultomte oder Joulutonttu – in Skandinavien sorgen kleine Wichtelwesen schon lange für magische Weihnachten. Die Helferlein des Weihnachtsmannes ziehen bei den Familien ein und versüßen ihnen die Wartezeit auf das Fest, indem sie mit lustigen Streichen und süßen Aktionen für eine Menge Spaß sorgen.“ (S. 5)
„Auf dem Grund eines abgelegenen Teichs lebte eine Gruppe von Wasserlarven. Sie waren eine fröhliche Schar und es machte ihnen überhaupt nichts aus, dass ihr Zuhause tief unten im Wasser und so weit weg von der Sonne war. Viele Monate im Frühling und Sommer huschten und rannten die Larven geschäftig über den weichen und schlammigen Boden des Teichs.“
„Milo wohnte in einem hübschen kleinen Haus in einer hübschen kleinen Straße. Er LIEBTE sein Zuhause aus vielen Gründen, aber vor allem, weil … sein bester Freund Jonah gleich nebenan wohnte! Milo und Jonah teilten miteinander Glück und Unglück und alles dazwischen. Nichts war schöner als das Gefühl, einen besten Freund zu haben.“
„Die basketballgroßen Augen von Riesen- und Koloss-Kalmaren sind die größten der Welt! Mit ihnen sehen sie in der sonnenlichtlosen Tiefsee, wo sich ihr ärgster Feind herumtreibt: der Pottwal! Er selbst leuchtet zwar nicht, aber kleinere Tiefsee-Lebewesen, die mit ihm zusammenstoßen, sorgen für eine verräterisch blitzende Umgebung. Diese pottwalförmige Blitzwolke können die Kalmare aus mehr als hundert Metern Entfernung sehen und versuchen, rechtzeitig zu fliehen.“ (S. 6)
„Der Bär liebte Märchen. Er saß in seiner Höhle, und überall stapelten sich die Märchenbücher. »Niesen verboten«, stand auf einem Schild an der Höhlenwand. Das hatte der Bär aufgehängt, um sich selbst daran zu erinnern, dass er in der Höhle nicht niesen durfte. Einmal hat er so stark niesen müssen, dass alle Büchertürme umgeflogen waren.“ (S. 5)
„Eines Morgens saß ein alter Bär auf dem Hügel hinterm Haus. Niemand wusste, woher er gekommen war und weshalb. Von rundherum kamen die Leute, um mit ihm zu reden. Doch er reagierte nicht. Vielleicht kann er uns nicht verstehen? Vielleicht hat er was an den Ohren? Vielleicht mag er uns nicht?, fragten sie sich.“