9-11 Jahre

Sarwat Chadda, Storm Singer

Andreas Markt-Huter - 26.03.2026

Sarwat Chadda, Storm Singer„Mein Drachen war etwas Besonderes. Wendiger als ein Falke, stärker als ein Adler und schillernder als ein Eisvogel. Er beherrschte den Himmel. Er war mehr als nur ein Drachen: Er war ein Himmelskrieger. Ein Patang. Die Sonne war gerade erst aufgegangen, und über der Wüste flirrte die Hitze. Ich saß so bequem wie irgend möglich im Schatten der raschelnden Blätter unseres großen alten Feigenbaums neben dem aus Steinen aufgetürmten Schrein meiner Eltern.“ (S. 13)

Vor sechs Jahren hat sich die zwölfjährige Nargis so schwer am Bein verletzt, dass sie für immer Krücken brauchen wird. Nach dem Tod ihrer Eltern lebt sie bei ihrem Großvater auf einer kleinen Farm in einer alten Hütte aus Lehmziegeln. Nargis ist sich sicher, dass ihre Eltern von den Garudas, dem herrschenden Volk mit Flügel und Fußkrallen, ermordet worden ist. Nargis ist eine Storm-Singerin und besitzt die Fähigkeit durch ihr Geistersingen die Elemente zu beeinflussen. Nur kann sie die konkreten Auswirkungen nicht immer kontrollieren, weil sich die Geister nichts befehlen lassen.

Lena Hach, Jahrmarkt der Zeitreisenden - Der gestohlene Kristall

Andreas Markt-Huter - 17.03.2026

Lena Hach, Jahrmarkt der Zeitreisenden - Der gestohlene Kristall„Mein Blick fällt auf einen schmalen Jungen in Hosenträgern, der unten am Geländer lehnt. Die Hände tief in die Taschen seiner Kniebundhose geschoben, schaut er mich direkt an. Als sich unsere Blicke treffen, legt er den Kopf kaum merklich schief. Eine blonde Strähne rutscht unter seiner Schiebermütze hervor und fällt in sein Gesicht. Und dann lächelt er.“ (S. 12)

Liv arbeitet mit ihren Eltern in einem Schaumarkt, der zwischen März und Oktober durch das Land zieht. Der Stolz der Familie ist ein altes Karussell, dessen Spitze ein sagenumwobener Kristall ziert, als Symbol für Tradition, Glück und Zusammenhalt der Schaustellergemeinschaft. Als eines Tages ein merkwürdig gekleideter Junge auftaucht, der wie aus der Zeit gefallen zu scheint, gerät Livs vertraute Welt aus den Fugen.

Benedict Mirow, Joshua Jackelby

Andreas Markt-Huter - 05.03.2026

Benedict Mirow, Joshua Jackelby„Josh wohnte im Bahnhof, wie die anderen Zeitungsjungen. Sie nannten sich die Waterloo Boys, nach dem großen Gebäude, das erst vor wenigen Jahren eröffnet wurde. Der Bahnhof war ihre Heimat. Hier verkauften sie den Reisenden Zeitungen für zwei Pence und hatten niemanden, außer sich selbst. Die meisten schliefen, wo immer sie gerade Platz fanden. Die Mutigen legten sich auf den breiten Eisenträgern der weiten Dachkonstruktion zur Ruhe. Bis sie vom schrillen Pfeifen des ersten Zuges geweckt wurden und sie in der Druckerei flussaufwärts die neuesten Ausgaben der »London Times« abholten.“ (S. 7)

Die Geschichte beginnt im März 1851, wo in London Königin Victoria gerade die Weltausstellung im Crystal Palace eröffnet und der Zeitungsjunge Joshua Jackelby, die aktuellen Nachrichten über dieses Ereignis verbreitet. Wie die anderen Zeitungsjungen gehört er zu den sogenannten Waterloo Boys, deren Arbeitsplatz und Heimat der Bahnhof der Waterloo Station ist. Bald wird er in gewisser Weise selbst in die Ereignisse rund um die Weltausstellung gezogen werden wird.

Johan Rundberg, Mika Mysteries - Der Ruf des Nachtraben

Andreas Markt-Huter - 26.02.2026

Johan Rundberg, Mika Mysteries - Der Ruf des Nachtraben„In der Kälte dampft der kleine, nackte Körper wie ein frisch gebackener Laib Brot. Rasch schlägt Mika das Tuch wieder um den Säugling. »Wie heißt du?«, bringt sie schließlich hervor. Der Junge erschaudert und sieht die Straße hinunter. Als er Mikas Blick erwidert, verzieht er den Mund zu einem ängstlichen Lächeln. »Der Dunkle Engel weiß, dass ich sie genommen habe.« Ehe Mika etwas erwidern kann, dreht sich der Junge um und eilt davon.“ (S. 8)

Eines Nachts wird ein frischgeborenes Baby von einem Jungen in einem Waisenhaus abgegeben. Das zwölfjährige Waisenkind Mika nimmt das Baby entgegen und erblickt im zwielichtigen Hintergrund einen Mann, der sie beobachtet. Noch in derselben Nacht kommt es einem mysteriösen Mord und die Polizei beginnt sich für Mikas Beobachtungen während dieser Nacht zu interessieren.

Hayley Hoskins, Whisperling - Die Geister-Detektivin

Andreas Markt-Huter - 24.02.2026

Hayley Hoskins, Whisperling - Die Geister-Detektivin„Meine Eltern treiben Geschäfte mit dem Tod. Genauer gesagt besitzen sie ein bescheidenes Bestattungsunternehmen in Alderley, dort, wo wir wohnen. Mit der Kutsche liegt es eine halbe Tagesreise von Bristol entfernt. Pa ist Möbeltischler von Beruf und hat begonnen schlichte Särge zu fertigen. Mama kümmert sich um die Aufbahrung der Leichen. »Die Toten können keinem mehr schaden«, bemerkt sie gern.“ (S. 11)

Die zwölfjährige Peggy Devona aus Alderley hat Erfahrung mit dem Tod, führen ihre Eltern doch ein Bestattungsunternehmen. Doch besitzt sie noch eine ganz außergewöhnliche Gabe: Sie ist eine Wisperling und kann mit den Seelen der Verstorbenen sprechen. Da den meisten Menschen diese Fähigkeiten Angst machen, hält sie diese vor der Außenwelt geheim. Nur ihre Eltern und ihre beste Freundin Sally wissen davon.

Marc Rosenberg, Eliot Holtby und das Universum der Vergangenheit

Andreas Markt-Huter - 13.02.2026

Marc Rosenberg, Eliot Holtby und das Universum der Vergangenheit„Durch die Eisblume am Fenster fiel schwach das Mondlicht auf Eliot, der warm eingemummelt unter seinem Federbett lag und tief schlief. Hilarius Winterbird strich ihm vorsichtig eine widerspenstige Haarsträhne aus dem schmalen Gesicht. Noch deutete nichts darauf hin, dass dieser Tag ihr Leben für immer verändern würde – seines und das von Eliot Holtby.“ (S. 11)

Der dreizehnjährige Eliot ahnt nicht, dass während er friedlich schläft, sein Ziehvater Hilarius sich auf den Weg macht, um Eliots Schicksal zu entscheiden und sein Leben zu retten. In einer Kirche trifft er Pastor Gregorius van Braafleid, der Hilarius drängt, Eliot endlich über seine Eltern und die Bevorstehende Bedrohung durch seine Tante aufzuklären, die mit seiner Hilfe die Herrschaft über die Welt erringen will.

Lois Lowry, Unvergesslich, Sophie

Andreas Markt-Huter - 31.01.2026

Lois Lowry, Unvergesslich, Sophie„Bei dem Spiel mit den zwei Wahrheiten und einer Lüge muss man ganz schön raffiniert sein. Der Trick ist, bizarre, unglaubwürdige Wahrheiten zu sammeln. Hier, ich nenne dir ein Beispiel. Eins: Ich werde an meinem nächsten Geburtstag zwölf, im September. Zwei: Mein zweiter Vorname ist Henry, obwohl ich ein Mädchen bin. Drei: Meine beste Freundin ist siebenundsiebzig Jahre älter als ich. Nummer eins ist die Lüge.“ (S. 7)

Die elfjährige Sophia Henry Winslow ist ihrem Freund Ralphie Mariani beim Ratespiel „Zwei Wahrheiten und eine Lüge“ hoffnungslos überlegen, weil sie die Raffinessen des Schwindelns besser beherrscht. Kein Wunder also, dass sie gerne Geschichten schreibt. In dieser Geschichte stehen sie selbst und ihre beste Freundin, die achtundachtzigjährige Sophie Gershowitz im Mittelpunkt.

Jules Howard, Bones - Knochen und Skelette in der Tierwelt

Andreas Markt-Huter - 21.01.2026

Jules Howard, Bones - Knochen und Skelette in der Tierwelt„Wir Menschen sehen uns oft als einzigartig an, doch unsere Knochen sind alles andere als einzigartig. Schaut man sich die Skelette von Tieren an, dann sieht man, dass die Knochen zahlreicher Arten unseren sehr ähnlich sind, wenn auch mal dünner oder dicker, kürzer oder länger. Das ist das Faszinierende an Tierskeletten: Es sind immer die gleichen Knochen, auch wenn sie immer ein bisschen anders aussehen.“ (S. 10)

Das Sachbuch für Kinder vermittelt anschaulich, wie ähnlich die Knochen und der Bauplan des Skeletts bei den Wirbeltieren ausgeführt sind. Die Baupläne der Skelette erweisen sich als relativ einfach, haben sich aber an die jeweiligen Erfordernisse und Lebensumstände der verschiedenen Tierarten, sei es an Land, im Wasser oder in der Luft, angepasst.

Louisa May Alcott, Little Women - Vier Schwestern finden ihren Weg

Andreas Markt-Huter - 15.01.2026

Louisa May Alcott, Little Women - Vier Schwestern finden ihren Weg„In den drei Jahren, die seither vergangen sind, hat sich in der bescheidenen Familie vieles verändert. Der Krieg ist vorüber und Mr. March wieder wohlbehalten zu Hause, wo er sich mit seinen Büchern beschäftigt und mit der kleinen Pfarrgemeinde, die in ihm einen geborenen Pastor gefunden hat: einen ruhigen, wissbegierigen Mann voller Weisheit, die weit über erlerntes hinausgeht …“ (S. 7)

Das Leben der Familie March beginnt nach der Rückkehr von Mr. March langsam wieder seinen gewohnten Gang zu gehen. Die Mädchen sind drei Jähre älter und Meg plant als erste der vier Geschwister zu heiraten und das Elternhaus zu verlassen. Jo schreibt Artikel für die Zeitung, Laurie studiert am College und Amy, die von vielen seiner Collegefreunden verehrt wird, pflegt Tante March.

Louisa May Alcott, Little Women - Vier Schwestern halten zusammen

Andreas Markt-Huter - 05.01.2026

Louisa May Alcott, Little Women - Vier Schwestern halten zusammen„»Weihnachten ohne Geschenke ist einfach kein Weihnachten«, maulte Jo, die auf dem Teppich lag. »Arm zu sein, ist schrecklich!«, jammerte Meg, die seufzend ihr altes Kleid betrachtete. »Ich finde es ungerecht, dass manche Mädchen jede Menge hübsche Sachen haben und andere gar keine«, fügte die kleine Amy mit einem gekränkten Schniefen hinzu. »Immerhin haben wir Mutter und Vater und uns«, sagte Beth zufrieden in ihrer Ecke.“ (S. 7)

Mitten im Amerikanischen Bürgerkrieg feiert die Familie March in Neuengland ein bescheidenes Weihnachtsfest, während ihr Vater, der Gelehrte und Pastor Robert March als Oberst in der Unionsarmee dient. Ihre Mutter Margret, von allen Marmee genannt, kümmert sich als Haushaltsvorstand in dieser Zeit um ihre Erziehung und engagiert sich für wohltätige Zwecke.