9-11 Jahre

Jack Challoner u.a., Das große Buch der Technik

Andreas Markt-Huter - 05.07.2025

Das große Buch der Technik„Ein modernes Haus ist voller Technik – von Systemen, die sauberes Wasser liefern und die Lufttemperatur regeln, bis hin zu Apps, die das Licht einschalten, wenn niemand zu Hause ist, und Alarme, die es uns melden, wenn in der Küche etwas anbrennt.“ (S. 26)

Technik bestimmt in weiten Bereichen das Leben der Menschen, sei es in der Medizin, wo ohne moderne Technik keine Operationen und Untersuchungen mehr stattfinden, sei es im Bereich des Wohnens und der Mobilität. Eine nicht weniger wichtige Rolle spielt die Technik für die Energiegewinnung, die Industrie, die Fahrzeugtechnik und die Weltraumtechnik. All diese Bereiche stellt das „große Buch der Technik“ seinen jungen Leserinnen und Lesern kindergerecht vor.

Cornelia Franz, Wildesland

Andreas Markt-Huter - 05.06.2025

Cornelia Franz, Wildesland„Die Steinchen unter seinen Wanderstiefeln knirschten bei jedem Schritt. Und mit jedem Schritt wurde seine Wut und der Schmerz in ihm ein bisschen größer. Nein, er gehörte nicht zu ihnen, das wusste er schon lange. Mama, Papa und Benni, die kamen prima miteinander aus. Nur er war immer der Störefried. Zu laut war er, zu wild, zu ungeschickt, genauso wie in der Schule.“ (S. 11)

Matthis macht mit seinen Eltern und seinem kleinen Bruder Benni Urlaub in einer Ferienhütte in den norwegischen Wäldern. Er ärgert seine Eltern, als er aus dem Auto heraus mit seiner Steinschleuder auf vorbeifahrende Autos zu schießen beginnt. Als es seinem Vater zuviel wird, bleibt er stehen und wirft Matthis aus dem Wagen, sodass er die letzten Meter zu Fuß zur Ferienhütte gehen muss. Voller Wut macht er sich mit seiner Hündin Tara auf den Weg, bis er eine schreckliche Entdeckung macht.

Brigitte Schniggenfittig / Jörg Wagner, Wer sagt denn sowas?

Andreas Markt-Huter - 27.05.2025

Brigitte Schniggenfittig, Wer sagt denn sowas?„Viele Reisen beginnen an einem Bahnhof. Auch am Anfang unserer Sprachreise steht ein Bahnhof, nämlich das Wort Bahnhof. »Ich verstehen nur Bahnhof« - das sagst du vielleicht, wenn du nicht verstehst, was andere zu dir sagen. »Wie meinst du das?«, fragst du dann, und vielleicht ist alles schnell geklärt. Es ist also nicht so schlimm, wenn du manchmal Bahnhof verstehst. Nicht schlimm und auch nicht verwunderlich.“ (S. 15)

„Wer sagt denn sowas?“ setzt sich mit der spannenden Welt der Redewendungen und dem Wunder der Kommunikation auseinander. Dabei wird der faszinierenden Frage nachgegangen wie aus 40 Lauten und 30 Buchstaben der deutschen Sprache hunderttausende Wörter und immer neue Sätze entstehen und verstanden werden können.

Clare Harlow, Die Diebin der vielen Gesichter

Andreas Markt-Huter - 24.04.2025

Clare Harlow, Die Diebin der vielen Gesichter„Die Straße wurde Wandelgasse genannt, weil man niemals genau wusste, wo sie sich befand. Manche Menschen behaupteten, sie wären von einer seltsamen leisen Melodie zu ihrem Eingang geführt worden. Andere meinten, um sie aufzuspüren, müsse man sich lediglich an die Ecke zwischen Glockenstraße und Backhausgasse stellen und darauf warten, dass der Wind dreht. Aber Ista Flit war vollkommen klar, dass keiner dieser Menschen, die Gasse je betreten hatte.“ (S. 7)

Dass ein Besuch in der Wandelgasse gefährlich sein kann, weiß die junge Ista Flit aus eigener Erfahrung, werden die Ungeheuer doch durch starke Magie, Nebel und Dunkelheit ganz besonders angezogen oder verschwinden Leute einfach so. Außerdem ist die ganze Gasse alles andere als leicht zu finden, doch kommt ihr dabei ihre ausgezeichnete Nase zugute, mit der sie den Geruch nach Rauch und Brackwasser wahrnehmen kann. Doch kann Ista auch noch auf andere außergewöhnliche Fähigkeiten zurückgreifen, als ihre gute Nase.

Jacqueline Davies, Alice und die Geister von nebenan

Andreas Markt-Huter - 10.04.2025

Jacqueline Davies, Alice und die Geister von nebenan„Wenn Alice ganz still dastand, spürte sie abermals einen stetigen Herzschlag, diesmal durch ihre Fußsohlen. Sie kniete sich hin und legte beide Handflächen auf den ebenen Boden. Eine Spinne ließ sich an einem dünnen Seidenfaden herab und baumelte vor ihrem Gesicht, schien sie zu beobachten. Alice hielt erneut die Luft an, fühlte, wie es unter ihren Händen pulsierte und war sich nun ganz sicher: Dieser Herzschlag gehörte nicht zu ihr.“ (S. 40)

Die zehnjährige Alice Cannoli-Potchnik hat die Freundlichkeit und das handwerkliche Geschick von ihrem Vater und die Intelligenz und Furchtlosigkeit ihrer Mutter geerbt. Das College, an dem Alices Mutter als Professorin arbeitet, bittet sie bereits zum zwölften Mal umzuziehen. Immer wenn Alice und ihr Vater die verfallenen Häuschen in kürzester Zeit wiederhergerichtet haben, wird es vom College mit Gewinn verkauft und die Familie in ein neues verfallenes Haus geschickt.

Gregor Wolf, Liva Bärentochter – Wildes Kind des Waldes

Andreas Markt-Huter - 01.04.2025

Gregor Wolf, Liva Bärentochter„Johan senkte den Kopf und legte die Pfeife auf seinen Oberschenkel. »Wir waren gierig geworden und hatten uns aus dem Wald genommen, was wir wollten. Viel mehr als wir zum Leben brauchten. Das hat die Waldgeister erzürnt. Und sie haben Bärenmutter geschickt. Sie kam also, um uns zu bestrafen und zu warnen. Niemals mehr sollte auch nur ein Krautsaumer einen Baum schlagen oder ein Tier des Waldes töten. Sie hat es uns einfach verboten. Aber nicht alle haben sich daran gehalten.« Johan verstummte.“ (S. 5)

Livia ist eine Waldtrollige, die die gerne heimlich die Menschen besucht. Gemeinsam mit ihrer Mutter Lamilivasursamilva, kurz Mila, lebt sie weit weg von den Menschen, in einem abgeschiedenen Wald. Doch Ruhe und Frieden werden gestört, als der Küchenjunge Anders um sein Leben fliehen muss und in ihrem Wald Schutz sucht.

Ash Bond, Peregrine Quinn – Chaos auf dem Olymp

Andreas Markt-Huter - 22.03.2025

Ash Bond, Peregrine Quinn„»Bist du dir sicher, dass sie nur schläft?«, flüsterte Peregrine. »Und nicht … du weißt schon …« Sie schielte zu der Bibliothekarin, deren Stirn auf dem Schreibtisch ruhte. Der jungen Frau war ihr Melonenhut vom Kopf gerutscht und ein Paar spitze Ohren mit grünem Rand lugten aus ihrer schwarzen Lockenpracht hervor. »Was? Tot?« Peregrines Patenonkel, Daedalus Bloom, hob das schlaffe Handgelenk der Bibliothekarin an, holte seine Taschenuhr hervor und prüfte ihren Puls.“ (S. 11)

Die zwölfjährige Peregrine Quinn lebt bei ihrem Patenonkel Daedalus Bloom in Oxford, dessen Blumenladen sich direkt um die Ecke der Bodleian-Bibliothek befindet, wo im Leseraum 3, am Buchregal 52 der Portaltunnel 9 angelegt ist. Die Portaltunnel verbinden die kosmische Welt der Olymp AG mit der Welt der Menschen. Doch eines Tages bricht das gesamte Portaltunnel-Netzwerk zusammen. Bald darauf verschwindet Daedalus, der allein, die Portale wiederherstellen kann.

Luisa Fuchs, Anton Monsterjäger - Die Nacht der Geister

Andreas Markt-Huter - 11.03.2025

luisa fuchs, anton monsterjäger„Eine kleine pelzige Pfote presste sich auf Antons Mund und verschloss den Fluch hinter seinen Lippen. »Still«, raunzte Nepomuk ihm ins Ohr. »Oder willst du vom erstbesten Monster gefressen werden?« Widerwillig schob Anton die Pfote seines Freundes beiseite und sammelte sich blaue Fellflusen von der Zunge. »Vielleicht ist das besser, als von dem Monstergewächs aufgespießt zu werden, in dem wir hocken!«“ (S. 5)

Zu Halloween sind die Grenzen zwischen der Welt der Menschen und der Geister besonders durchlässig, was Anton und seine Freunde von der Burgschule zu besonderer Achtsamkeit herausfordert. Als ein gespenstischer Wind durch die Gassen des Städtchens Helltoren weht, müssen die Monsterjäger erkennen, dass sich die Geister bereits in ihrer unmittelbaren Nähe befinden.

Umberto Galimberti / Luca Mori, Das Buch der großen Fragen

andreas.markt-huter - 01.02.2025

umberto galimberti, das große buch der fragen„Kinder werden nicht weise geboren, doch im Gegensatz zu den Unwissenden hören sie nicht auf, Fragen zu stellen – Fragen, die von den Erwachsenen oft ignoriert werden. Die Fragen der Kinder bleiben also unbeantwortet, dabei könnten sie die Antworten, die sich die Erwachsenen auf ihre eigenen Probleme gegeben haben, infrage stellen und so ihre Sicht der Welt verändern.“ (S. 20)

„Das Buch der großen Fragen“ bringt Kindern in 50 Fragen näher, was es heißt, die Welt die Rätsel der Welt und des Lebens philosophierend zu betrachten. Dabei steht die Suche nach Antworten auf Fragen im Mittelpunkt, die so formuliert sein sollen, dass sie keine Widersprüche, unbegründete Voraussetzungen und voreilige Schlussfolgerungen beinhalten. Die Antworten müssen die Fragenden selbst finden, das heißt: Philosophieren.

Jolan C. Bertrand, Die Winterschwestern

andreas.markt-huter - 18.01.2025

jolan c. bertrand, die winterschwestern„Vor langer, langer Zeit gab es zwei Winter: Die Große Winterschwester und die Kleine Winterschwester. Die Große brachte die Unwetter mit, die Stürme, das Schneetreiben, die bitterkalten Nächte, die nicht einmal mit Feuer zu wärmen vermochten. […] Die Kleine Winterschwester, das waren die Seen, die noch vor dem ersten Schneefall zufroren, sodass man darauf Schlittschuh laufen konnte, die Schneeballschlachten, die Schlittenfahrten, der Wintermarkt und das Julfest.“ (S. 9)

In der großen Halle von Nebeldorf versammelt sich während eines heftigen Schneesturmes die Wikingergemeinde, um über den Diebstahl zahlreicher Dinge zu diskutieren. Zunächst steht der zehnjährige Alfred, der die Gemeinde stets mit seinen Streichen verärgert, unter Verdacht. Da aber nicht nur ein Buch, ein Angelhaken und ein Kelch verschwunden sind, sondern auch Brennholz, ein Schmiedeambos und ein schwerer Schild, bleiben nur die Trolle als Diebe übrig.