12-15 Jahre

Sarah Beth Durst, The Faraway Inn

Andreas Markt-Huter - 07.07.2026

Sarah Beth Durst, The Faraway Inn„Sie hatte sich keine richtige Vorstellung davon gemacht, wie es sich anfühlen würde, tatsächlich hier zu sein, ganz allein zwischen diesen unfassbar vielen Bäumen, weit weg von allen, die sie kannte, und allem, was vertraut war. Sie war zu sehr darauf konzentriert gewesen, nicht dort zu sein. Vor ein paar Wochen noch wäre sie nie auf den Gedanken gekommen, zwei ganze Monate nach Vermont zu fahren, aber nachdem ihre Welt zusammengebrochen war, hatte sie die Einladung mit Freuden angenommen.“ (S. 7)

Eigentlich hat Calisa geplant, in ihren Sommerferien am Nachmittag ein paar Stunden in einer Secondhand-Boutique in Brooklyn zu arbeiten und die meiste Zeit mit ihrem Freund Ethan zu verbringen. Als sie jedoch erfährt, dass er sie mit anderen Mädchen betrügt und sie belügt, versucht sie ihrem Liebeskummer aus dem Weg zu gehen, indem sie beschließt ihrer Großtante Zee in Vermont im etwas heruntergekommenen Hotel „Faraway Inn“ zu helfen. Sie ahnt nicht, dass diese Reise ihr Leben grundlegend verändern wird.

Caroline O'Donoghue, Skipshock

Andreas Markt-Huter - 27.06.2026

Caroline O'Donoghue, Skipshock„Doch hier war sie nun: Sie steckte fest, drohendes Unheil ballte sich über ihr zusammen, und sie war ganz allein. Kein neuer Anfang und auch keine schlecht gefärbten Haare würden daran etwas ändern. Wie dumm sie gewesen war, das zu glauben. Der Zug nahm wieder Fahrt auf. Ein schrilles, kreischendes Geräusch, war zu hören, wie Metall auf Metall, und sie wusste, dass der Zug schwer gegen die Dunkelheit ankämpfte.“ (S. 19)

Nach dem Tod ihres Vaters befindet sich die sechzehnjährige Margo in einer psychisch schwierigen Lage und wird von der Schule in eine Therapie gedrängt. Ihre Mutter Donna-Anne sieht sich von der Situation überfordert und beschließt ihre Tochter auf ein Internat in Dublin zu schicken. Und so macht sich Margo kurz vor ihrem Geburtstag auf den Weg, um mit dem Zug von Cork nach Dublin zu fahren. Sie ahnt nicht, dass sie sich auf eine Reise in eine unbekannte fantastische Welt begibt.

Gry Kappel Jensen, Tochter des Nebelwalds

Andreas Markt-Huter - 18.06.2026

Gry Kappel Jensen, Tochter des Nebelwalds„Sie erwachte lange vor Sonnenaufgang. Die Kinder schliefen noch, alles war still. Und doch vernahm sie, dass dort draußen etwas lauerte. Schließlich gab sie es auf, wieder einzuschlafen, schlang sich eine Decke um die Schultern und setzte sich wartend ans Fenster. Als der Morgen graute, schälten sich die vertrauten Formen aus der Dunkelheit. Die zackigen Spitzen der Nadelbäume, das schiefe Dach der Scheune, die Axt, die immer noch im Hackklotz steckte. Und etwas, das nicht dort hingehörte. Sie blinzelte, doch die Gestalt verschwand nicht.“ (S. 9)

Ava und ihre kleine Schwester Linn leben gemeinsam mit ihrem Vater in einer kleinen Waldhütte, am Rande des gefährlichen dunklen Walds. Überall herrscht eine schreckliche Hungersnot und auch Ava und ihre Familie ernähren sich seit langer Zeit nur noch von Baumrinden und Pilzen. Ihre Mutter soll vor langer Zeit verflucht und getötet worden sein, als sie die beiden kleinen Mädchen vor den Nachstellungen einer Hexe gerettet hat.

Franziska Gehm, Irgendwo zwischen den Welten

Andreas Markt-Huter - 30.05.2026

Franziska Gehm, Irgendwo zwischen den WeltenIch sitze im Zug. Oder besser: Mein Körper sitzt im Zug. Der Rest von mir liegt noch im Bett. In meinem schönen, weichen Bett. In meinem schönen, dunklen Zimmer Ich schließe die Augen, versuche, mich zurück in mein Bett zu beamen. Was echt schwierig ist, weil: Es riecht nach Pommes-Bude. Direkt neben mir. Ein Mann mit gelber Warnweste und Fahrradhelm auf dem Schoß sitzt am Fenster. Nach Pommes sieht er nicht aus. Eher nach Spargel. (S. 9)

Wie jeden Tag fährt Matus mit dem Zug in die Schule und wie jeden Tag sollte der Zug für ca. 30 Sekunden durch einen Tunnel fahren. Doch an diesem Tag, scheint alles anders zu sein. Als Matus, wie immer bis 30 zählt, bleibt es weiterhin draußen dunkel, obwohl der Zug sich nicht langsamer bewegt als üblich. Auch nach 60 Sekunden kommt der Zug noch nicht aus dem Tunnel.

Celine Leonora, A Lesson in Murder

Andreas Markt-Huter - 19.05.2026

Celine Leonora, A Lesson in Murder„An welcher Stelle hatte ich mich verkalkuliert, sodass es mich jetzt vielleicht mein Leben kostete? Es hatte wohl alles vor einem Monat begonnen mit diesem verheerenden Brief. Ich hätte einfach niemals die Aufforderung des Schreibers befolgen dürfen und doch war es mir so leichtgefallen, der Angst nachzugeben. Weil ich schwächer war, als ich es mir bis heute eingestehen konnte.

Als Tochter eines Minsterium Mitarbeiters besucht Astoria Blairwood die elitäre Schule für Kriminologie, St. Moriarty. Wieder einmal hat sie einen anonymen Drohbrief erhalten, in dem ihr angedroht wird, ein Geheimnis zu verraten. Diesmal wird sie aufgefordert, einen bestimmten Treffpunkt aufzusuchen, zu dem jedoch niemand erscheint. Stattdessen hört sie einen Schrei und muss bei ihrer Rückkehr erfahren, dass Hartley Alderidge, ihre beste Freundin, ermordet worden ist.

Josh Silver, Happy Head

Andreas Markt-Huter - 09.05.2026

Josh Silver, Happy Head„Herzlichen Glückwunsch! Hiermit möchten wir dich davon in Kenntnis setzen, dass du für die Pilotrunde von HappyHead ausgewählt wurdest. HappyHead ist das erste Projekt seiner Art. Basierend auf der Forschung von Dr. Eileen Stone und geleitet von international führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, bietet es den Teilnehmenden mit seinem innovativen Ansatz eine echte Chance auf nachhaltiges Glück.“ (S. 5)

Der siebzehnjährige Sebastian, kurz Seb genannt, ist ein ruhiger, nachdenklicher Teenager, der darunter leidet, die Erwartungen seiner Eltern und seiner Umwelt nach ständiger Fröhlichkeit nicht zu erfüllen. Zu seiner Überraschung erhält er eine Einladung zum exklusiven „HappyHead-Programm“, das ausgewählte Jugendliche zu den glücklichsten und erfolgreichsten Menschen der Welt ausbilden soll.

Flix, Immerland – Die Stadt der Ewigkeit

Andreas Markt-Huter - 02.05.2026

Flix, Immerland – Die Stadt der Ewigkeit„Als Mika aus dem Zug stieg, ahnte er nicht, dass er heute sterben würde. Er fand auch so schon alles furchtbar genug. Die Hitze. Die viel zu schwere Reisetasche. Den runtergekommenen Bahnhof am Ende der Welt. Und dann auch noch Oma. Oma, die am Gleis stand, ihn durch meterdicke Brillengläser anstrahlte und ihm mit ihren Vogelärmchen aufgeregt entgegenwinkte. »Mika! Mika, mein Spätzchen!«“ (S. 7)

Der 12 5/6-jährige Mika muss vier Wochen seiner Sommerferien bei Oma verbringen, weil sich sein Papa auf einer Dienstreise befindet. Ihm steht ein scheinbar langweiliger Urlaub im Euleneck, einem ehemaligen, mittlerweile recht heruntergekommenen Gutshof bevor. Er ahnt noch nicht, dass ihm ein Abenteuer auf Leben und Tod bevorsteht, nachdem er seine Oma retten will, als diese plötzlich erkrankt.

Ursula Poznanski, Erebos 3

Andreas Markt-Huter - 28.04.2026

Ursula Poznanski, Erebos 3„Nick stand in der voll besetzten U-Bahn, als ihm zum ersten Mal dämmerte, dass etwas nicht stimmte. Sein Handy hatte mehrmals vibriert, als würde jemand anrufen. Die Nummer auf dem Display sah allerdings merkwürdig aus: 22032. Das konnte keine Telefonnummer sein. Er überlegte kurz ranzugehen, aus reiner Neugier. Doch noch bevor er eine Entscheidung treffen konnte, brach der Anruf ab. (S.

Maureen Johnson, Death at Morning House

Andreas Markt-Huter - 23.04.2026

Maureen Johnson, Death at Morning House„Damit fing alles an – mit einem bloßen Geruch. Kennt jemand dieses Wort? Ich habe es von Akilah Jones gelernt. Akilah, Akilah, Akilah … Zum ersten Mal sah ich sie in Französisch in der Neunten. Sie konjugierte sich damals mit ihrem ersten unregelmäßigen Verb die Seele aus dem Leib und trug einen weichen gelben Pullover, als mir klar wurde, dass ich in sie verliebt war.“ (S. 13)

Marlowe Wexler besucht die letzte Klasse einer Highschool am Oneida Lake im Bundesstaat New York. Ein langersehntes Date mit ihrer Mitschülerin Akilah Jones, in die sie bereits seit Jahren verliebt ist, endet in einem Fiasko, als durch eine explodierende Kerze das Haus der Jones in Brand gerät. Sie ergreift die Flucht, indem sie einen Sommerjob auf Ralston Island im St.-Lawrence-River-Archipel annimmt.

Judith Mohr, Stadt der Magier und Diebe

Andreas Markt-Huter - 18.04.2026

Judith Mohr, Stadt der Magier und Diebe„Ich war ein Taschendieb und ich war ein zweites Mal gefangen worden. Das erste Mal, wenn die Stadtpolizei einen Dieb fängt, wird er im Hof der Polizeiwache ausgepeitscht und wieder laufen gelassen. Das war mir im Jahr zuvor passiert. Da war ich vierzehn. Die zwölf langen Narben auf meinem Rücken juckten jedes Mal, wenn ich nur daran dachte. Das Erste, was die Polizei macht, wenn sie einen Dieb fängt, ist, sein Hemd auszuziehen oder es einfach aufzureißen. Dabei ist die Polizei nicht zimperlich. An den Narben auf dem Rücken sieht man sofort, ob es das erste oder zweite Mal ist.“

Als der 15-jährige Taschendieb Cor bereits zum zweiten Mal von der Polizei erwischt wird, droht ihm entweder der Galgen oder der Verkauf in die Sklaverei. Mit einer Schlinge um den Hals wird er zur Auktion geführt und zu seinem Glück von einem Herrn mit Zylinder ersteigert. Als Zeichen für seinen neuen Sklavenstatus wird ihm ein S in den Oberarm gebrannt.